Die fünf schönsten Seen im Lausitzer Seenland

Erholung und Urlaub im Land der tausend Seen

Im Süden Brandenburgs und im Nordosten Sachsens befindet sich das Lausitzer Seenland - das größte künstlich angelegte Seengebiet Europas.

Die ehemaligen Tagebaugruben der Lausitz wurden rekultiviert und saniert. Die Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) kümmerte sich seit 1994 im Auftrag des Bundes und der ostdeutschen Bundesländer um die Tagebaurestlöcher. Sie betreut in der Lausitz 111 Bergbaufolgeseen mit einer Gesamtfläche von rund 17 000 Hektar. Für Touristen hat das Lausitzer Seenland unzählige reizvolle Gewässer zu bieten. Hier eine kleine Auswahl der fünf schönsten Badeseen:

Senftenberger See

Der Senftenberger See ist für viele Reisende der erste Anlaufpunkt im Lausitzer Seenland. Er entstand aus dem einstigen Tagebau Niemtsch, aus dem zwischen 1941 und 1966 mehr als 132 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert wurden. Die Flutung verlief zwischen 1967 und 1972. Am 1. Juni 1973 wurde der See mit dem ersten Strandabschnitt bei Großkoschen eröffnet. Seine Wasserfläche beträgt 1216 Hektar (ohne Insel), die mit rund 80 Millionen Kubikmeter gefüllt sind. Der See gehört damit zu den größten künstlichen Gewässern Europas. Die maximale Wassertiefe ist 26 Meter. Im östlichen Teil befindet sich eine 266 Hektar große Insel, die aufgrund zahlreicher seltener dort brütender Vogelarten unter Naturschutz steht. Der See ist ideal zum Baden und Schimmen sowie für zahlreiche Wassersportarten geeignet. Weitläufige Strände gibt es in Senftenberg, Großkoschen, Buchwalde, Peickwitz und Nietsch.

Geierswalder See

Nordwestlich von Hoyerswerda, im Osten Sachsens und im Süden Brandenburgs, befindet sich der Geierswalder See. Das Gewässer wurde nach seiner Flutung 2006 für die touristische Nutzung freigegeben. Aufgrund seiner geringen Ufervegetation herrschen am Geierswalder See oft etwas stärkere Winde, weshalb er vor allem von Surfern gern genutzt wird. Aber auch Motorsportler und Schwimmer nutzen das Gewässer gern. Die LMBV will das Gewässer mit dem Senftenberger See verbinden. Die Wasserfläche beträgt 620 Hektar.

Gräbendorfer See

Der Gräbendorfer See gehört zu den Highlights des Lausitzer Seenlandes. Das Erholungsgebiet ist nicht nur wegen der ersten Schwimmenden Tauchschule ein Anziehungspunkt, sondern aufgrund seiner vielseitigen Vegetation und des klaren Wassers besonders beliebt. Die Wasserfläche beträgt 425 Hektar, das Seevolumen 93 Millionen Kubikmeter. Auf der 25 Hektar großen Insel sammeln sich im Frühjahr Tausende Vögel, vor allem Möwen, um zu brüten. Der See befindet sich nordöstlich von Altdöbern im Landkreis Oberspreewald-Lausitz.

Partwitzer See

Ein wichtiger Knotenpunkt für das Lausitzer Seenland im Bereich des Wassersports ist der Partwitzer See. Hier sollen in Zukunft verschiedene touristische Projekte verwirklicht werden. Ein kleines Hotel mit angegliedertem Reiterhof gibt es bereits am Ostufer bei Klein Partwitz. Der 1120 Hektar große See wird von einer Halbinsel fast in zwei Hälften geteilt. Das Gewässer befindet sich aber noch in der Rekultivierung. Die Flutung soll erst im Jahr 2010 abgeschlossen sein. Der Partwitzer See wird durch schiffbare Kanäle mit dem Blunoer Südsee, dem Sedlitzer See, dem Geierswalder See und dem Neuwieser See verbunden.

Bärwalder See

Direkt am Kraftwerk Boxberg befindet sich der Bärwalder See. Obwohl das Tagebaurestloch 2009 noch nicht vollständig geflutet war, gab es schon zahlreiche Ferienhäuser und einen Bootshafen. Um den See führt ein 25 Kilometer langer Radweg, der bei Wanderern und Radlern beliebt ist. Im September findet jedes Jahr das Licht-Klang-Festival „Transnaturale“ statt.

Lars Hartfelder - Lars Hartfelder, M.A. Geboren 1977 in Finsterwalde (Brandenburg). Arbeitet seit 2005 als freier Journalist in Cottbus, unter anderem ...

rss