Magdeburg gehört sicherlich nicht zu den aufregendsten deutschen Großstädten. Wer hier zuhause ist, muss sich trotzdem nicht langweilen. Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt bietet zahlreiche Freizeitangebote, sei es für Sportbegeisterte, Nachtschwärmer oder Naturliebhaber.
Der Herrenkrug - Die Sport- und Freizeitmeile Magdeburgs
Zu den beliebtesten Ausflugszielen der Magdeburger gehört der Herrenkrug-Park am Ostufer der Elbe. Seine freien Stunden kann man jedoch nicht nur bei Spaziergängen in einer idyllischen Landschaft verbringen. Von der Minigolfanlage bis hin zu gut angelegten Joggingwegen sorgen hier vor allem abwechslungsreiche Sportmöglichkeiten für Bewegung.
Im Herrenkrug befindet sich auch das Life, eine moderne Freizeit- und Wellnessanlage. Gesundheit und Fitness stehen hier im Vordergrund. Ob gesundheitsorientiertes Fitnesstraining, Tennis, Badminton oder Volleyball, es gibt viele Gelegenheiten, seine Freizeit sportlich zu gestalten. Wer es lieber ruhiger mag, kann in der großzügigen Saunalandschaft relaxen oder sich im Wellnessbereich mit Massagen und Aromaanwendungen verwöhnen lassen.
Inmitten der Parklandschaft befinden sich ebenfalls die Rennwiesen, wo jährlich Galopprennen stattfinden. Wer auf den Geschmack gekommen ist und nicht nur zusehen und wetten möchte, hat die Gelegenheit, im örtlichen Reitsportzentrum und im Reit- und Fahrverein selbst zu reiten.
Das Nautica - Ein Erlebnis für Wasserratten
Ein ganz besonderes Highlight für Wasserratten ist das Nautica, das jedoch nicht nur Bade- und Saunaspaß bietet, sondern auch einen Fitness- und Therapiebereich sowie eine Diskothek und vier verschiedene Bars unter einem Dach beherbergt. Die Kuppel und die riesige Rutsche sind schon von weitem zu sehen. Die Anfahrt zum Elbauenpark ist daher nicht zu verfehlen. Wer das Auto lieber stehen lassen möchte, kann mit der Straßenbahnlinie 6 zum Jerichower Platz fahren und von dort ca. 50 Meter zu Fuß gehen.
Das Nautica hat täglich von 10 bis 22 Uhr, freitags und samstags sogar bis 23 Uhr, geöffnet. Senioren können sich dazu ab 8 Uhr zum Frühschwimmen inklusive Wassergymnastik anmelden. Der Eintritt von durchschnittlich 7 Euro für 2 Stunden ist nicht gerade billig. Dafür kann man jedoch in verschiedenen Spaß- und Schwimmbecken sowie auf zwei außergewöhnlichen Rutschen seine Zeit wie im Flug vergehen lassen.
Grüne Parks zur Entspannung
Es gibt mehrere grüne Oasen in Magdeburg, so dass man in all den Großstadttrubel auch Möglichkeiten zum Entspannen findet. Die Landschaftsparks sind dabei auf die ganze Stadt verteilt, und die meisten Einwohner haben daher keinen weiten Weg in die Natur.
Auf der innerstädtischen Elbinsel befindet sich der größte Stadtpark Magdeburgs, der Rotehornpark. Er ist ein populäres Ausflugsziel mit einem dichten Wegenetz zum Spazieren. In der Stadthalle und den verschiedenen Ausstellungshallen finden dazu oft Kulturveranstaltungen statt. Lohnenswert ist ebenfalls ein Besuch des Aussichtsturms, von dem aus man einen tollen Blick über das Parkgelände und die Stadt hat.
Auch der Elbauenpark ist bei den Magdeburgern sehr beliebt. Die Seebühne, das Schmetterlingshaus, mehrere Spielplätze und Sportanlagen sowie verschiedene Themengärten sorgen für interessante Freizeitangebote. Diese werden besonders in den Sommermonaten noch erweitert durch zahlreiche Veranstaltungen wie die Elbauennacht, verschiedene Konzerte, Ballettaufführungen und Feste. Für die Einwohner der Stadt ist der Park dazu eine Begegnungsstätte für alle Generationen geworden.
