Die Große Chance – Ergebnisse im 1. Halbfinale in ORF eins

Jury-die große Chance - ORF.at/Ali Schafler
Jury-die große Chance - ORF.at/Ali Schafler
Am 21. Oktober gab es bereits die dritte Chance für vier „Knapp gescheitert"-Kandidaten. Wer von den Kandidaten gelangte ins Finale?

Überblick über die aktuellen Entwicklungen bei "Die große Chance".

Die ersten Finalisten der Großen Chance - Conchita, Otti und The Freaks

Das Voting-Publikum auf seiner/ihrer Seite hatte Conchita Wurst mit den meisten Votingstimmen. Ebenso leicht überzeugte der Zweitgereihte, wieder ein singender Act: Werner Otti. Auch kein Bühnenneuling, also kein unentdecktes Talent.

Mit Hilfe der Auswahl der Jury konnte es glücklicherweise auch ein akrobatischer Act, der Kandidat von Zirkusdirektor Bernhard Paul, ins Finale schaffen: die Akrobatikgruppe "The Freaks".

So verlief die erste Halbfinalshow

Knapp verpasster Aufstieg. Zweite Chance. Wer ist weiter gekommen? Bei der Großen Chance, der Talenteshow in ORF eins ging es spannend zu. Nun stehen auch die Acts fest, die es über die "Zweite Chance" in die jeweiligen Halbfinale geschafft haben. Chili sei Dank. Ab 21. Oktober heißt es nun für das Fernsehpublikum: Voten!

Die Vorrunden für "Die Große Chance" in ORF eins: Ein Voting über die Jury

Die Shows eins bis sechs für die Talenteshow "Die Große Chance" sind vorüber. Auch die Jury hat ihre Feuertaufe bestanden. Die Jury besteht aus dem Berliner Rapper Sido, Zabine, Karina Sarkissova und Bernhard Paul, auch sie stehen auf dem Prüfstand, denn die Show lebt nicht nur von den Kandidaten, sondern auch von der Darbietung der Jury.

Von Sido wurden harsche Töne erwartet. Doch so langsam drängt sich der Verdacht auf: Entweder sitzt hier ein Wolf im Schafspelz, der Kreide geschluckt hat oder Sido ist ganz einfach ein großer, liebenswürdiger Bär mit echt weichem Herzen. Nett zu Senioren, die ein Liedchen trällern, ein Vorbild, aber gar kein schlechtes, für einen jungen Burschen, dessen Herz beim Rappen im Duett schier zu platzen droht oder Fels für ein kleines Mädchen, das auf seinen Schultern turnt. Mit großen Augen guckt er zu, lässt sich gefangen nehmen, verdreht auch mal die Augen und winkt ab, aber ausfallend bös, da sei der Bohlen vor, das wird er kaum.

Die Tiroler Sängerin Zabine bringt mit ihrem Dialekt erdig österreichische Töne in die Sendung. Karina Sarkissova, die russischen Ballerina, setzt sich auffallend häufig mit Körpereinsatz in Szene und findet ein bisschen zu oft "alles großartig" und der eher wortkage Zirkusmensch Bernhard Paul rundet das Team sympathisch ab.

Wie viel Talent schlummert wirklich in Österreich?

Manche Acts/Vorstellungen fanden überraschend leicht den Einzug in die drei Halbfinalrunden, manche wurden überraschend für den Zuschauer nicht ausgewählt. Sah man sich als Kontrast das Bohlen-lastige Format "Das Supertalent" in RTL an, so kann man Zweierlei feststellen:

Der ORF vermied in seinen Vorausscheidungen bewusst Freaks oder selbstzerstörerischen Darstellern eine Plattform zu geben. Deshalb fiel auch die Kritik der Jury und auch die des Publikums kaum einmal unter die Gürtellinie. Die Devise "Hier werden keine Leute fertig gemacht" hielt. Eine Wohltat. Unterhaltsam war es dennoch.

