Unser Planet ist ein blauer Planet. Über 70 Prozent der Oberfläche sind mit Wasser bedeckt, insgesamt die unvorstellbare Fläche von 361 Millionen Quadratkilometern. Sie setzen sich zusammen aus den großen Ozeanen und ihren kleineren Nebenmeeren. Auch wenn im allgemeinen Gebrauch oft nur von drei Ozeanen die Rede ist, teilt die Geographie die weltumspannenden Gewässer in insgesamt fünf Ozeane.

Der Pazifische Ozean ist das tiefste der Weltmeere

Der Pazifik trennt Asien und Australien vom amerikanischen Doppelkontinent. Im Norden geht er in den Arktischen Ozean über, im Süden in den Antarktischen Ozean. Der Name dieses größten und tiefsten Ozeans der Erde stammt vom lateinischen „pacifer“ – Frieden bringen. Er wurde von dem spanischen Weltumsegler Fernando Magellan so getauft, nachdem dieser hinter Kap Hoorn ein ruhiges, friedliches Meer vorfand. Doch nicht immer macht der „Stille Ozean“ seinem Namen Ehre.

Ohne seine Nebenmeere birgt der Pazifik ein Wasservolumen von fast 700 Millionen Kubikkilometern. Seine tiefste Stelle ist der Marianengraben im westlichen Teil des Ozeans nahe Mikronesien, mit 11.034 Metern ist hier auch der tiefste Punkt der Weltmeere überhaupt erreicht.

Im Durchschnitt ist der Pazifik knapp 4.200 Meter tief, wenn man die Nebenmeere nicht mitrechnet. Der Meeresboden ist gezeichnet von unterseeischen Gebirgen – den mittelozeanischen Rücken –, außerdem Schwellen, Tiefseerinnen und Tiefseebecken. Rund um den Ozean verläuft der Pazifische Feuerring, ein weit gespannter Vulkangürtel.

Der Atlantische Ozean, benannt nach der griechischen Mythologie

Der Atlantik nimmt den Raum zwischen der Eurasischen und Afrikanischen Kontinentalplatte auf der einen Seite und Amerika auf der anderen. Er ist der zweitgrößte der Ozeane mit einer Fläche von über 100 Millionen Quadratkilometern. Benannt wurde er nach „Atlas“, dem Träger der Welt aus der griechischem Mythologie. Die tiefste Stelle des Atlantischen Ozeans liegt im Puerto-Rico-Graben bei 9.219 Metern unter dem Meeresspiegel.

Auch der Meeresgrund des Atlantiks ist von Schwellen, Becken, Rinnen und Gebirgen durchzogen. Am markantesten ist der Mittelatlantische Rücken, der längste mittelozeanische Rücken der Welt. Er zieht sich fast genau in der Mitte des großen Weltmeeres von Nord nach Süd und ist durchweg von hoher vulkanischer Aktivität. Zu seinen höchsten Ergebungen gehören Island und die portugiesische Inselgruppe der Azoren.

Der Indische Ozean, das Weltmeer des Südens

Der Ozean südlich von Asien, der bis nach Afrika und Australien ufert, wird Indischer Ozean oder Indik genannt. Er ist das drittgrößte der Weltmeere, bedeckt mit seinen Nebenmeeren eine Fläche von fast 76 Millionen Quadratkilometern, also annähernde die Fläche von Asien und Afrika zusammen, und beinhaltet ein Volumen von 292 Millionen Kubikkilometern Wasser. Seine tiefste Stelle, das Diamantinatief, liegt 8.047 Meter unter der Meeresoberfläche.

Der Großteil des Indiks liegt auf der Südhalbkugel. Ebenso wie im Ozean selbst haben sich in seinen Nebenmeeren wie dem Persischen Golf und dem Roten Meer Korallenriffsysteme mit erstaunlicher Artenvielfalt entwickelt. Die Fischerei jedoch spielt wirtschaftlich eine wesentlich geringere Rolle als im Atlantik oder Pazifik.

Der Antarktische Ozean – Das Südpolarmeer

Das Südpolarmeer, bezeichnet auch als Antarktischer Ozean, Südliches Eismeer oder Antarktik, bedeckt eine Fläche von 20.327 Millionen Quadratkilometern und umfasst damit alle Meeresgebiete südlich des 60. Breitengrades beziehungsweise rund um den Antarktischen Kontinent. Seine größte Tiefe erreicht es in der Süd-Sandwich-Rinne bei 7.235 Metern.

Nicht immer wird das Südpolarmeer als eigenständiger Ozean betrachtet, viele Wissenschaftler teilen seine Fläche auch den drei großen Weltmeeren – dem Pazifischen, Atlantischen und Indischen Ozean – zu. Während des Winters auf der Südhalbkugel sind weite Teile der Wasseroberfläche mit Eis bedeckt.

Der Arktische Ozean – Das Nordpolarmeer

Das kleinste der großen Weltmeere ist der Arktische Ozean der Nordhalbkugel mit einer Fläche von 14 Millionen Quadratkilometern. Man bezeichnet ihn auch als Nordpolarmeer oder Nördliches Eismeer. Manchmal wird der Arktische Ozean auch als Nebenmeer des Atlantiks angesehen, durch das er über das Europäische Nordmeer verbunden ist.

Anders als die übrigen Ozeane ist der Arktische Ozean fast völlig von den Landmassen Asiens, Amerikas und Europas umgeben, eine Verbindung zum Pazifik besteht über die 65 Kilometer breite Beringstraße.

Die tiefste Stelle des kleinsten Weltmeeres liegt im Molloytief westlich der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen in 5.608 Metern Tiefe.

Quellen und Links