Doch nicht nur große bekannte Parks bestimmen das Stadtbild, sondern auch viele kleinere Park- und Gartenanlagen wie etwa der Nordpark. Einige von ihnen wurden erst in den letzten Jahren angelegt, um auch den Bewohnern der Außenbezirke Erholung in der Natur zu ermöglichen. So wurde beispielsweise der Bördegarten zwischen den beiden Stadtteilen Neustädter Feld und Neu-Olvenstedt errichtet, die vor allem durch große Neubaugebiete geprägt sind.
Das Nachtleben in Magdeburg
Auch das Nachtleben in Magdeburg kann sich sehen lassen. Wer nicht schlafen mag, kann die Nacht zum Tag machen in den vielen Bars, Kneipen und Diskotheken. Der Funpark in der Salbker Chaussee beispielsweise hat von Donnerstag bis Samstag ab 22 Uhr geöffnet. Jeden Donnerstag findet eine 99 Cent Party statt, bei der man jedes offene Getränk für 99 Cent erhält. Ein Nachtbus (Linie 93) fährt im einstündigen Rhythmus von 21 Uhr bis 6 Uhr morgens zwischen dem Club und dem ZOB hin und her und sorgt für ein sicheres An- und Heimkommen.
Der Arena-Club in der Halberstädter Strasse, die Factory in der Karl-Schmidt-Straße oder der Pearl Club im Nautica garantieren ebenfalls für ausgelassenen Partyspaß. Doch nicht nur für Feierfreudige hat Magdeburg in den Abend- und Nachtstunden etwas zu bieten. Wer es lieber etwas gemütlicher mag, kann sich das ganze Jahr über in erstklassigen Restaurants verwöhnen lassen und in mehreren Biergärten den Sommer genießen. Von Chicago's American Restaurant am Pfahlberg, das amerikanisches Essen anbietet, bis hin zum spanischen Spezialitätenrestaurant La Bodega am Domplatz werden hier die verschiedensten Geschmäcker befriedigt.
Mit dem großen Cinemaxx-Kino in der Innenstadt, dem Village Cinema im Norden direkt an der A2, dem Studiokino am Moritzplatz, dem Opernhaus am Universitätsplatz, dem Schauspielhaus am Friedensplatz und zahlreichen Kabaretts bietet Magdeburg außerdem viele Möglichkeiten, dem Abend mit Schauen und Staunen zu verbringen.
Der Jahrtausendturm und weitere Museen in Magdeburg
Anlässlich der 25. Bundesgartenschau in Magdeburg wurde 1999 der Jahrtausendturm errichtet. Dieses Bauwerk ragt hoch in den Himmel und ist aus vielen Perspektiven zu sehen, besonders wenn man eine der Elbbrücken passiert. Es ist somit wie ein weiteres Wahrzeichen der Stadt geworden. Im Inneren des Turms befindet sich eine interessante Ausstellung über die wissenschaftlichen Errungenschaften vom Anfang der Menschheitsgeschichte bis hin zur heutigen modernen Forschung.
In Magdeburg gibt es dazu viele weitere Museen. Im Kulturhistorischen Museum in der Otto-von-Guericke-Straße erfährt man beispielsweise etwas über die Geschichte der Stadt und ihrer Umgebung und kann altdeutsche Malereien bewundern. Das Museum für Naturkunde, das sich ebenfalls hier befindet, zeigt Exponate aus der Geologie, Mineralogie sowie der Botanik und der Zoologie. Für Kunstliebhaber ist das Kloster „Unser Lieben Frauen“ mit seinen Werken der Bildhauerkunst des 20. Jahrhunderts interessant.
Heimspiel in der Bördelandhalle
Auch wenn die Leistung des SC Magdeburg momentan eher durchwachsen ist, garantiert der Besuch eines Heimspiels für Stimmung. Etwa alle 14 Tage kann man sich in der Bördelandhalle beim Handballfieber mitreißen lassen, Papierschnipsel in die Luft werfen und mit anderen Menschen feiern.
Wer Lust hat, lieber selber einem Verein beizutreten, wird bei über 300 Magdeburger Verbänden sicherlich auch etwas Passendes für sich finden. Adressen und Kurzinfos dazu findet man im regionalen Branchenverzeichnis oder auf diversen Internetseiten. In Madgeburg gibt es also viel zu tun, und man muss sich nicht zuhause langweilen.
