„Hast du schon gegessen?" Diese Frage bedeutet in Asien das gleiche wie in Europa „Wie geht es dir?" Nicht erstaunlich, denn das Essen spielt im Alltagsleben Asiens eine bedeutende Rolle. Es hat eine höhere Bedeutung als Kleidung und Wohnen. Deshalb legt man besonders Wert auf hochwertige Lebensmittel und eine sorgfältige Zubereitung.
Eine Hauptzutat, die zu fast jeder Mahlzeit, selbst zum Frühstück, serviert wird, ist Reis. Meistens handelt es sich dabei um Klebreis, weil dieser besonders gut an den Essstäbchen haftet. Auch Gemüse und Kräuter dürfen nicht fehlen.
Exotische Gewürze in der asiatischen Küche
In Asien sind vor allem Weiß- und China-Kohl, Pak-Choi (auch eine Kohlart), Sojasprossen, Lauch, Gurken, Minze und Thai-Basilikum weit verbreitet. Dazu gibt es häufig Fisch. Sojaprodukte, wie Tofu, gehören ebenfalls zu vielen Mahlzeiten. Fleisch findet man dagegen selten, weil es teuer ist und nicht mit der in Asien verbreiteten buddhistisch Lehre in Einklang steht.
Der eigentliche Clou der fernöstlichen Gerichte sind jedoch ihre exotischen Würzmittel. Schwarze Bohnenpaste, Fischsoße, Zitronengras oder Tamarinde gehören hier zum absoluten Standard, während sie bei uns nahezu unbekannt sind. Sie sorgen für besondere Geschmacksmomente, indem sie süße und saure, scharfe und milde Noten in einem Gericht kombinieren.
Besonders ist auch die Speisenzubereitung. Da Messer bei Tisch tabu sind, zerkleinert man alle sperrigen Zutaten schon in der Küche in mund- oder stäbchengerechte Häppchen. Anders als bei uns werden alle Gerichte immer gleichzeitig serviert. Dazu gibt es in der Regel grünen Tee, der in den Restaurants kostenlos zum Essen gereicht wird.
Asiatische Küche - gesund durch frisches Gemüse und Sojaprodukte
Die Gemüsevielfalt liefert große Mengen fast aller wichtigen Vitamine und reichlich Ballaststoffe, die für eine gute Verdauung sorgen. Seefisch, der mehrmals pro Woche auf den Tisch kommt, versorgt den Körper mit wertvollen Omega-3-Fettsäuren. Damit lässt sich das Herzinfarktrisiko deutlich senken.
Auch Grüntee hat besondere Qualitäten. Er enthält nicht nur die B-Vitamine, sondern auch Kalium, Fluor und Mangan. Seine sekundären Pflanzenstoffe wirken antibakteriell und schützen vor Karies. Die bei längerer Brühzeit entstehenden Gerbstoffe beruhigen Magen und Darm, helfen gegen Entzündungen und stärken die Blutgefäße. Die beliebten Sojaprodukte sind fett- und cholesterinarm und enthalten hormonähnliche Phyto-Östrogene. Aufgrund ihres hohen Sojakonsums kennen z. B. japanische Frauen kaum Wechseljahresbeschwerden.
Kleine Teigsäckchen mit Gemüsefüllung und Joghurt-Minz-Soße
Zutaten:
- Sonnenblumenöl
- 100g Kartoffeln (geschält und geraspelt)
- 1 Zwiebel (fein gehackt)
- 50g TK-Erbsen
- 100g Karotten (fein gehackt)
- 1 EL rote Currypaste (Asialaden)
- 7 EL Wasser
- 1 EL Tomatenmark
- 10 Filouteigplatten
- 300 ml Naturjoghurt
- 1 TL Minzsoße (ersatzweise 10 frische Minzeblätter)
- Salz, Pfeffer
Zubereitung der asiatischen Teigsäckchen
Den Backofen auf 180° vorheizen. 2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen und das gesamte Gemüse darin bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten unter Rühren andünsten. Das Wasser angießen, dann die Currypaste und das Tomatenmark unterrühren und zugedeckt bei geringer Hitze weitere 5 Minuten dünsten. Mit Salz abschmecken.
Die Filouteigplatten auf der Arbeitsfläche flach streichen und jeweils in zwei Hälften schneiden, dann mit etwas Öl einpinseln. Jeweils 1 EL von der Gemüsemasse in die Mitte geben und den Teig zu einem Säckchen zusammenraffen und etwas zudrücken. Die Säckchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Im heißen Backofen in ca. 20 Minuten goldgelb backen. Joghurt mir der Minzsoße mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zu den Teigsäckchen reichen. Ersatzweise den Joghurt mit 2 TL Öl und den Minzeblättern fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
