
- Die Deutsche Bahn AG erhöht ihre Preise. - Carsten Uekötter
Die Preise der Deutschen Bahn AG im Nah- und Fernverkehr werden angehoben. Dies gab das Unternehmen am 13. Oktober 2011 im Rahmen einer Presseerklärung bekannt. Die Preise im Fernverkehr steigen demnach um durchschnittlich 3,9 Prozent und im Nahverkehr um durchschnittlich 2,7 Prozent. Die neuen Preise gelten ab dem 11. Dezember 2011.
Was bedeutet die Fahrpreiserhöhung für die Kunden der Bahn?
Zunächst einmal gilt festzuhalten, dass laut Angaben der Deutschen Bahn AG die Preise für die ermäßigte Bahncard 25, die Jugend Bahncard 25 und die Sparpreise gleich bleiben. Das heißt, wie bisher sind Fahrten für eine einfache Fahrt in der 2. Klasse ab 29 Euro als Sparpreis möglich, für Kurzstrecken bis 250 Kilometer gibt es weiterhin den Sparpreis ab 19 Euro.
Im Fernverkehr erhöht sich der Maximalpreis für eine einfache Fahrt im deutschen DB-Fernverkehrsnetz laut Aussage der Deutschen Bahn AG in der 2. Klasse im ICE von 129 auf 135 Euro, dies entspricht rund 4,7 Prozent. Das heißt jedoch nicht, dass sich die Preise für alle übrigen Verbindungen im Fernverkehr im gleichen Maße erhöhen. So erhöht sich beispielsweise der Fahrpreis für eine Karte von Stuttgart nach München im Vergleich um nur rund 1,9 Prozent von 53 auf 54 Euro.
Darüber hinaus kommt es zu einer Preisanhebung bei verschiedenen Bahncard-Varianten. Von einer Preiserhöhung der Bahncard 25 in der 2. Klasse um 2 Euro und in der 1. Klasse um 5 Euro bis hin zur Bahncard 100, die in der 2. Klasse 190 Euro mehr und in der 1. Klasse 290 Euro mehr kosten wird.
Die Preiserhöhung der Deutschen Bahn AG im Nahverkehr
Im Nahverkehr ist zunächst zwischen den Strecken zu unterscheiden, auf denen die Deutsche Bahn AG selbst der Anbieter ist und den Strecken auf denen Verkehrsverbünde agieren. Die Preiserhöhungen im Nahverkehr der Deutschen Bahn gelten somit nur für Strecken, auf denen das Unternehmen selbst Leistungen erbringt. Hier kommt es zu einer durchschnittlichen Preiserhöhung von 2,7 Prozent. Dazu gehören beispielsweise die Preise für Normal- und Zeitkarten und für Aktionsangebote wie das Schönes-Wochenende-Ticket. Die Deutsche Bahn AG weist darauf hin, dass rund 80 Prozent aller Nahverkehrsfahrten nicht von der Preiserhöhung betroffen seien, da sie in Verkehrsverbünden erfolgen. Bisher noch ungeklärt ist die Frage, wie die einzelnen Verkehrsverbünde auf die Preiserhöhung reagieren und ob sie im Windschatten der Deutschen Bahn AG selbst das Preisniveau anheben werden.
Einheitliche Reservierungspreise bei der Deutschen Bahn AG
Mit der Preiserhöhung tritt gleichzeitig eine Vereinheitlichung der Preise für die Sitzplatzreservierung in Kraft. Die Sitzplatzreservierung kostet laut Deutsche Bahn AG ab dem 11. Dezember über alle Verkaufssysteme 4 Euro, und das für die 1. und die 2. Klasse gleichermaßen. Damit kommen Kunden, die ihre Reservierungen bisher am Bahnschalter gekauft haben etwas billiger weg und Kunden, die bisher das Internet oder die Fahrkartenautomaten zur Sitzplatzreservierung benutzt haben zahlen etwas mehr.
Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Bahn AG vom 13. Oktober 2011
