Die Frankfurter Buchmesse 2010: Gesammelte Eindrücke

Impression Frankfurter Buchmesse - Alexander Haimann, Frankfurter Buchmesse
Impression Frankfurter Buchmesse - Alexander Haimann, Frankfurter Buchmesse
Sie ist mit mehr als 7.000 Ausstellern die größte Buch- und Medienmesse der Welt und alljährlich ein kulturelles Großereignis: die Frankfurter Buchmesse.

Jedes Jahr im Oktober macht die Frankfurter Buchmesse die Mainmetropole für fünf Tage zum Mekka der internationalen Buch- und Medienbranche - und der Stars zum „Anfassen“.

Von Ken Follet über Jonathan Franzen bis Günter Grass

„Der Hunger nach Wirklichkeit wird größer, je digitaler unser Leben wird“, erklärte Direktor Juergen Boos in seiner Eröffnungsrede bei der Frankfurter Buchmesse 2010. Und der direkte Kontakt mit dem Autor werde in diesem Sinne für Leser immer wichtiger. So konnte man in diesem Jahr auf beliebte Schriftsteller wie zum Beispiel Ken Follet (neuer Roman: „Sturz der Titanen“, Lübbe Verlag), Jonathan Franzen („Freiheit“, Rowohlt Verlag), Bret Easton Ellis („Imperial Bedrooms“, Kiepenheuer Verlag), Günter Grass („Grimms Wörter: eine Liebeserklärung“, Steidl) oder Iris Hanika („Treffen sich zwei“, btb) treffen.

Stars aus Film, Musik und Sport bei der Frankfurter Buchmesse

Auch Stars aus Sport, Musik, Film und Fernsehen waren zahlreich geladen, so zum Beispiel Maximilian Schell (Autobiographie zu seinem 80. Geburtstag: „Ich fliege über dunkle Täler“, Hoffmann & Campe Verlag), Till Schweiger („Keinohrhase und Zweiohrkücken“, Baumhaus-Bilderbuch), Franz Beckenbauer („Die Bildbiographie eines Jahrhundertfußballers“, Komet Verlag) und Sissi Perlinger („Auszeit: Der Perlinger-Weg ins Glück“, Südwest Verlag).

Digitale Produkte und multimediale Inhalte gewinnen an Bedeutung

Bei den Produkten, die auf der Frankfurter Buchmesse auf insgesamt 172.000 Quadratmetern ausgestellt waren, handelte es sich längst nicht mehr nur um Bücher: CD-ROMSs, DVDs, Hörbücher, Zeitschriften und Kalender machten einen großen Teil der Angebotspalette aus. Ein Schwerpunkt war in diesem Jahr digitalen Produkten wie E-Books gewidmet. Die Debatte um diese und um multimediale Inhalte wird in der Medienbranche derzeit sehr intensiv geführt. Ohne Probleme kann man heute Wissen von mehreren Hundert Texten auf Lesegeräten speichern, welche nicht größer sind als ein Taschenbuch und der gewohnten Lesequalität auch nicht unbedingt nachstehen. Einen guten Einblick bietet der „E-Book-Report: Strategien, Strukturen, Geschäftsmodelle“, erschienen im Coverport Verlag.

Herkömmliche und digitale Bücher auf der Frankfurter Buchmesse

Die Kunst des Geschichtenerzählens verändert sich: Ein Buch kann heute gleichzeitig zu einem Film und einem Spiel adaptiert und von einer Community weiter entwickelt werden. Oft erschließt sich die Geschichte erst in der Rezeption aller Medien in Gänze. Damit wachsen ursprünglich unabhängig von einander agierende Medienbranchen zusammen.

Das Projekt Frankfurt StoryDrive bot bei der Frankfurter Buchmesse 2010 erstmals die Möglichkeit, branchenübergreifend Erfahrungen auszutauschen und damit die Grenzen zwischen den Erzählwelten zu sprengen. Das ist sinnvoll, weil zum Beispiel herkömmliche und digitale Bücher das gleiche Ziel haben: nämlich mit Geschichten Welten zu schaffen.Juergen Boos: „Das gemeinsame Potenzial und Synergieeffekte werden in Zukunft besser genützt werden müssen!“

Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2010 war Argentinien.

Karin Martin, Karin Martin

Karin Martin - ... geboren und aufgewachsen in Wien absovierte ich eben dort mein Romanistik- und Publizistik-Studium. Später zog ich mit meiner ...

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