
- Die Forsyte Saga - BBC
Die 1967 erschienene Miniserie Die Forsyte Saga basiert auf der Roman-Trilogie des britischen Schriftstellers John Galsworthy. Diese gehört zur klassischen englischen Literatur und wurde zwischen 1906 und 1921 veröffentlicht. In Deutschland wurde die Verfilmung das erste Mal am 4. Februar 1973 in der ARD ausgestrahlt.
Die Geschichte beschreibt das Leben der vermögenden Großfamilie Forsyte zwischen 1880 und den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts und mehr als drei Generationen der Familie.
Die Forsyte Saga - worum geht es?
Die Forsytes sind in ganz England für ihr pragmatisches Denken, ihre Vernunft und ihren nüchternen Blick bekannt. Die Kinder des alten, inzwischen verstorbenen Jolyon Forsyte, sind mittlerweile alle selbst in einem hohen Alter. Die unverheirateten Schwestern Ann, Juley und Hester leben im Haus ihres Bruders Timothy und sorgen für die regelmäßige Verbreitung der Neuigkeiten in der ganzen Familie. Das Leben scheint harmonisch und "rund" zu laufen.
Als der junge Jolyon, Sohn eines Mitglieds der Geschwisterschwar, mit seinem Kindermädchen durchbrennt, sind alle außer sich. Der Skandal sorgt für jene Art Unruhe und Aufsehen, die niemand von den Forsytes gutheißt. Doch der junge Jolyon lässt sich scheiden und gründet mit dem Kindermädchen eine neue Familie. Gleichzeitig wird er wortlos aus der Familie ausgegrenzt, da er für Schande gesorgt hat und somit von der älteren Generation nicht mehr beachtet wird.
Die Tochter von James, Winifred, verlobt sich mit dem unseriösen Monty Dartie und raubt somit dem Leben ihres Vaters für immer die Ruhe und Stabilität.
Winifreds Bruder, Soames, ist Rechtsanwalt und wünscht sich nichts mehr als eine Familie und ein Kind, einen Sohn, dem er sein Vermögen hinterlassen kann. Als Soames Irene kennen lernt, ist er sofort von ihr angetan und drängt sie langsam, aber sicher seinen Heiratsantrag anzunehmen. Irene ist Vollwaise, lebt mittellos mit ihrer Stiefmutter und sieht keine andere Möglichkeit als Soames zu heiraten, um der unbequemen Familienlage zu entfliehen. Soams ist überglücklich, doch viel Liebe und Glück verspricht diese Ehe nicht. Sie wird langsam zum Mittelpunkt der ganzen Serie, ebenso die sich dadurch entwickelnden Geschehnisse.
Soames - zentraler Antiheld
Ganz gleich zu welchem Zeitpunkt und an welchem Abschnitt der Geschichte man sich ihr zuwendet, so hat die Handlung direkt oder indirekt immer mit Soames Forsyte zu tun. Er scheint eine wichtige zentrale Person zu sein und verbindet viele andere Familienmitglieder, sowie auch außenstehende Charaktere, miteinander. Im Laufe der Geschichte nimmt der Zuschauer weich gezeichnete Änderungen in Soams Wesen wahr und bekommt das Recht selbst über die Geschehnisse zu urteilen. Die Rolle von Soams Forsyte wird in der Miniserie hervorragend von Eric Porter verkörpert.
Die beste Verfilmung aller Zeiten
Liebhaber des britischen Films werden begeistert sein. Eine hervorragende Verfilmung, nah am Originalbuch, eine ausgezeichnete Besetzung und der unvergleichliche britische Stil machen die Serie einzigartig. Trotz mehrerer Neuverfilmungen ist und bleibt die Verfilmung von 1967 eindeutig die beste. Das Setdesign der Serie sieht viel mehr aus wie die Bühne eines Theaterstücks. Dadurch wirkt alles sehr schlicht und elegant, es gibt nicht zu viel oder zu wenig Ausstattung.
Daten zur Serie
- Originaltitel: The Forsyte Saga
- Produktionsland: Großbritannien
- Erscheinungsjahr: 1967
- Regie: David Giles und James Cellan Jones
- Besetzung: Eric Porter, Nyree Dawn Porter, Kenneth More, Margareth Tyzack und viele mehr
- Länge: 26 Episoden à 45 Minuten
