Die fünf größten Offenen Immobilienfonds

Hausinvest Europa, Deka Immo Europa und Co. im Vergleich

Ein Gebäude des SEB Immoinvest in Den Haag - SEB Asset Management AG
Ein Gebäude des SEB Immoinvest in Den Haag - SEB Asset Management AG
Das sind die fünf größten Offenen Immobilienfonds: ein Vergleich von Hausinvest Europa, Deka Immobilien Europa, SEB Immoinvest, Uni Immo Europa und Uni Immo Deutschland.

Offene Immobilienfonds ermöglichen Anlegern eine Teilhabe an der Wertentwicklung von Immobilien und damit Schutz vor Inflation schon mit kleinsten Anlagebeträgen. Ein weiterer Vorzug ist das geringe Risiko: Offene Immobilienfonds hatten in der Vergangenheit kaum Kursschwankungen und stabile Erträge zwischen durchschnittlich 3,3 und 9,4 Prozent pro Jahr.

Die Nummer 1: Hausinvest Europa

Der von der Commerzbank-Tochter Commerz Real gemanagte Hausinvest Europa ist mit einem Volumen von 8,3 Milliarden Euro (Stand: 30. November 2008) der größte in Deutschland. Noch dazu verfügt er über eine lange Tradition: Der Fonds wurde bereits im Jahr 1972 aufgelegt. Nach Angaben der Fondsgesellschaft verfügt er über Immobilien in zehn Ländern und 43 Städten. Schwerpunkte sind Großbritannien (27,1 Prozent), Frankreich (24,1 Prozent) und Deutschland (17,5 Prozent). Büroimmobilien machen mit 70,5 Prozent den Löwenanteil des Portfolios aus.

Der Hausinvest Europa blieb auch während der Turbulenzen in der Finanzkrise des Jahres 2008 geöffnet, obwohl er nach Angaben des Bundesverbandes für Investment und Asset Management im Jahr 2008 Netto-Mittelabflüsse in Höhe von fast 1,5 Milliarden Euro hinnehmen musste. Der Fonds gewann im vergangenen Jahr den Investment-Award der Ratingagentur Scope in der Kategorie Offene Immobilienfonds Europa.

  • WKN: 980701
  • Mindestanlagebetrag: 50 Euro
  • Ausgabeaufschlag: 5 Prozent
  • Gesamtkostenquote (TER): 0,74 Prozent
  • Rendite in den vergangenen zehn Jahren: 56,34 Prozent
  • Offizieller Rücknahmekurs am 20. Januar 2009: 43,10 Euro
  • Letzte Ausschüttung (16. Juni 2008): 1,75 Euro (davon steuerfrei: 73 Prozent)

Die Nummer 2: Deka Immobilien Europa

Der zweitgrößte Offene Immobilienfonds wurde von der zum Sparkassen-Verbund gehörenden Gesellschaft Deka Immobilien Investment aufgelegt. Das Volumen des 1997 aufgelegten Fonds lag Ende November bei knapp 7,2 Milliarden Euro. Der Immobilien Europa investiert nach Angaben der Fondsgesellschaft zu etwa 70 Prozent in Immobilien in Ländern der Eurozone. Die wichtigsten Standorte sind Deutschland (24,7 Prozent), Frankreich (20 Prozent) und Großbritannien (14,1 Prozent).

Auch dieser Fonds blieb während der Krise des Jahres 2008 geöffnet. Über das Jahr gesehen konnte er sogar Netto-Mittelzuflüsse in Höhe von 320 Millionen Euro verbuchen.

  • WKN: 980956
  • Mindestanlagebetrag: 50 Euro
  • Ausgabeaufschlag: 5,26 Prozent
  • Gesamtkostenquote (TER): 0,66
  • Rendite in den vergangenen zehn Jahren: 51,77 Prozent
  • Offizieller Rücknahmekurs am 20. Januar 2009: 46,62 Euro
  • Letzte Ausschüttung (7. Januar 2009): 1,93 Euro (davon steuerfrei: 50 Prozent)

Die Nummer 3: SEB Immoinvest

Der SEB Immoinvest wird von der SEB Asset Management betreut, einer Tochterfirma der schwedischen Großbank SEB. Das Fondsvolumen lag Ende November bei 6,3 Milliarden Euro. Auch der Immoinvest ist ein international anlegender Fonds, allerdings mit deutlichem Schwerpunkt auf Deutschland: 44,2 Prozent des Immobilienvermögens entfallen auf Deutschland, Frankreich rangiert mit 11,6 Prozent auf Rang 2, gefolgt von den USA mit 8,8 Prozent. Aufgelegt wurde der Fonds im Jahr 1989.

