Die Monate Juli und August sind normalerweise die Zeit in der die Sonne heiß scheint und der blaue Himmel alles überzieht. Ein Vorzug dieser Monate ist, neben dem meist schönen und warmen Sommerwetter, das Wachstum der Heidelbeere. Wenn im Juli und August die Sonne scheint und das Klima am mildesten ist, hat die Heidelbeere ihre Saison. Sie ist eine typische Wildfrucht und stammt ursprünglich aus den Kiefern- und Fichtenwäldern Nordamerikas. Sie wächst niedrig in kleinen Büscheln, nah am Boden. Hauptanbaugebiete der Heidelbeere sind in Deutschland die Lüneburger Heide, Brandenburg und Gebiete in Süddeutschland und Mittelbaden.

Vorzüge und Wirkungen der Heidelbeere

Die kleinen blauen Beeren haben einen fruchtigen, süß-säuerlichen Geschmack und sind sehr aromatisch. Sie enthalten neben Fruchtsäuren, Pektin, Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium, Eisen und Mangan auch viele wichtige Vitamine, wie beispielsweise Vitamin A, E und B, Folsäure und Biotin. Aufgrund dieses Reichtums an lebensnotwendigen Pflanzenstoffen und Vitaminen gehören Heidelbeeren zu den wichtigsten und gesündesten Früchten auf unserem Speiseplan. Sie schützen unsere Zellen vor aggressiven, freien Radikalschadstoffen und beugen dadurch Herzkrankheiten und Krebs effektiv vor. Gleichzeitig wird das Immunsystem durch sämtliche Wirkstoffe positiv beeinflusst und gestärkt. Neben diesen grundsätzlichen Vorteilen und Wirkungen haben sich die Heidelbeeren außerdem als besonders wirksam erwiesen bei Verstopfung, Durchfall, Augenerkrankungen, Diabetes und Halsentzündungen. Frisch wirken die Beeren nämlich eher mild abführend, gekocht dagegen beruhigen sie die Darmtätigkeit und wirken dadurch dem Durchfall entgegen. Der blaue Farbstoff der Beeren stärkt die Elastizität der Blutgefäße, was sich im Augenbereich besonders positiv auswirkt. Die Blätter der Heidelbeere enthalten eine Insulinähnliche Substanz, Glukokinin, welche den Blutzuckerspiegel von Diabetikern senkt und hilft, ihn zu stabilisieren. Die Blätter helfen außerdem gegen Hals- und Zahnfleischentzündungen, wenn sie zu gerbstoffreichem Tee verarbeitet werden.

Verzehrungsanregungen und Rezeptvorschlag

Neben all den heilenden Wirkungen sind Heidelbeeren allerdings auch als große Bereicherung unseres Speiseplans anzusehen. Sie lassen sich mit Joghurt und Quark kombiniert, als Saft, Sorbet oder Kompott servieren. Auch als Eissorte und Kuchenfüllung, sowie pur, sind sie erfrischend und köstlich.

Heidelbeer-Tiramisu

Zutaten für 4 Personen:

  • 400g Heidelbeeren
  • 200g Mascarpone
  • 200g Magerquark
  • 140g Puderzucker,
  • 4EL schwarzer Johannisbeerlikör
  • 3EL Limettensaft
  • 100ml Johannisbeersaft
  • 100g Löffelbiskuit
Zubereitung:

1. Heidelbeeren waschen, abtropfen lassen, 50 g beiseite stellen.

Mascarpone, Quark, 70g Puderzucker, 2EL Johannisbeerlikör verrühren, 200g Beeren unter die Mischung arbeiten. 150g Beeren, 50g Puderzucker, Limettensaft pürieren, danach durch ein feines Sieb streichen.

2. Johannisbeersaft, 2EL Johannisbeerlikör, 20g Puderzucker aufkochen, danach abkühlen lassen. Löffelbiskuits 10 Minuten darin tränken. Dann abwechselnd Biskuits, Mascarponecreme und Heidelbeersauce in eine Glasform schichten. Zum Schluß mit 50g Heidelbeeren garnieren.

Fertig!