
- Die Begegnung - Brunnen Verlag
Manchmal muss man die Dinge nur ein bisschen anders sehen – und manchmal braucht man genau dafür ein gutes Buch. "Die Begegnung" ist zweifelsohne eines der Bücher, das man nur ungern wieder aus der Hand legt. Mit viel Charme zieht es seine Leser in den Bann, um ihnen vor allem eines mit auf den Weg zu geben: eine Perspektive. Eine Perspektive, die dem Leser so manches Mal auch eine ganz neue Sichtweise auf das eigene Leben gewährt.
Inspirationsimpulse und Tiefsinn sind bei der Erzählung "Die Begegnung" garantiert
Lebensnahe Kurzgeschichten, deren fließende Übergänge eine authentische Gesamterzählung ergeben, eine durchgehend liebevoll und vor allem sympathische Erzählweise sowie der schon fast mystisch anmutende Hauptcharakter namens Jones: Im Falle des Romans "Die Begegnung" sind genau das die Zutaten, die einen Großteil der Leserschaft überzeugen dürften. Sicher, vor allem Leseratten, die sich oft und gerne quer durch die Angebotspalette der unterschiedlichsten Lebensratgeber arbeiten, werden die eine oder andere Lebensweisheit sicher schon kennen. Dennoch wird auch ihre Leselust befriedigt. Immer auf der Suche nach neuen Inspirationsimpulsen liefert "Die Begegnung" ihnen genau das, was sie zu finden wünschen: eine neue Perspektive. Genau die wird ihnen für sämtliche Lebenslagen auch präsentiert. Und das nicht etwa im öden Fachjargon, sondern aufgepeppt mit charmanter Erzählkunst. Kurz: "Die Begegnung" ist Lebensratgeber und Roman in einem.
Humor, Feingefühl und Lebensweisheiten – der Roman "Die Begegnung" begeistert
Wer ist dieser Jones – nicht Mister Jones, wie er immer wieder zu bemerken gibt –, der immer dann auftaucht, wenn er am meisten gebraucht wird? Und was hat es mit diesem ominösen Koffer auf sich, den er immer bei sich trägt und dessen Inhalt mindestens so rätselhaft bleibt wie die ganze Person Jones an sich? – Das sind nur einige der Fragen, die sich die Bewohner von Orange Beach stellen, wenn es um den sonderbaren alten Mann geht, der vor allem dafür bekannt ist, den Menschen eine neue Perspektive zu geben. Keine noch so ausweglos erscheinende Situation bringt den alten Jones in Verlegenheit: Mit einer Prise Humor, einer gehörigen Portion Feingefühl und mit noch viel mehr Lebensweisheit befähigt er seine Schützlinge, ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. Er zeigt ihnen: Das Leben ist und bleibt lebenswert. Keine Tat – und sei sie noch so klein – bleibt wirkungslos. Jeder Beitrag ist wertvoll. Wie wertvoll, das weiß man auch als Leser spätestens, wenn man "Die Begegnung" gelesen hat.
"Die Begegnung" – eine unterhaltsame Lektüre mit Sinn für ein breites Publikum
Die Lektüre "Die Begegnung" ist, obwohl die leicht spirituell-christlichen Nuancen unverkennbar sind, ein Roman, an dem Liebhaber fast aller Genres ihren Gefallen finden können. Egal, ob Christen, Esoteriker, Agnostiker oder gar Atheisten: Der Autor Andy Andrews hat es geschafft, die Botschaften und Lebensweisheiten derart unaufdringlich in die Erzählung "Die Begegnung" mit einzubauen, dass diese von einem breiten Publikum nur zu gerne angenommen – oder zumindest gelesen – werden. Und auch wenn so mancher Leser auch glauben mag, aus der Geschichte "Die Begegnung" – vielleicht sogar aus der Figur Jones – eine wirklich religiöse Überzeugung herauslesen zu können, so wird er diese Vermutung bis zum Ende dennoch nicht untermauern können. Im Grunde wird es der Leserschaft auch egal sein, ob bei der Ausarbeitung zum Roman "Die Begegnung" nun eine religiöse Überzeugung zugrunde gelegt wurde oder nicht. "Die Begegnung" bleibt mit und ohne spiritueller Intention eine gelungene Erzählung.
Andy Andrews: Die Begegnung. Brunnen Verlag, 2010. Gebunden, 160 Seiten. Euro 12,95
