Die Dresdner Bergbahnen

Die Standseilbahn und die Schwebebahn in Dresden Loschwitz sind Touristenattraktionen und aufschlussreiche Objekte für Technik-Interessierte.

Unter dem Begriff Bergbahnen werden die Standseilbahn und die Schwebebahn zusammengefasst. Die Bahnen in Dresden haben die Bezeichnung Bergbahn, weil sie auf die Hänge an der Elbe hinauf fahren. Es gibt daher jeweils eine Talstation und eine Bergstation. Beide Bahnen liegen unmittelbar nebeneinander, im Osten Dresdens, nahe der Elbe und der bekannten Elbbrücke Blaues Wunder.

Die Schwebebahn

In diesem Jahr begeht die Schwebebahn ihren 110. Geburtstag. Sie führt von Dresden Loschwitz nach Oberloschwitz. Am 6. Mai 1901 wurde sie eröffnet, als erste Bergschwebebahn. Zur damaligen Zeit galt das als technische Sensation. Gebaut wurde sie von der Nürnberger Firma Schuckert und Cie, die auch die Wuppertaler Schwebebahn gebaut hatte. Der Name Schwebebahn stammt vom Konstrukteur Eugen Langen selbst.

Die Länge der Schwebebahn beträgt 274 Meter. Dabei überwindet sie einen Höhenunterschied von reichlich 84 Metern. Oben angekommen, kann man auf einer Aussichtsplattform den Ausblick genießen, bis in die Sächsische Schweiz, auf die Elbe und ihre Hänge mit den Villen, auf das Blaue Wunder, auf Teile Dresdens; und bei guter Sicht bis ins Erzgebirge.

An der Bergstation gibt es aber noch mehr zu bestaunen. Das Maschinenhaus der Bahn wurde als Turm gestaltet. In ihm konnten die beiden Dampfkessel versteckt werden. Heute kann man bei Führungen durch das Maschinenhaus weitere technische Details und historische Fakten erfahren.

In den ersten Jahren waren die Wagen rot. Als die Schwebebahn in das Verkehrsunternehmen der Stadt Dresden eingegliedert wurde, bekamen sie den für die Dresdner Bahnen damals typischen gelben Anstrich, den sie bis heute noch haben. Seit 1975 steht die Schwebebahn unter Denkmalschutz.

Weitere technische Daten zur Schwebebahn

Die Bahn kann sowohl von der Bergstation als auch von der Talstation gesteuert werden. Dabei überwindet sie an zwei Fahrschienen 33 Stützen, deren größte Höhe 14 Meter beträgt. Die Antriebsleistung beträgt 80 Kilowatt und es wird eine Fahrgeschwindigkeit von 1,5 Metern pro Sekunde erreicht. Die beiden Wagen werden durch ein Zugseil bewegt. In einem Wagen finden 40 Personen Platz und bei Bedarf können in einer Stunde 400 Personen pro Richtung befördert werden.

Die Standseilbahn

Die Standseilbahn ist die ältere der beiden Bahnen, denn sie wurde bereits 1895 eröffnet. In unmittelbarer Nähe der beiden Stationen befinden sich der Burgbergtunnel, der 96 Meter lang ist und der Prinzeß-Louisa-Tunnel, der 54 Meter lang ist. Die Bahn fährt von Dresden Loschwitz zu dem bekannten Villenviertel Dresden Weißer Hirsch. Die gesamte Streckenlänge beträgt 547 Metern, dabei wird ein Höhenunterschied von 96 Metern überwunden. Auf einem Gerüstviadukt befindet sich eine Ausweichstelle, da die Bahn nur ein einspuriges Gleis besitzt.

Oben angekommen gelangt man mit wenigen Schritten zum Balkon Dresdens, dem Bergrestaurant Luisenhof. Es verfügt über eine große Veranda und eine Aussichtsterrasse, von wo aus man einen schönen Blick auf die beidseits der Elbe gelegenen Stadtteile Loschwitz und Blasewitz hat, verbunden durch die Brücke Blaues Wunder sowie auf die Elbhänge.

Weitere technische Daten zur Standseilbahn

Die Bahn wird von einem Mitarbeiter in der Bergstation gesteuert und per Monitor überwacht. Sie fährt ohne Begleiter. Die Antriebsleistung beträgt 199 Kilowatt und die Bahn erreicht eine Geschwindigkeit von 5 Metern pro Sekunde. In einem Wagen haben 59 Personen Platz und die Beförderungsleistung pro Stunde beträgt 630 Personen.

Quellen:

- Faltblatt Dresdner Verkehrsbetriebe

- Sächsische Zeitung Dresden am Wochenende 7./8. Mai 2011

Eva Schuster, Michael Schuster

Eva Schuster - Ich bin Eva Schuster und mit Leib und Seele Dresdnerin. Nach meinem Studium zur Diplomlehrerin arbeitete ich einige Jahre in diesem ...

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