
- Gartenschau-Logo - Natur in Kitzingen 2011
Mainfranken gilt von jeher als der Garten Bayerns. Vor allem in der Region Kitzingen hat der Anbau von Gemüse, Obst und Blumen lange Tradition. Mit Spannung erwartete man dort die Eröffnung der Kleinen Landesgartenschau. Am vergangenen Wochenende war es endlich so weit: Die „Gartenstadt am Fluss“ öffnete am Freitag, den 27. Mai 2011 ihre Pforten in Kitzingen am Main. Die Auftaktveranstaltung war ein voller Erfolg, und auch der Wettergott spielte mit.
Die Eröffnung der „Natur in Kitzingen“
Bei herrlichem Sommerwetter eröffnete Markus Söder am Freitag, den 27. Mai 2011 vor mehr als 500 geladenen Gästen und zahlreichen Besuchern die „Natur in Kitzingen“. Der bayerische Umweltminister griff selbst zur Heckenschere und durchtrennte das „Grüne Gärtnerband". Sichtlich stolz überreichte er einen symbolischen Scheck über 2,1 Millionen Euro an Bürgermeister Siegfried Müller. „Das Geld fließt zu Recht in den schönsten Teil Bayerns", betonte Söder und meinte es auch so. Kein Wunder, schließlich ist Söder gebürtiger Franke und freut sich schon auf die nächste Landesgartenschau 2012 in Bamberg. Bereits im Vorfeld hatte der Umweltminister die Stärkung der lokalen Infrastruktur als einen Effekt von Gartenschauen hervorgehoben. Diese Bedeutung für die heimische Wirtschaft geht Hand in Hand mit einer Verbesserung des Lebensraums für die Tier- und Pflanzenwelt in der Stadt.
Auch der Präsident des Bayerischen Gärtnereiverbandes Roland Albert schien mit der Umsetzung mehr als zufrieden: „Der Mehrwert für die Stadt ist enorm, es wurde ein toller Erholungsraum für die Gäste und Bürger geschaffen“, lautete das Fazit von Albert in dessen Funktion als Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung der Bayerischen Landesgartenschauen. Die wichtige Bedeutung für den Weinlandkreis Kitzingen betonte Landrätin Tamara Bischof. Anschließend erteilten die Kitzinger Geistlichen Hanspeter Kern und Manfred Bauer der „Gartenstadt am Fluss" - so der offizielle Titel der Kleinen Landesgartenschau - den Segen. Nachdem die Feierlichkeiten beendet waren, begaben sich die Ehrengäste zum offiziellen Spaziergang über die Landesgartenschau. Wer die Eröffnung am Freitag verpasst hat, hat nun noch bis zum 21. August 2011 Gelegenheit zu einem Bummel durch die „Natur in Kitzingen".
Die "Kleine Landesgartenschau" in Kitzingen
Investiert wurden fast 5 Millionen Euro, um die Weinstadt zu begrünen. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Dabei gab es im Vorfeld durchaus kritische Stimmen gegen die Ausrichtung dieser Landesgartenschau in Kitzingen. Doch wie die meisten Gartenschauen dürfte sich auch die „Gartenstadt am Fluss" zum Publikumsmagneten entwickeln. Die Region erhofft sich einen beachtlichen Imagegewinn. Brachte man den nordbayerischen Gartenbau bislang eher mit Gemüse in Verbindung, so zeigt „Natur in Kitzingen“ nun, welch wichtige Rolle auch der regionale Anbau von Zierpflanzen spielt. 1999 hatte sich Kitzingen für die Landesgartenschau beworben. Vier Jahre später begannen die Baumaßnahmen. 2009 folgten die ersten Anpflanzungen. 30.000 Stauden, 25.000 Blumen und 240 Bäume wurden gesetzt. Und natürlich bleibt der Park den Kitzingern nach dem Ende der Landesgartenschau erhalten.
