
- Die Autostadt in Wolfsburg bietet viel - (c) Stefanie Vogel
Wolfsburg ist seit langem der Inbegriff für Volkswagen. Seit vielen Jahrzehnten werden hier die Autos der Marke VW hergestellt. Aber nicht nur die Autoproduktion als solche verschafft der Stadt Wolfsburg Bekanntheit, sondern auch die Autostadt: eine Art Erlebnispark für Autointeressierte.
Die Autostadt Wolfsburg soll zum Verweilen einladen
Wer sich für den Kauf eines Neuwagens von VW entschlossen hat, kann diesen wie gewohnt bei seinem Händler vor Ort oder direkt beim Werk in Wolfsburg abholen. Und gerade denjenigen, welche direkt zum Werk fahren, soll die Wartezeit bis zur Erledigung aller Formalien möglichst angenehm erscheinen. Vor mehr als zehn Jahren wurden deshalb die ersten Attraktionen der Autostadt Wolfsburg eröffnet. Restaurant und Ausstellungen wurden auf dem Gelände der Abholstelle erbaut. Da dies bei den Kunden großen Anklang fand, wurde das Angebot immer mehr erweitert und Häuser für all die anderen Konzernmarken wie Audi, Skoda oder Lamborghini erbaut. Dies zog schließlich auch Besucher an, die nicht nur kamen, um einen Neuwagen abzuholen.
Die Autostadt als Ausstellung und Ereignis
In den Häusern der Konzernmarken Lamborghini, Skoda, Audi, Volkswagen und Seat werden die Besucher eingeladen, sich über die Neuheiten auf dem Automarkt zu informieren. Deshalb stellen die einzelnen Konzernmarken immer wieder ihre neusten Modelle aus, die teilweise sogar von den Besuchern bestiegen werden können. So kann sich ein möglicher Interessent ein Bild über Sitzkomfort und technische Ausstattungen machen. Die vielen Mitarbeiter vor Ort informieren zusätzlich.
Die Anlage der Autostadt ist aber keine reine Werbe- oder Imagekampagne. Auch Informationen zum Automobilbau und Selbsterfahrungsmöglichkeiten werden geboten. Im Konzernforum kann der Besucher nicht nur Informatives über die Marke VW erfahren, sondern auch an Terminals eigene Autodesigns entwerfen. Überhaupt wird hier viel Wissen über interaktive Terminals vermittelt. Interviewkonferenzen von Konzernmitarbeitern können ebenso gestartet werden, wie Konsolenspiele zur Autoteileproduktion. Somit ist das Konzernforum gerade für kleinere Besucher sehr attraktiv, was durch Kettcarfahrten und Kinos, teils in 3 D, noch verstärkt wird. Der grüne Bereich des Konzernforums bietet außerdem eine wechselnde interaktive Ausstellung zum Thema “Automobil und Umwelt“.
Als echte Attraktion hat sich die Turmfahrt in einem der Autotürme entwickelt. Hier können Autointeressierte ohne Höhenangst für ein Extraentgelt mit einem durchsichtigen Fahrstuhl einen der Türme befahren, der bis zu 400 Fahrzeuge fasst, welche auf ihre Abholung warten. Gerade in Ferienzeiten empfiehlt sich aber, eine Fahrt vorzubuchen. Auch das Produktionswerk von VW kann besichtigt werden. Eine kleine Bahn transportiert die Besucher direkt in die Produktionsstätten, wo sie beobachten können, wie ein Wagen hergestellt wird. Allerdings sollte beachtet werden, dass ein solcher Besuch nicht während der Werksferien möglich ist. Wer dann selbst noch erleben möchte, wie sich ein VW mit Allradantrieb im schwierigen Gelände verhält, kann eine entsprechend angelegte Offroadstrecke befahren. Allerdings sollte auch dies in der Ferienzeit vorgebucht werden.
Der Erholungsfaktor der Autostadt
Neben all den Informationen und Erlebnissen bietet die Autostadt Wolfsburg aber auch Erholungsmöglichkeiten. Das Gelände ist parkähnlich angelegt und bietet immer wieder Sitzmöglichkeiten. Kinder können die verschiedenen Spielanlagen nutzen. Außerdem können auch Tret- und Solarboote benutzt werden. Eine große Teichanlage sorgt für eine erholsame Atmosphäre. In den Sommermonaten finden hier zu bestimmten Uhrzeiten auch Wasserspiele mit Fontänen und Musikbegleitung statt.
Der Teich sorgt aber auch dafür, dass die einzelnen Gebäude meist nicht direkt erreicht werden können. Häufig muss man um den Teich herum laufen. Während eines Tagesbesuchs kommen deshalb ohne weiteres mehrere Kilometer zusammen, die man als Besucher laufen muss. Die Strecken sind trotzdem für Rollstuhlfahrer barrierefrei, da keine Stufen stören. Auch innerhalb der einzelnen Häuser bieten Aufzüge einen freien Zugang zu sämtlichen Ausstellungsräumen. Blinde und Sehbehinderte haben allerdings das Problem, dass es auf dem Gelände kein Blindenleitsystem gibt.
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