Die fruchtbaren Tage bestimmen

Schwanger werden mit Terminplanung

Follikel kurz vor dem Eisprung - Ekem
Follikel kurz vor dem Eisprung - Ekem
Wann die Chance auf eine Schwangerschaft besonders hoch, kann die Frau mit vielen unterschiedlichen Möglichkeiten einfach selber herausfinden.

Um sich den Kinderwunsch zu erfüllen, versuchen viele Frauen, den Zeitraum, in dem sie besonders fruchtbar sind, vorher zu bestimmen. Dazu gibt es inzwischen zahlreiche Möglichkeiten die vom einfachen Temperaturmessen bis hin zu hochwertiger Technik reichen. Ein Überblick über die gebräuchlichsten Methoden, die fruchtbaren Tage einer Frau zu bestimmen, findet sich im Folgenden.

Natürliche Familienplanung (NFP)

Bei der sogenannten natürlichen Familienplanung (NFP) kommt es auf eine genaue Beobachtungsgabe und eine gewisse Disziplin an. Dafür ist diese Methode zur Bestimmung der fruchtbaren Tage nicht nur genau, sondern auch vergleichsweise günstig. Im Einzelnen lassen sich die fruchtbaren Tage bei NFP mittels einer Kombination aus morgendlichen Temperaturmessen und Kontrolle des Zervixschleimes ermitteln. Wer es besonders genau mag, kann auch zusätzlich den Muttermund untersuchen. Da die Aufwachtemperatur kurz vor dem Eisprung leicht ansteigt und sich die Konsistenz des Zervixschleimes ändert, kann die Frau schon nach wenigen Zyklen recht genau ihre fruchtbaren Tage bestimmen. Genauere Informationen zum Thema NFP finden sich auch hier.

Bestimmung durch Menstruationskalender

Einige Frauen, besonders jene, die einen sehr zuverlässigen und regelmäßigen Zyklus haben, können ihre fruchtbaren Tage auch einfach durch das Führen eines Menstruationskalenders bestimmen. Dazu reicht ein kleiner Kalender, wie er oft beim Frauenarzt erhältlich ist. Wenn in diesem Kalender zusätzlich Temperaturanstieg oder Symptome wie der sogenannte Mittelschmerz vermerkt werden, kann auch diese Option einen sehr genauen Hinweis auf die fruchtbaren Tage liefern.

Bestimmung mit Ovulationstests

Eine neuere Möglichkeit, die fruchtbaren Tage zu bestimmen, bieten sogenannte Ovultationstests. Diese messen das sogenannte luteinisierende Hormon (LH) welches zur Zyklusmitte kurz ansteigt um den Eisprung zu stimulieren. Mit den Teststreifen, die in Apotheken und Drogeriemärkten erhältlich sind, lässt sich der Anstieg der LH-Konzentration messen und damit der Zeitraum bestimmen, in dem die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft am höchsten ist.

Im Normalfall wird mit dem Testen am Ende des ersten Zyklusdrittels, also etwa acht bis zehn Tage nach Beginn der letzten Regelblutung begonnen. Ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest, funktionieren die meisten Ovulationstests mit Urin und zeigen ihr Ergebnis entweder in Linien oder auf einem digitalen Display.

Bestimmung mit einem Fertilitätsmonitor

In den Bereich Hightech lässt sich der sogenannte Fertilitätsmonitor einordnen. Diese kleinen Computer messen die Fruchtbarkeit zwar ebenfalls im Urin, werten aber nicht nur den Anstieg des LH-Spiegels aus, sondern messen auch die Konzentration des weiblichen Geschlechtshormones Östrogen. Dadurch wird nicht nur kurz vor dem Eisprung, sondern bereits einige Tage vorher eine fruchtbare Phase angezeigt. Durch die Kombination der beiden Werte sind derartige Geräte zwar sehr zuverlässig, besonders wenn eine Frau lange oder unregelmäßige Zyklen hat, sie sind aber auch nicht ganz billig und besonders die Teststreifen schlagen immer wieder zu Buche.

Julia Hoffmann - - seit 2004 freie Journalistin - zuhause in den Themen IT, Lokales, Familienpolitik, Kultur und exklusiv für Suite101 im ...

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