
- Tauchen in Mittelamerika - Constanze Ließ
Reisen durch Mittelamerika bedeuten Natur und Abenteuer.Taucher kommen hier nicht nur in den Korallenriffen der Karibischen See und den Weiten des Pazifik auf ihre Kosten, auch Seen und Vulkane locken mit faszinierenden Tauchgebieten.
Tauchen in Honduras – Die Bay Islands
Unter den Ländern Mittelamerikas gilt Honduras als bestes Tauchrevier. Die Korallenriffe der Karibik garantieren hier nicht nur eine vielseitige Unterwasserwelt sondern auch günstige Preise. Die Tauchgebiete liegen rund um die Islas de la Bahía, im Englischen Bay Islands genannt. Die Hauptinseln sind Roatán, Guanaja und Útila. Außerdem gehören noch zahlreiche kleine Koralleninseln zu den Islas de la Bahía, die alle Teil einer unterseeischen Bergkette sind.
Das zweitgrößte Barriereriff der Welt, das Belize Barrier Reef, setzt sich hier nach Honduras fort und lockt Taucher aus aller Welt mit seiner immensen Artenvielfalt. Zahlreiche Spezies von Hart- und Weichkorallen bilden den Hintergrund für Barrakudas, Adlerrochen, Haie und über 350 weitere Fischarten.
Auf den Inseln Útila und Roatán unterbieten sich zig Tauchbasen gegenseitig mit Paketangeboten auch für Schnorcheltouren und Ausflüge. Manche Anbieter führen auch Haifütterungstauchgänge an, die von naturbewussten Tauchern aber vermieden werden sollten.
Weitere Informationen bietet die offizielle Tourismusseite der Bay Islands.
Belize Barrier Reef
Tauchen in Belize ist teurer als in Honduras, dafür aber sind die Tauchgebiete rund um das Belize Barrier Reef hier bei weitem nicht so überlaufen. Belize haftet eben noch immer ein Hauch von Exklusivität an. Das Barriereriff ist Nationaldenkmal Belizes und Teil des UNESCO Weltnaturerbes. Verschiedene Reservate gehören dazu, der beeindruckendste Tauchplatz ist jedoch zweifellos das Great Blue Hole. Kreisrund ist dieser Karsttrichter nahe am Zentrum des Lighthouse Reef. Das tiefdunkle Blau zeichnet sich deutlich von der türkisen Fläche der umliegenden Gewässer ab. Der Durchmesser beträgt etwa 320 Meter, an seiner tiefsten Stelle liegt der Meeresboden bei 124 Metern. Die steilen Wände sind mit Korallen und Anemonen bewachsen und Revier für Hammer-, Riff- und Tigerhaie.
Tauchgänge zum Blue Hole bewegen sich allerdings in einer hohen Preiskategorie für das Tauchen. Um die 250 US-Dollar verlangen die Tauchbasen für Ausflüge, der Eintritt zum Reservat noch nicht inklusive. Ein Tauchtag im Blue Hole ist aber sicher auch als Once-in-a-Lifetime-Experience zu sehen.
Tauchen in Nicaragua – Islas de Maíz
Nicaraguas Tourismus steckt vielerorts noch in den Kinderschuhen. Die paradiesischen Islas de Maíz oder Corn Islands sind eine angenehme Alternative zu den viel besuchten Bay Islands in Honduras. Der Reichtum an Korallen kann mit dem großen Barriereriff im Norden nicht ganz mithalten, doch der Reichtum an Leben im Wasser umfasst große Makrelenschwärme und kleine Igelfische ebenso wie Hammerhaie, Adlerrochen, Muränen und Zackenbarsche. Die palmengesäumten Standstrände bilden eine bilderbuchartige Kulisse.
Die Corn Islands liegen zirka 70 Kilometer östlich der Stadt Bluefields und sind am besten mit dem Flugzeug zu erreichen. Sie bestehen aus den beiden Inseln Big Corn Island und Little Corn Island.
Mit Haien tauchen in Costa Rica – Playa de Coco
Günstig und abwechslungsreich tauchen lässt sich in Costa Rica am besten von Playa de Coco aus. Die ansässigen Tauchbasen fahren zahlreiche Tauchgebiete der Umgebung an sowie die Naturreservate der Bat Islands und der Islas Catalinas.
Die schönsten Tauchgebiete Costa Ricas liegen an der Pazifikküste im Süden des Landes sowie vor der Isla de Coco, wo - leider immer seltener - große Schwärme von Hammerhaien patroulieren.
Tauchen im Lago Atitlán in Guatemala
Die Highlights von Guatemala liegen vor allem in der einzigartigen Kultur seiner Menschen und in den geheimnisvollen Maya-Ruinen im Regenwald. Tauchen kommt auf der Liste der Touristen hier erst ziemlich weit hinten. Doch gibt es in Guatemala die Möglichkeit in Mittelamerikas schönsten See – den Lago Atitlán – abzutauchen. Vor der Kulisse dreier perfekter Vulkankegel starten die Tauchausfahrten hier sehr früh morgens von Santa Cruz. Sichtweiten im See können bis zu 14 Meter betragen, das Wasser ist mit einer Temperatur von etwa 20°C angenehm warm. Der Lago Atitlán liegt auf einer Höhe von 1.560 Metern.
Im Vulkankrater tauchen in El Salvador – Vulkan Ilopango
Die schwierige Sicherheitslage von El Salvador ist der Hauptgrund dafür, dass das kleinste Land Mittelamerikas trotz seiner wunderschönen Natur bisher touristisch wenig erschlossen ist. In Colonía Escalón wird Tauchern aber ein besonderes Erlebnis angeboten – das Tauchen in einem Vulkankrater. Der Krater des Ilopango fällt bis auf 231 Meter ab, die Wassertemperatur beträgt ganzjährig 26° Celsius. Sehenswert ist vor allem die außergewöhnliche Topografie der Unterwasserlandschaft mit Klippen, Hügeln, Vorsprüngen und Formationen.
Karibisch tauchen in Panama - San Blas und Bocas del Toro
Die beiden Küsten Panamas – der Pazifik im Süden und das karibische Meer im Norden – verbunden mit dem Wachstumszweig Tourismus bieten Tauchern jede Menge Auswahl an Tauchgebieten und Anbietern. Farbenfrohe Korallen und kristallklares Wasser sind Eigenschaften der karibischen Archipele San Blas Islands oder Bocas del Toro. Die beste Jahreszeit zum Tauchen ist während der Trockenzeit von Dezember bis April.
Zahlreiche Tauchbasen in Mittelamerika mit Bewertungen finden Sie auf den Internetseiten von Taucher.net.
