Die Stadt Bremerhaven musste sich ein wenig neu erfinden. Und sie hat sich neu erfunden und im Hafengebiet und anderen Orts neue Kulturlandschaften geschaffen, die es in sich haben. Diesen gemeinsam ist der intensive Bezug zum Meer.

Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven

Über 7 Millionen Menschen verließen zwischen 1832 und 1974 via Bremerhaven ihre Heimat. Die Stadt an der Wesermündung wurde Europas größter Auswandererhafen. Dies war Grund genug, sich diesem historischem und immer noch aktuellen Thema in einem Museum zu nähern, das 2005 seine Pforten öffnete und inzwischen mehr als 800.000 Besucher zählen konnte.

In der modernen Ausstellung sollen die Besucher in die Identität eines Auswanderers schlüpfen. So erleben sie an eindrucksvoll gestalteten Stationen dessen beschwerliche Suche nach dem Glück jenseits des Atlantiks. Der traurige Abschied, die drückende Enge auf dem Schiff und die ungewisse Zukunft auf Ellis Island lassen den Besucher in ein Stück europäischer Geschichte eintauchen.

Gerne genutzt werden die Computer des Hauses, um in den vorhandenen Datenbanken nach ausgewanderten Familienmitgliedern zu suchen.

Deutsches Schifffahrtsmuseum mit Museumshafen

Das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven ist eines von sieben Nationalmuseen in Deutschland. Es vermittelt die Faszination der Seefahrt.

Besonders beeindruckend ist die erhaltene Hanse-Kogge, ein Unikat auf dieser Welt, aus dem Jahre 1380. Sie wurde 1962 im Weser-Schlick gefunden. Das Ereignis gab den Impuls für die Gründung des Schifffahrtsmuseums.

Zehn große Exponate an Land und zu Wasser sind zu erobern. Dazu gehören unter anderem der Hafenschlepper „Stier“, der Walfangdampfer „Rau IX“ und das Schnellboot „Kranich“ der Bundesmarine. Seefahrtsromantik will der weltweit letzte hölzerne Handels-Großsegler, die Bark „Seute Deern“, vermitteln. Wo sich heute Paare trauen lassen, da wurde einst hart an Deck und in den Wanten gearbeitet.

Technikmuseum U-Boot „Wilhelm Bauer“

Im Museumshafen ist dem Schifffahrtsmuseum gegenüber das U-Boot „Wilhelm Bauer“ vertäut. Es gehört zum U-Boot Typ XXI der deutschen Kriegsmarine. Von 1944 bis 1945 wurden diese Neuentwicklungen gebaut. Sie waren sehr schnell und konnten viel länger als die bis dahin üblichen U-Boote unter Wasser bleiben.

Das ehemals U 2540 genannte Schiff wurde noch vor seinem ersten Einsatz in den letzten Kriegstagen durch die Besatzung versenkt. 1957 wurde das Wrack gehoben und wieder einsatzfähig gemacht. Unter dem Namen „Wilhelm Bauer“ war dieses U-Boot von 1960 bis 1980 wieder im Einsatz. Seit 1984 liegt es im Museumshafen von Bremerhaven.

Besucherzentrum Lloyd Werft und Überseehäfen

Ein Hafen wirkt schon von weitem wie ein einziges „Durcheinander“ aus Kränen, Gebäuden und Maschinen, zwischen denen die Pötte be- oder entladen werden. Das „Besucherzentrum Lloyd Werft“ erlaubt einen ausgiebigen Blick aus 19 Metern Höhe auf dieses wohlgeordnete Chaos. Da ziehen die kleinen Schlepper riesige Containerschiffe durch eine der größten Schleusen der Welt. Autotransporter sind Quelle oder Ziel endloser Autoschlangen. In den Trockendocks der Lloyd Werft liegen Ozeanriesen auf dem Trockenen.

Die Plattform ist nur für Gruppen geöffnet. Eine Führung dauert etwa 90 Minuten.

Das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost

An einem Tag um die Welt reisen! Im neuen Klimahaus Bremerhaven 8° Ost geht es an einem Tag um die ganze Welt. Alle Klimazonen der Erde sind zu erleben und umfassendes Wissen zu Klima und Klimawandel werden vermittelt.

Das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost sollte längst fertig sein. Aber nun steht der Eröffnungstermin 27. Juni 2009 endgültig fest.