Die Techniken und Methoden zur professionellen Präsentation können auf verschiedenen Ebenen angewandt werden. Oft geht es um einen guten und ausgewogenen Mix inhaltlicher, rhetorischer, präsentationstechnischer und didaktischer Mittel, die den Erfolg einer Präsentation ausmachen. Zentral ist immer auch, sich in Inhalt und Aussagen auf die Bedürfnisse, den Wissensstand und das Involvement der Zuhörer auszurichten.
Wer verschiedene Medien, Informationsaufbereitungsarten und Präsentationsformen einsetzt wie beispielsweise YouTube- und Kunden-Interviews aus dem Internet, Produktbeispiele zum Anfassen, Karrikaturen, Beispiele von Smartphone-Apps zum Thema, aktuelle Headlines oder Umfrageresulate – um nur einige Beispiele zu nennen – vermag die Zuhörer noch stärker zu fesseln und zu überzeugen. Nur wenn alle Aspekte einer Präsentation ganzheitlich in die Überlegungen einbezogen werden, findet diese den erwarteten Erfolg.
Neugierde weckende mit Eröffnungsfrage: Lassen Sie Ihr Publikum selbst über Ihr Thema sinnieren, indem Sie eine rhetorische Frage, am besten aus der Metaebene, stellen: "Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, was geschehen würde, wenn …?"
Interesse wecken: Wussten Sie, dass ...: Beginnen Sie mit den Ergebnissen einer aktuellen Studie oder Branchen-News: „Wussten Sie, dass Ihre Branche vor einem ganz entscheidenden Wendepunkt steht, der vielleicht sogar über ihre persönliche Zukunft entscheiden könnte …?"
Aufmerksamkeit gewinnen mit Provokation: Plötzlich eine provokative Frage stellen, eine gewagte These oder Behauptung aufstellen oder eine unerwartete oder kuriose Aussage machen – damit gewinnt man schlagartig die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer.
Humor und Lachen lokcert auf: Eine humorvolle Einlage, eine ironische Kommentierung, witzige Bemerkung oder Anekdote zwischendurch – wer Zuhörer zum Lachen bringt, lockert auf und hat sie zur Hälfte schon für sich gewonnen.
Und was meinen Sie? Ein bis zwei Personen aus dem Publikum um ein Erlebnis oder deren Meinung bitten, aus A-B-Aussagen die richtige Wahl treffen oder eine Meinung oder Schätzung äussern lassen.
Von der Pinwand zu YouTube: Wechsel der Lernformen und Medien: Vom Flipchart über einen YouTube-Clip oder der Pinnwandkarte bis zu einem aktuellen Chat-Auszug aus einem Online-Forum.
Live-Aussagen sind authentisch: Eine Live-Aussage mit Originalstimme zu einer Kernaussage vom Tonträger mittels Kassettengerät oder aus dem Internet, eventuell sogar mit gleichzeitiger Abbildung der prominenten Person oder der Koryphäe auf der Leinwand.
Professor XY meint auch, dass ...: Fakten, Aussagen, Meinungen, Beweise von Prominenten, Wissenschaftlern, Experten, renommierten Medien und Meinungsführern haben besonderes Gewicht.
Geschichten bleiben haften
Geschichten mit Spannung, Überzeugungskraft, Emotionen, Originalität und Erlebnischarakter lockern auf, erhöhen die Aufmerksamkeit und sprechen die Emotionen an. Stammen sie aus dem Erfahrungsbereich oder der Lebenswelt der Zuhörer, desto besser. Über die Techniken hinaus sind noch folgende Aspekte und Faktoren zu beachten, welche den Erfolg einer Präsentation erheblich beeinflussen:
Kenntnisse über die Zuhörerschaft
Bei einer größeren Gruppe kann es empfehlenswert sein, einen Assistenten zur Seite zu haben. Fragerunden sollten am Schluss gemacht werden. Kriterien wie Alter, Geschlecht, Bildungsniveau, Funktion, Lernerfahrung und Abstraktionsvermögen der Teilnehmer sind wichtig. Besonders klar sollten die Vorkenntnisse der Zuhörerschaft zum Thema sein. Beachten Sie die Betroffenheit und die Wichtigkeit, dass ein Thema auch emotional angegangen werden kann, aktuell sein sollte und der Zuhörer sich im eigenen Erfahrungsumfeld finden sollte.
Rhetorische Grundregeln und Sprechtempo
Man spricht tendenziell immer zu schnell. Pro Minute sollte man höchstens 60 Worte sprechen. Bitten Sie Bekannte, dies zu prüfen und legen Sie ein Blatt "Langsam sprechen" vor sich. Bitten Sie jemanden, Ihnen während der Präsentation Hinweise auf das Sprechtempo zu geben. Laut zu sprechen ist wichtig und nebst des Verstandenwerdens immer auch ein Zeichen des Selbstvertrauens. Sprechpausen sind Erholungen für alle – diese sollten unbedingt eingesetzt werden, wobei fünf bis zehn Sekunden durchaus in Ordnung sind und vor allem Spannung und Aufmerksamkeit auf das dann Folgende aktivieren.
Wirkung auf das Publikum
Die Körperhaltung, Mimik, Gestik und der Augenausdruck sind nonverbale Kommunikationsformen und wirken mehr als man gemeinhin annimmt. Nutzen Sie Arme und Hände, um Gesagtes zu unterstreichen, auf Zusammenfassungen hinzuweisen oder schreiben Sie Keywords auf Flipcharts. Wichtig ist der Blickkontakt, der von Person zu Person wechseln sollte. Man kann mit gewissen Personen durchaus kurzen Blickkontakt halten.