Von Anfang an legten die Planer großen Wert auf Nachhaltigkeit. Dieser Ansatz fand Unterstützung im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit. Rund 40 Prozent der Baukosten wurde durch Fördergelder des Ministeriums aufgebracht. Eine halbe Million steuerte die EU bei. Da sich der Freistaat Bayern an den laufenden Kosten beteiligt, konnten die Eintrittspreise moderat gestaltet werden. Die Tageskarte kostet für Erwachsene 10 Euro (ermäßigt 5 Euro). Kinder von 7 bis 17 Jahren zahlen 2,50 Euro. Wer die Landesgartenschau öfter besuchen möchte, für den rechnet sich eine Dauerkarte. Das Ticket gibt es zum Preis von 45 Euro (ermäßigt 36 Euro) für Erwachsene. Kinder zahlen 11 Euro. Es gibt Familientickets und ermäßigte Karten für Schulklassen und andere Gruppen. Wer mit Zügen oder Bussen der VGN anreist, erhält 1 Euro Ermäßigung auf alle Tickets. Die Kassen der Gartenschau sind von 9 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Der Einlass erfolgt bis 19 Uhr und bei Abendveranstaltungen auch später.
Das Konzept „Natur in Kitzingen“ (NiK)
Neun Hektar Mainufer zwischen der Alten und Neuen Mainbrücke wurden in ein blühendes Farbenmeer verwandelt. Das NiK-Gelände gliedert sich in sieben Themenfelder. Die blumigen Namen wie „Feld der Literaten“ oder „Feld der Verführung“ sind Programm. Natürlich hat man in Kitzingen auch für Regentage vorgesorgt. In der Blumenhalle an der Neuen Mainbrücke lässt sich die Vielfalt des Gartenbaus trockenen Fußes bestaunen. Dort werden acht Wechselschauen in Szene gesetzt. Derzeit zeigt main_Sommertraum die ganze Pracht des Frühsommers. Ab dem 6. Juni 2011 will main_Farbenduft die Besucher mit Rosen in einen Blüten- und Duftrausch versetzen. Zur main_Sonnenwende wird sich dann alles um „Sommerblumen, flirrende Blüten, Leichtsinn" drehen. Ein Fest für die Nase dürfte auch main_Aromen werden, wenn die Mythen von Lauch und Lavendel entschlüsselt werden. Bei main_Festbankett lädt man zur Floristenschau. main_Zuhause stellt „Zimmerpflanzen und erstaunliche Exoten" vor. Mit mediterranen Blüten und Aromen verwandelt sich die Blumenhalle in main_Arkadien. Wer an Pflanzen nicht nur schnuppern möchte, dem präsentiert main_Schlaraffenland die schönsten Blumen und Gemüse, die man essen kann.
Führungen und Kinderprogramm
Wer die Gartenstadt am Fluss im Rahmen einer Führung näher kennen lernen möchte, der hat die Wahl unter verschiedenen Angeboten. Dieser Spaziergang über das Gartenschaugelände dauert ebenso wie die Stadtführung durch Kitzingen jeweils ca. 1,5 Stunden. Wer beides verbinden möchte, sollte mindestens 2,5 Stunden Zeit mitbringen für die Kombiführung „Stadt und Gartenschau". Buchen kann man bei der Tourist Information der Stadt Kitzingen. Zudem bietet die Winzergemeinschaft Franken (GWF) spezielle Führungen an. Nähere Informationen und Buchung über GWF-Vinothek. Wer lieber selbst auf Entdeckungstour geht, kann sich auf der Webseite von „Natur in Kitzingen" einen hilfreichen Übersichtsplan herunterladen. Damit sich kleine Besucher auf der Kitzinger Landesgartenschau nicht langweilen, haben die Initiatoren ein buntes Kinderprogramm zusammengestellt. Spielplätze befinden sich an der Alten Mainbrücke und am renaturierten Bimbach. Abkühlung an heißen Tagen verspricht das neu gestaltete Freibad auf der Mondinsel. Der Eintritt ist für alle Besucher der Gartenschau kostenlos. Jugendliche können sich auf dem Skaterplatz austoben oder Beachhandball spielen. Wer auf spielerische Weise etwas lernen möchte, wird in der „Schule im Grünen“ zum Naturforscher.
- Bildnachweise © und Logo: Natur in Kitzingen 2011 - Fotografin: Beatrix Dargel
- Quelle: Broschüre "Natur in Kitzingen 2011" sowie "MainPost" vom 28.05.2011
Die Autorin dankt dem Gartenschau-Team für die freundliche Überlassung der Pressebilder
