Die Bikinifigur: Hilfreiche Tipps zum Abnehmen

Tipps zum Abnehmen - Ernst Rose/pixelio.de
Tipps zum Abnehmen - Ernst Rose/pixelio.de
Einige hilfreiche Tipps, wie man einfach und dauerhaft abnehmen kann.

Der Sommer steht vor der Tür und viele stellen sich die Frage: Wie kann man vor dem Urlaub schnell noch ein paar Pfunde loswerden? Es gibt viele unterschiedliche Ansätze, die propagiert werden, sie reichen vom FDH (Friss die Hälfte) über Low Carb, Punkte bzw. Mengenzählsysteme bis zu ausgeklügelten Diäten mit genau beschriebenen Speiseplänen. Das Problem all dieser Methoden ist der Jo-Jo-Effekt, sobald man sich nicht mehr ans System hält. Wünschenswert wäre, nicht bei jedem Essen auf die Menge zu achten, nicht unnötig viele Lebensmittel meiden zu müssen und trotzdem dauerhaft abzunehmen. Häufig ist dies möglich, indem manche Dinge, die wir essen, durch solche ersetzt werden, die den Geschmack nicht beeinträchtigen, aber die Kalorien- und Fettzufuhr deutlich verringern. Hier sollen ein paar Tipps gegeben werden, die das Essverhalten beeinflussen - und ein Abnehmen leichter machen können.

Das Frühstück

Bereits beim Frühstück nehmen viele Menschen so viele Kalorien zu sich, dass ihr gesamter Tagesbedarf gedeckt wäre. Da Blätterteig extrem fetthaltig ist, sind Croissants in allen Variationen sehr schlecht für die Figur und man sollte von übermäßigem Genuss absehen. Bei Brot und Brötchen sind Vollkornprodukte vorzuziehen, da sie einfach schneller sättigen und mehr Ballaststoffe enthalten. Butter sollte, wenn möglich, durch halbfette Margarine ersetzt werden. Hier gibt es durchaus Marken, die Butter geschmacklich sehr nahe kommen. Eine weitere Alternative ist es, Butter durch Frischkäse zu ersetzen, dieser ist noch weniger fett und schmeckt mit vielen Sachen hervorragend. Beim Aufschnitt sollten Geflügelprodukte bevorzugt werden. Sie sind geschmacklich gleichwertig, enthalten aber meist weniger Fett. Beim Käse gibt es ebenfalls fettärmere Sorten, die bevorzugt werden sollten. Leute, die weniger Brot frühstücken, sollten verstärkt auf Haferflocken zurückgreifen und keine Vollmilch, sondern die 1,5%ige verwenden.

Selbstgekochtes

Wird selber gekocht, gibt es ein paar ganz einfache Dinge, die man beachten sollte, wenn man abnehmen möchte. In jede gute Sauce und in viele andere Gerichte gehört Sahne, sagt man, aber stimmt das wirklich? Sahne hat enorm viel Fett und lässt sich leicht durch sehr viel weniger fettige Dinge ersetzen. Geschmacklich fällt es den wenigsten auf, ob eine Sauce mit Sahne oder mit 4%iger Kondensmilch gemacht wurde. Viele Saucen lassen sich auch sehr gut mit Frischkäse oder Brotaufstrichen wie Brunch herstellen, wodurch man völlig auf Sahne oder Kondensmilch verzichten kann und trotzdem eine leckere Sauce hat, die von einer Sahnesauce nicht zu unterscheiden ist.

Creme fraiche ist ebenfalls ein gern und viel verwendeter Fettlieferant. Saure Sahne ist in vielen Gerichten ein gleichwertiger Ersatz mit deutlich weniger Fett, ebenso Creme legere. Eine Menge Gerichte werden mit Käse überbacken. Den Käse vollständig zu ersetzen, ohne erhebliche Geschmackseinbußen erleben zu müssen, ist nicht möglich. Man kann jedoch fettreduzierten Käse verwenden und diesen mit Semmelbröseln vermischen. So reduziert man den Käseanteil und damit auch das Fett, aber hat den zusätzlichen netten Nebeneffekt, dass die Masse zu einer richtig knusprigen Käsekruste wird.

