Die Filmnächte am Elbufer 2010: Open-Air-Kino in Dresden

Die Filmnächte am Elbufer Dresden - Filmnächte am Elbufer
Die Filmnächte am Elbufer Dresden - Filmnächte am Elbufer
Das größte und schönste Freilichtkino Deutschlands: die 20. Filmnächte am Elbufer zeigen zwischen 15.7. und 12.9.2010 rund 50 Filme und 10 Konzerte.

Das schönste Open-Air-Kino Europas oder mindestens Deutschlands: so werden die Filmnächte am Elbufer vielerorts genannt. Tatsächlich ist die historische Kulisse der nächtlich beleuchteten Silhouette der Dresdner Altstadt, vor der die riesige Leinwand jährlich im Juli aufgestellt wird, einzigartig und atemberaubend. Vor diesem Anblick im Hintergrund lassen sich in diesem Jahr zwischen 15. Juli und 12. September zahlreiche aktuelle und klassische Filmperlen und sogar musikalische Highlights genießen.

Filmnächte am Elbufer: Geschichte, Zahlen und Fakten

Deutschlands größtes Freilichtkino-Festival findet seit 1991 statt und unterhält seitdem jährlich rund 150.000 Besucher, und zwar unweit der Innenstadt am Neustädter Elbufer direkt vor dem Panorama von unter anderem Hofkirche, Akademie der Künste und Frauenkirche, die als Motiv für Postkarten und fotografische Touristentrophäen äußerst beliebt und mit nächtlicher Beleuchtung sehr hübsch anzusehen ist. Die Nähe zum Wasser brachte jedoch nicht immer Vorteile: 2002 musste die Großveranstaltung vorzeitig abgebrochen werden aufgrund des Elbhochwassers bei der historischen Flutkatastrophe.

4.000 Zuschauer finden bei einer Filmvorführung auf dem riesigen Gelände einen Sitzplatz. Daneben werden auch vereinzelt Konzerte veranstaltet, denen sogar bis zu 15.000 Menschen stehend beiwohnen können. Besonders verlockend für Cineasten ist dabei nicht nur die einzigartige Atmosphäre, sondern auch die mit einer Breite von 32 Metern und einer Höhe von 14 Metern größte mobile Kinoleinwand der Welt, die sogar eingefahren und gedreht werden kann, um bei den Konzerten als Dach der Bühne zu fungieren.

Das Filmprogramm der Filmnächte 2010

Das Filmprogramm der diesjährigen 20. Filmnächte ist äußerst vielfältig, aktuell und zeitlos zugleich. Der Eröffnungfilm wird am 15. Juli Quentin Tarantinos postmoderner Klassiker "Pulp Fiction" sein, für den es in den letzten zehn Jahren keine Kinolizenz gab – eine seltene Gelegenheit also. Danach gibt es aktuelle Kinoblockbuster wie "Alice im Wunderland" (22.7.), "Sherlock Holmes" (30.7.), "Avatar - Aufbruch nach Pandora" (1.8.) oder "Für immer Shrek" (14.8.).

Fans amerikanischer Independentfilme kommen auf ihre Kosten mit "Up in the Air" (23.7.), "In meinem Himmel" (27.7.), "Crazy Heart" (8.8.) oder "Männer, die auf Ziegen starren" (5.9.). Anspruchsvolle Zuschauer finden ihre Bereicherung mit "Die Fremde" (28.7.), "Ein Prophet" (11.8.), Kritiker- und Filmpreisliebling "Das weiße Band" (29.8.) oder "Zerrissene Umarmungen" (9.9.).

Sogar allgegenwärtige "Twilight"-Fans werden mit "New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde" (4.9.) und dem heiß ersehnten neuen Teil der Serie "Eclipse – Bis(s) zum Abendrot" (11.9.) beglückt. Wer auf Sneak Previews steht, kann das Überraschungsprogramm am 21.8., 25.8. und 4.9.2010 nutzen.

Die Filme beginnen zwischen 20:30 und 21:30.

Das Konzertprogramm der Filmnächte 2010

Einzigartig an dem Filmfestival ist auch, dass ebenfalls Musikfans auf ihre Kosten kommen. Das Line-Up aus Musikern und Bands ist 2010 hochkarätig: a-ha (25.7.), Ich + Ich (13.8.), Olaf Schubert (19.8.), Udo Jürgens (25.8.), Robin Gibb von den Bee Gees (28.8.) und Xavier Naidoo (3.9.) geben sich die Ehre. Die Konzerte beginnen zwischen 19:30 und 20:00.

Ein ganz besonderer Tipp für Fans zeitgenössischer klassischer Musik und klassischer Filme ist die Vorstellung der "Dracula"-Verfilmung von Tod Browning von 1931 am 17.7.2010. (Film-)Komponist Philip Glass (Soundtracks zu "Die Truman Show", "The Hours", "The Illusionist") steuerte dazu eine bisher fehlende Hintergrundmusik bei und wird den Film zusammen mit dem weltbekannten Kronos Quartet live begleiten.

Welche Karten gibt es für die Filmnächte 2010 und wo bekommt man sie?

Der Ticketverkauf läuft bereits. Kinokarten kosten 7 Euro im Vorverkauf – für Dresdner Verhältnisse zwar nicht günstig, aber die besondere Location dürfte dafür entschädigen. Es gibt aber auch 5er-Tickets für 28 Euro und beim Erwerb der Klubkarte für 20 Euro gibt es jeden Film für 5 Euro, Vergünstigungen auf Getränke und das Filmnächte Magazin nach Hause. Außerdem können Klubmitglieder als einzige vorab einen Sitzplatz reservieren, und zwar in einer dafür vorgesehenen Lounge, die 60 Plätze umfasst. Für alle anderen gilt: besser etwas früher kommen, um den gewünschten Platz zu sichern. Dafür kann sich der hungrige Filmliebhaber dann noch einige Zeit am reichlichen kulinarischen Angebot im Gastrozelt laben. Eigene Speisen und Getränke dürfen nämlich leider nicht mit auf das Gelände.

Die verschiedenen Tickets und auch Konzertkarten können online über das Internetportal der Filmnächte am Elbufer bestellt, aber auch an den bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden. Eine Tageskasse gibt es ebenfalls.

Es empfiehlt sich, wegen begrenzter Parkmöglichkeiten mit öffentlichem Nahverkehr (Straßenbahnlinien 3, 4, 7, 8 und 9, Haltestellen "Carolaplatz" und "Neustädter Markt"), Fahrrad oder zu Fuß anzureisen. Dann steht dem besonderen Film- und Musikgenuss nichts im Wege.