
- Sibylle Puppe nach der Kur - Brigitte van Hattem
Fast Food, Pizza, Spaghetti, Schweinebauch und Fleischkäse: Das waren die Lebensmittel, bei denen Sibylle Puppe (43) aus Eggenstein-Leopoldshafen (Baden) gerne zugriff. „Drei Mal die Woche einen warmen Fleischkäse auf einem Weißmehlbrötchen waren keine Seltenheit!“ lacht die quirlige, dunkelhaarige Frau heute.
Bluthochdruck durch Übergewicht
Die Quittung für ihren ungesunden Ernährungsstil bekam Sibylle schon früh. Als Kind war sie zwar stets schlank gewesen, doch Jahr für Jahr schlichen sich mehr und mehr Pfunde auf ihre Hüften. „Und auf den Bauch!“ sagt Sibylle und rollt mit den Augen. An dieser Problemzone wollte der Speck einfach nicht weg, egal mit welcher Diät sie es probierte. „Ich habe zwischendurch immer mal wieder abgenommen, aber es war alles auch immer wieder schnell drauf!“ Als sie mit 31 Jahren schwanger wurde, ging ihr Gewicht auf 98 Kilo hoch. Gleichzeitig bescheinigten ihr die Ärzte Bluthochdruck. „Von da an musste ich zwölf Jahre lang täglich meinen Blutdruck messen und entsprechende Medikamente nehmen!“
Zwar gelang es Sibylle, nach der Schwangerschaft wieder unter 90 Kilo zu kommen, doch die hingen wie Blei an ihr. Durch Zufall lernte sie den Sportbiologen Gunther Schmitt (61) kennen, der in ihrer Nachbarschaft wohnt. „Er hat sich sein Leben lang mit gesunder Ernährung beschäftigt und entwickelte gerade eine Methode, wie Menschen genau an ihren Problemzonen abnehmen können. Dazu suchte er Studienteilnehmer, die mitmachen wollten. Klar, dass ich da dabei war!“
Die BioSuction-Studie 2008
Am 03.03.2008 stellte sich Sibylle bei Gunther Schmitt vor. „Ich wog damals 87,3 Kilo bei einer Größe von 1,73 Meter.“ fasst Sibylle zusammen. Über eine bioelektrische Impedanzanalyse wurde auch ihre Körperzusammensetzung gemessen. „38,3 Kilo meines Körpers bestanden aus reinem Fett!“
Zwei Tage lang musste Sibylle nun eine Initialdiät einhalten, um ihren Stoffwechsel auf „Fettabbau“ umzuprogrammieren. „Ich nahm drei Mal täglich einen hochwertigen Einweißshake plus zwei Zwischenmahlzeiten mit nur 250 Kalorien zu mir. Das war zwar ungewohnt wenig, aber es ging ja nur um zwei Tage!“ Danach durfte Sibylle wieder normal essen, allerdings nach den Empfehlungen des Biologen: „Fünf Mahlzeiten am Tag, mit viel Eiweiß und wenig Zucker oder leeren Kohlenhydraten!“ Parallel dazu trainierte sie drei Mal die Woche 40 Minuten lang auf dem Cross-Trainer des Biologen. „Dabei wurde meine Problemzone, der Bauch, mit medizinischen Speziallampen bestrahlt, um genau dort meinen Stoffwechsel besonders anzuregen!“
Die Methode und die Idee, die dahinter steckt
BioSuction nennt sich diese von Gunther Schmitt entwickelte Methode, genau an den gewünschten Stellen Fett abzubauen. Dabei ist es egal, wo die Problemzone des Probanden liegt. „Wird diese Stelle vier bis sechs Wochen lang beim Training bestrahlt, werden diese Körperzellen besonders aktiv und bauen vermehrt Fett ab. Das konnten wir bei allen Studienteilnehmern nachweisen!“ so Gunther Schmitt. Damit verbindet diese Methode ein erprobtes, wirksames Ernährungs- und Bewegungsprogramm mit einer speziellen, tiefenwirksamen und den Stoffwechsel aktivierenden Wärmebehandlung der Problemzonen. Die dafür verwendeten Speziallampen kamen bislang in der Dermatologie zum Einsatz. Da mit ihnen gerade in den Problemzonen die Fettabbauvorgänge intensiviert werden, ist erstmals eine gezielte Fettreduktion ohne chirurgischen Eingriff möglich!
Ernährungsunterricht begleitet die Kur
Bei der intensiven Schulung während der Kur – und auf Wunsch auch bei der Nachbetreuung – werden alle Informationen vermittelt, dass die Kurteilnehmer anschließend selbständig den erreichten Erfolg erhalten oder sogar noch weiter verbessern zu können.
Bei Sibylle schlug die Behandlung sofort an. Während der sechswöchigen Studie nahm sie 10 Kilo reines Fett ab und ihr Taillen- und Bauchumfang schrumpfte beträchtlich! „Ich war so begeistert, dass ich danach weitertrainierte! Mein Stoffwechsel war ja jetzt bereits angeregt und Sport begann mir Spaß zu machen.“ Sibylle kaufte sich einen eigenen Cross-Trainer und benutzt ihn seither regelmäßig. „Ich fing auch an zu joggen und habe mich viel bewusster ernährt als früher. Alle Tipps, die ich von Gunther Schmitt während der Studie bekommen hatte, konnte ich im Laufe der Monate umsetzen!“
Eiweiß, Obst und Gemüse statt Fleischkäse und Chips
Statt Chips isst Sibylle heute vor dem Fernseher Obst und Gemüsestreifen, statt Pizza öfter einmal Steak mit Salat. „Ich achte darauf, möglichst viel Eiweiß zu mir zu nehmen, denn das macht satt und hält schlank! Mein Frühstück besteht deshalb aus Magerquark mit viel Obst!“ Selbst ihren 12-jährigen Sohn Hannes kann sie mit diesem Essen begeistern. „Ich hätte nicht gedacht, dass er sich für Ernährungsfragen interessiert, aber er ist fast konsequenter als ich!“
Bilanz nach einem Jahr
Ein Jahr ist seither vergangen. Insgesamt hat Sibylle 16 Kilo abgenommen – davon 14,73 Kilo reines Fett! „Statt Muskelmasse abzunehmen, habe ich sogar noch welche aufgebaut!“ erzählt sie stolz. Ihr Taillenumfang ist von ehemals 88,6 cm auf 74,1 cm geschrumpft, der Bauchumfang von 115,1 cm auf 82 cm! „Und das allerbeste ist: Ich brauche keine Beta-Blocker mehr!“
Zwei Nachteile hat die BioSuction Methode allerdings bislang noch: Sie wird zur Zeit erst in Frankfurt, München, Düsseldorf und Eggenstein-Leopoldshafen angeboten. Weitere Städte sollen aber folgen. Und: Ist der Stoffwechsel in den Problemzonen erst einmal aktiviert, ist das keine Einbahnstraße. Wer nach der Kur seine Ernährung nicht dauerhaft umgestellt hat und wieder ungeniert zu Sahnetorten und Schweinebraten greift, muss damit rechnen, dass sein Körper die neuen Pfunde genau hier wieder einlagert.
Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Arzt - nicht ersetzen kann.