Bei der Fleischauswahl sollte man wieder dem Geflügel den Vorzug geben. Mageres Rindfleisch und Lamm sind ebenfalls relativ fettarm im Vergleich zu Schweinefleisch und bei Hackfleisch sollte man nur Rind, am besten Tartar, verwenden. Beim Braten sollte generell weniger Öl verwendet werden und wenn möglich sollte man auf Panaden verzichten, da diese viel Öl aufsaugen und selbst einiges an Kalorien mitbringen.

Bei den Beilagen spielt es keine Rolle, ob man Nudeln, Reis oder Kartoffeln isst. Letztere sollten natürlich nicht in Fett schwimmend gebraten werden. Als Alternative zu Pommes kann man selber Backofen-Pommes machen, indem man frische Kartoffeln in Stäbchen schneidet, mit etwas Öl, Salz und Paprika in einen Topf gibt, diesen verschließt, 2-3 Minuten gut schüttelt, damit alle Pommes gut mariniert sind, und dann das Ganze auf einem Backblech bei 180°C 30-40 Minuten bäckt. Wer seine Pommes anschließend gerne mit Mayonnaise isst, sollte diese einfach durch leichtere Varianten wie Miracle Whip ersetzen, was sich auch für Dressings empfiehlt.

Auswärts essen

Beim auswärts Essen müssen zunächst Fastfood und Restaurant unterschieden werden. Fastfood ist ein enormer Kalorien- und meist auch Fettbringer. Weniger fettiges Fastfood wären Sushi, Sandwiches, Döner sowie türkische Pizza oder Falaffel. Ebenfalls in Pommesbuden zu empfehlen, so lange nicht jeden Tag genossen, wären der Schaschlik oder das Wienerschnitzel. Extrem kalorienhaltig und besser zu meiden oder zumindest in Maßen zu genießen, sind Currywurst mit Fritten, gut belegte Pizzen und Burger jeder Art.

Bei Restaurantessen sind meist Steaks relativ fettarm, ebenso Gegrilltes, Gemüse und Salate mit Essig-Öl-Dressing. Ansonsten lässt sich ein gewisser Fettanteil nie vermeiden, was aber auch kein Problem darstellt, so lange man nicht mehrmals jede Woche essen geht.

Die Getränke

Bei den Getränken gibt es einige Missverständnisse. Viele Leute denken, Säfte und Schorlen sind gesund und können nicht schlecht für die Figur sein. Fakt ist jedoch, die meisten Säfte und Schorlen haben einen enormen Zuckeranteil, der vom Körper in Fett umgewandelt werden kann. Schorlen sollte man sich also am besten selber herstellen mit etwas Saft und Wasser und ansonsten Säfte nur in Maßen genießen. Wasser, Tee, Kaffee und Light-Getränke sind völlig bedenkenlos, im Gegensatz zu alkoholischen Getränken. Alkohol hat ebenfalls eine Menge Kalorien, ebenso wie Limonaden jeder Form.

Snacks, Naschereien und generelles Verhalten

Chips, Flips, Erdnüsse oder ähnlicher Knabberkram sind sehr fetthaltig. Hier sind Nachos weniger fettig. Wer gerne Süßes isst, sollte an Stelle von Schokolade lieber zu Weingummi oder Lakritze greifen. Wichtig ist aber generell, einer Esslust in Maßen nach zu geben, da sich sonst Heißhunger entwickelt. Es macht wenig Sinn, wochenlang auf Schokolade zu verzichten, um dann in einer Heißhungerattacke zwei Tafeln zu essen. Sinnvoller ist es, die Tafeln auf einen Monat zu verteilen und jeden Tag ein Stück zu essen. So hat man nicht das Gefühl, auf etwas verzichten zu müssen und es kommt nicht zum Heißhunger.

Es ist nur logisch, dass ein Mensch, der genauso weiter lebt wie bisher, langsam, aber stetig abnehmen wird, wenn bestimmte kalorienreiche Lebensmittel dauerhaft durch kalorienärmere ersetzt werden. Auf diese Weise kann man durch kleine Umstellungen im Koch- und Essverhalten einiges erreichen und da man sich schnell an dieses Verhalten gewöhnt und man es nicht als Einschränkungen empfindet, ist der Effekt meist auch dauerhaft.

Quellen und weiterführende Informationen: