Die Blumenuhr- Geschenkbüchlein für Blumen- und Gartenliebhaber

Die Blumenuhr - Thorbecke Verlag
Die Blumenuhr - Thorbecke Verlag
Die Blumenuhr nach Carl von Linné zeigt durch Zier- und Heilpflanzen, die ihre Blüten pünktlich öffnen und schließen, die Zeit an. Ein hübsches Geschenkbuch

Der schwedische Naturwissenschaftler Carl von Linné hat die binominale Nomenklatur eingeführt. Das ist das bis heute gebräuchliche System, mit dem Tiere und Pflanzen eindeutig benannt wrden können.

Einführung der binominalen Nomenklatur durch den Schweden Carl von Linné

Mit den wissenschaftlichen Bezeichnungen wollte er mit dem damals üblichen Durcheinander bei der Benennung Schluss machen. Außerdem erfand der Wissenschaftler, der 1750 zum Rektor der Universität von Uppsala und 1756 zum Leibarzt des Königs ernannt wurde, etwas sehr Hübsches: die Blumenuhr. Was heute wie eine leicht versponnene Spielerei wirkt, war früher praktisch und notwendig. Man oriertierte sich an den Zeichen der Natur. Die, so fand Linné heraus, hatte sich etwas gedacht, als sie dafür sorgte, dass nicht alle Blüten zur gleichen Zeit geöffnet sind. Auf bestimmte Blüten spezialisierte Insekten finden sich so leichter zurecht.

Die Pflanzen der Blumenuhr - Wunderblume, Tausendgüldenkraut, Roter Pippau und mehr

Das vorliegende Büchlein beschreibt alle Pflanzen, die auf der Blumenuhr, als feine Aquarelle festgehalten, zu finden sind:

  • Ringelblume
  • Felsennelke
  • zwei Sorten von Habichtskraut
  • Acker-Gauchheil
  • Wegwarte
  • Löwenzahn
  • Graslilie
  • Wunderblume
  • Wald-Sauerklee
  • Weiße Seerose
  • Nachtkerze
  • Roter Pippau
  • Johanniskraut
  • Tausendgüldenkraut
  • Karthäuser-Nelke
  • Eiskraut
  • Schuppenmiere
  • Tigerlilie und
  • Gänsedistel

Eine romantische Idee - Lohnt es sich, im eigenen Garten eine Blumenuhr zu pflanzen?

Wer auf die romantische Idee kommen sollte, im eigenen Garten eine Sonnenuhr anzulegen, wird feststellen, dass das gar nicht so einfach ist. Viele der Pflanzen sind heute geschützt und dürfen nicht einfach der Natur entnommen werden. Das ist schade, denn wenn man in dem schmalen Buch mit dem grün-bunten Einband stöbert, findet man viel Interessantes heraus über die einzelnen Pflanzen. Sie im eigenen Garten zu haben, hätte für neugierige Gärtner, immer auf der Suche nach Neuem, schon seinen ganz besonderen Reiz. Und zumindest zum Teil lässt es sich auch verwirklichen.

Hübsche Aqaurelle und Informationen zu Pflanzenfarben, Duftrichtungen und Vermehrung

Soweit einzelne Pflanzen nicht zu bekommen sind, begnügt man sich eben mit dem Betrachten der Zeichnungen und dem Lesen der Pflanzenbeschreibungen. Sie geben Aufschluss über Wuchsorte, Bodenbeschaffenheit, Pflanzenfamilien, Duftrichtung, Aussehen, Blütenfarben und vieles mehr.

Ein paar beispielhafte Informationen gefällig, um auf den Geschmack zu kommen?

  • Die Blütentrauben der Astlosen Graslilie besitzen etwa sechs bis zehn Blüten, die zwischen acht Uhr morgens und vier Uhr nachmittags geöffnet sind. Sie kann durch Teilung des Rhizoms oder Aussaat im Frühjahr vermehrt werden.
  • Die prachtvolle Tigerlilie ist mit der Weißen oder Madonnenlilie verwandt. Die Farbe ihrer Blüten: zinnoberrot mit dunkelpurpurnen Tupfen.
  • Die Karthäuser-Nelke verdankt ihren Namen den Naturforschern gleichen Namens oder aber den Kartäusermönchen, die die Blumen angeblich besonders gern in ihren Gärten zogen.

Das Buch ist voll hilfreicher Informationen und kleiner Geschichten. Ein hübsches, angenehm altmodisch wirkendes Mitbringsel für Pflanzenliebhaber und alle, die es werden wollen. - Übrigens geht die Blumenuhr nicht immer ganz richtig, weil nur bestäubte Blüten sich fristgerecht schließen. Mehr darüber finden Sie in diesem sehr interessanten Artikel von Adele Sansone.

Die Blumenuhr, Jan Thorbecke Verlag, Verlagsgruppe Patmos, 2012, 40 Seiten, Hardcover, 12,90 Euro.

Sigrid Ruth Stephenson, Sigrid Ruth Stephenson

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