Der SEB Immoinvest belegte 2008 den ersten Platz in der Kategorie Immobilienfonds beim Morningstar Fund Award. Allerdings zogen die Anleger im vergangenen Jahr nach Angaben des BVI 762 Millionen Euro aus dem Fonds ab. Die Fondsgesellschaft setzte daher Ende Oktober die Rücknahme der Anteile aus.

  • WKN: 980230
  • Mindestanlagebetrag: 50 Euro (bei regelmäßigen Zahlungen)
  • Ausgabeaufschlag: 5,25 Prozent
  • Gesamtkostenquote (TER): 0,60 Prozent
  • Rendite in den vergangenen zehn Jahren: 63,81 Prozent
  • Offizieller Rücknahmekurs am 20. Januar 2009: 56,66 Euro
  • Letzte Ausschüttung: 2,50 Euro (davon steuerfrei: 34 Prozent)

Die Nummer 4: Der UniImmo Europa

Volumen des viertgrößten Offenen Immobilienfonds in Deutschland lag Ende November bei 5,8 Milliarden Euro. Gemanagt wird er von Union Investment, der Fondgesellschaft der genossenschaftlichen Banken. Trotz seines Namens hat der Fonds auch die Möglichkeit, außerhalb von Europa zu investieren. Immerhin 23,2 Prozent des Immobilienvermögens befinden sich in Amerika, Asien und der Pazifik-Region. Schwerpunkt ist mit 30,1 Prozent des Immobilienvermögens aber Deutschland. 64 Prozent der Immobilien sind Büros, daneben spielen auch Einzelhandel, Gastronomie und Hotels eine Rolle.

Der Fonds wurde im Jahr 1985 aufgelegt und verzeichnete im vergangenen Jahr Mittelzuflüsse in Höhe von 157 Millionen Euro. Er blieb in der Krise des Jahres 2008 geöffnet.

  • WKN: 980551
  • Mindestanlagebetrag: 50 Euro
  • Ausgabeaufschlag: 5 Prozent
  • Gesamtkostenquote (TER): 0,66 Prozent
  • Rendite in den vergangenen zehn Jahren: 49,9 Prozent
  • Offizieller Rücknahmekurs am 19. Januar 2009: 58,02 Euro
  • Letzte Ausschüttung: 2,30 Euro (davon steuerfrei: 41,3 Prozent)

Die Nummer 5: Der UniImmo Deutschland

Der ebenfalls von Union Investment gemanagte UniImmo: Deutschland investiert schwerpunktmäßig im Inland – aber nicht ausschließlich. 62,8 Prozent des Immobilienvermögens befinden sich in Deutschland, der Rest im übrigen Europa. Büroimmobilien machen 49 Prozent aus, Handel, Gastronomie und Hotels sind weitere wichtige Bausteine. Gegründet wurde der Fonds bereits 1966.

Im Jahr 2008 verzeichnete er Mittelzuflüsse von insgesamt 236 Millionen Euro. Das gesamte Fondsvolumen beträgt 5,1 Milliarden Euro. Der UniImmo: Deutschland erhielt den Scope Award 2008 in der Kategorie Immobilienfonds Deutschland. Er blieb während der Finanzkrise ebenfalls geöffnet.

  • WKN: 980550
  • Mindestanlagebetrag: 50 Euro
  • Ausgabeaufschlag: 5,00%
  • Gesamtkostenquote (TER): 0,67 %
  • Rendite in den vergangenen zehn Jahren: 47,3 Prozent
  • Offizieller Rücknahmekurs am 19. Januar 2009: 98,14 Euro
  • Letzte Ausschüttung: 7,50 Euro (davon steuerfrei: 48 Prozent)

Die Angaben der Fondsgrößen beruhen auf einer Statistik des Bundesverbandes Investment und Asset Management (BVI). Ein großer Offener Immobilienfonds fehlt dabei: Der CS Euroreal. Er verwaltet insgesamt mehr als sechs Milliarden Euro, besteht allerdings aus zwei rechtlich getrennten Teilfonds. Daher fällt er aus der Statistik heraus.