Es mischen sich Gefühle aus unsagbarer Freude aber auch Angst. Angst davor, versagen zu können oder Angst, den neuen kleinen Menschen nicht auf Anhieb richtig zu verstehen und seine Bedürfnisse falsch zu deuten.
Deshalb ist es wichtig, sich über eines im Klaren zu sein: Ein Menschenkind durchlebt in seinen ersten Wochen und Monaten so unglaublich viele Phasen und Entwicklungsstadien, wie es niemals wieder im Leben durchmachen wird.
Diese Phasen führen immer wieder zu plötzlichen und manchmal dramatisch wirkenden Änderungen in Babys Rhythmus, welcher sich vielleicht gerade so schön eingependelt hatte. Folglich sollte man sich darauf einstellen, sein Kind auf den Stationen der Lebensreise geduldig zu begleiten, und sich als zukünftige oder frisch gebackene Eltern nicht in die Verzweiflung treiben zu lassen. Während das Kind lernt, lernen nämlich stetig auch die Eltern.
Nach 9 Monaten endlich die Geburt - Sinnesorgane auf Hochtouren
Unglaubliche Strapazen der Geburt liegen nach bestenfalls 9 Monaten Ruhe, Wärme und Geborgenheit im Mutterleib hinter dem Kind und sofort danach wird es „herumgewirbelt“, untersucht und soll zudem auch gleich noch wissen wie man richtig trinkt. Während die Mutter sich bereits wundert, weshalb das Kleine Mamas Brust oder seine Trinkflasche im ersten Moment verschmäht, versucht das Baby vielleicht gerade noch das neue Umfeld einzuordnen. Umso wichtiger ist es also, dass man als Mutter Ruhe bewahrt (ohnehin ein guter Tipp für die kommenden Jahre) und Vertrauen in sein Kind hat. Kinder spüren und empfinden mehr, als dass sie Dinge schon verstehen und brauchen Zeit, weshalb sie zu nichts gedrängt werden möchten. Die Sinnesorgane arbeiten auf Hochtouren und wollen sich entwickeln. Auch wenn das Baby noch nicht richtig sehen kann, so möchte es doch so gern schon etwas erkennen. Ebenso möchte es unterhalten werden, damit es hören, verstehen und später dann auch sprechen lernt.
Kommunikation vs. Geschrei - Babys Weg sich bemerkbar zu machen
Wenn jemandem etwas nicht passt, dann macht er den Mund auf, beschwert sich, diskutiert und reklamiert. Das kann das Baby aber noch nicht. Was bleibt ist das Schreien: Babys einziges intensives Kommunikationsmittel um zu erklären, dass etwas nicht stimmt. Neben Hunger, Durst und voller Windel sind natürlich Schmerzen ein Grund zu schreien. Manchmal aber auch ganz banale Dinge. Vielleicht passt dem kleinen Charakter ja auch ein bestimmter Geruch nicht oder ein Geräusch oder er sehnt sich einfach nach dem Kuscheln mit Mama. Jetzt heißt es bloß nicht nerven lassen, sondern sich bitte geschmeichelt fühlen von solch lautstarkem Liebesbeweis.
Immer wieder neue Phasen und Entwicklungsstufen
Ist der erste Monat verstrichen und man hat sich langsam aneinander gewöhnt, erschreckt ein erneuter Wachstumsschub die jungen Eltern. Verstärktes Gebrüll, mehr Durst, unruhigere Nächte und die Suche nach Nähe und Kuscheln treten vermehrt auf. Kein Wunder, denn Baby will wachsen und dabei möchte das Kind von seinen Eltern unterstützt werden. Im späteren Leben erklärt man Kindern, dass Änderungen sich ergeben, dass Milchzähne ausfallen und neue nachwachsen oder dass die Schule beginnt. Einem Säugling sagt man aber nicht, dass er sich in einer typischen Wachstumsphase befindet und dass er in den nächsten zwei Wochen in keinen seiner Bodys mehr passen wird. Was für ihn jedoch wichtig ist, ist die absolute Unterstützung der Eltern, die ihm in dieser schwierigen Phase Halt und Liebe geben. Für das Baby da zu sein ist oft schon ein ein Stein im so wichtigen kindlichen Fundament.
Immer wieder werden Eltern, Phasen ausgesetzt sein, die verwundern, erheitern oder vielleicht auch mal wahnsinnig machen. Aber ist es nicht erstaunlich, dass jeder selbst diese Schritte durchlebt hat und ist es in Anbetracht dieser Tatsache nicht einfach fantastisch, was daraus resultiert?
