
- Grünlilie - Chlorophytum comosum - Heidi Fülle
Die Grünlilie - Chlorophytum comosum - ist eine sehr ansehnliche Blattpflanze, die viele Kindel bildet und deshalb sehr gut vermehrt werden kann. Wegen ihrer Anspruchslosigkeit ist sie sehr pflegeleicht und weit verbreitet. Damit gehört sie zu den Klassikern unter den Zimmerpflanzen.
Die Heimat der Grünlilie ist Südafrika. Die zu den Liliengewächsen (Liliaceae) gehörige Pflanze besitzt schopfartige, bogenförmige Triebe, das Blattwerk ist grünblättrig oder gestreift. Beide sind dekorative Zimmerpflanzen, wobei die gestreifte Varietät im Allgemeinen bevorzugt wird. Die Grünlilie ist die Grünpflanze schlechthin: Der Gattungsname Chlorophytum leitet sich aus dem Griechischen von chloros (=grün) und phyton (=Pflanze) ab. Die lateinische Artenbezeichnung comosus bedeutet schopfartig und ist charakteristisch für die an den Ausläufern zahlreich vorhandenen Kindel. Weitere deutsche Bezeichnungen sind Graslilie, Brautschleppe, Grüner Heinrich oder Fliegender Holländer.
Grünlilien haben kaum Ansprüche an Standort und Temperatur
Die Grünlilie erweist sich als äußerst dankbare Zimmerpflanze. Wird sie richtig gepflegt, hat man innerhalb kurzer Zeit eine sehr eindrucksvolle Blattpflanze. Sie stellen keine besonderen Standortansprüche, können also sonnig, hell oder halbschattig stehen. Pralle Sonneneinstrahlung während der Mittagszeit sollte jedoch vermieden werden. Am besten gedeihen Grünlilien ganzjährig bei normaler Zimmertemperatur, sie vertragen aber auch die im Winter vorherrschende trockene Heizungsluft. Die Pflanze kann im Sommer nach draußen an einen halbschattigen Platz, dadurch bildet sich eine besonders kontrastreiche Blattfärbung. Grünlilien benötigen keine Ruhezeit.
Grünlilien sind äußerst pflegeleicht
Die Pflanze sollte das ganze Jahr über gleichmäßig feucht gehalten werden, Substrat niemals austrocknen lassen. Die dickfleischigen Wurzeln brauchen eine gute Bewässerung, besonders im Winter bei trockener Raumluft. Ein Übergießen ist aber zu vermeiden, denn dann beginnen die Wurzeln zu faulen. Von März bis September sollte wöchentlich gedüngt werden.
Grünlilien bevorzugen ein nährstoffreiches Substrat und geräumige Pflanztöpfe. Bei Haltung in Hydrokultur wachsen sie zu besonders prächtigen Pflanzen heran. Im Abstand von zwei Jahren sollte die Pflanze umgetopft werden, besonders dann, wenn die Wurzeln über dem Rand des Pflanztopfes hinaus ragen.
Bei starker Hitze im Sommer oder sehr trockener Raumluft im Winter die Pflanze ab und an besprühen.
Grünlilien sind aufgrund ihrer Pflegeeigenschaften nicht nur ideale Pflanzen für Anfänger, sondern auch eine pflegeleichte Begrünung für Büroräume.
Vermehrung, Krankheiten und Schädlinge
Die Vermehrung erfolgt durch Kindel. Die an den Ausläufern hängenden Jungpflanzen können abgetrennt, in Wasser bewurzelt und danach in neuer Erde oder einem Hydrotopf kultiviert werden.
Bei sehr trockener Raumluft können die Blattspitzen vertrocknen. Bräunlich verfärbte Blätter deuten zudem auf zu viel oder zu wenig Wasser hin, bei Lichtmangel sehen die Blätter leicht geknickt aus.
Im Winter können bei nicht ausreichender Luftfeuchtigkeit Blattläuse entstehen.
Tipp: Besonders ansprechend wirken Grünlilien in einer Blumenampel oder auf einer Blumensäule.