Es ist wirklich erstaunlich, wie vielfältig sich die Menschen mit ihren Talenten und Fertigkeiten präsentieren. Kunst kommt von Können, das bewiesen so manche. Dargeboten wurde auf erstaunlich hohem Niveau, mit echtem Können und nicht nur "Möchtegern Star" Gehabe. Man muss keine Volksmusik mögen und kann dennoch hohes Können und Witz bei der Performance schätzen. Man muss kein Zirkusfan sein, aber die spielerische Leichtigkeit, die hartes langes Training erfordert, dennoch mit Applaus belohnen. Man kann auch als Publikum gestehen, dass so mancher Kandidat durch sein Äußeres, das krass im Gegensatz zu Stimme oder Darbietung stand, positiv überrascht wurde. Im Gesamtpaket kann man als Zuseher sagen: "Verdammt, die können was." Unterhalten auf jeden Fall.

Die jungen Kandidaten - eine Frage der Ethik oder der Verantwortung?

Fraglich ist nur, ob man das Castingalter nicht erst ab 16 Jahren ansetzen sollte. Jugendliche, die kaum den Kinderschuhen entwachsen sind, solche sind junge Menschen unter 14 Jahren auf jeden Fall, sollte man nicht mit Starruhm ködern, ohne sie dann altersentsprechend weiter zu fördern.

Österreich braucht nicht dutzendweise starwillige Kinder, die anschließend mit dem Stress nicht fertig werden. Schlagzeilen, wie diese: "Schnappi hat meine Kindheit gefressen" oder "Die Jury hat mir meine Karriere versaut" (von einer 11-jährigen Casting-Kandidatin) verbessern um keinen Preis das Format. Eine nette Stimme und herziges Aussehen sind nun mal keine Garantie für echten und auch dauerhaften Bestand auf der Bühne und ohne psychischen Schaden geht auch das selten einher.

Die Kandidaten für das erste Halbfinale am 21. Oktober 2011 in ORF eins

  • Sänger Marcel Huber
  • Sängerin Chiara Kerper
  • Schleuderakrobatiktruppe The Freaks
  • Travestiekünstler Conchita Wurst
  • Hula-Hoop-Komödiantin Viktoria Lapidus
  • Sänger Werner Otti
  • Ballakrobat Christian Kerschdorfer
  • Cyr-Wheel-Akrobaten Jonas Witt

Die zweite Chance für die "Knapp daneben" Kandidaten in der ersten Halbfinalshow

Der ORF trug der Vielfalt Rechnung und ermöglichte 3 x 10 Kandidaten eine zweite Chance. Nun ist auch diese vorüber und die zwölf Kandidaten, die nunmehr in die Ausscheidungen gehen, stehen fest.

  • Die Sondercombo
  • Drumartic
  • Hasar Pub Team
  • Nicole Gelsinger bekommen ihre zweite Chance in der ersten Halbfinalshow.

Wie wird in den Semifinalshows gevotet?

Am 21. und 28. Oktober sowie am 4. November 2011 stehen jeweils Freitag um 20.15 Uhr live in ORF eins die Halbfinals auf dem Programm. Jeweils zwölf Acts kämpfen um drei Plätze. Ab sofort ist nicht mehr das Urteil der Jury ausschlaggebend für das Weiterkommen, sondern das TV-Publikum ist als Juror gefragt. Zwei Plätze vergibt das TV-Publikum mittels Televoting direkt. Die Kandidaten, die von den Zusehern an die erste und zweite Stelle gereiht werden, steigen automatisch auf.

Der dritte Finalplatz wird folgendermaßen vergeben: Jeder Juror nominiert einen Act, den er im Finale sehen möchte. Aus diesen vier Nominierungen steigt jener Act ins Finale auf, der die meisten Anrufe und SMS erhalten hat. Beim großen Finale am 11. November 2011 treten dann neun Kandidaten gegeneinander an.

Fotos: ORF/Ali Schafler

Quelle: ORF Presse

Fotonachweis: ORF-Presseportal

Adele Sansone, Adele Sansone

Adele Sansone - Als Autorin für suite101.de interessieren mich vor allem die Bereiche Pflanzen und Tiere: Wie leben sie heute? Wie sind die einzelnen ...

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