Der Dokumentarfilm "Die Heiler - der Film" macht dem Zuschauer die Kraft der Selbstheilung bewusst. In über 80 Minuten kommen etwa 20 Heiler zu Wort, die auf unterschiedliche Weise energetisch arbeiten. Jeder Mensch ist in der Lage sich selbst zu heilen, so ihre Botschaft. Nicht der Heiler heilt eigentlich sondern der Patient. Daher muss jeder einzelne die Verantwortung für seine Gesundheit selbst übernehmen. Gestützt wird diese Botschaft durch einige Schulmediziner, die ebenfalls zu Wort kommen, wie der Bestseller-Autor Rüdiger Dahlke. "Die Heiler" ist im März 2012 erschienen, wurde kurz darauf ins Programm von Horizon-Film aufgenommen und kostet 26,99 €
.
Vertrauen in uns selbst finden
Die Utopie des Films ist es, dass jeder Mensch ein Bewusstsein für den Heiler in sich ausbildet und ihn aktiviert, bevor sich eine Krankheit manifestiert. Häufig werden Heiler erst dann aufgesucht, wenn die Mittel der Schulmedizin ausgeschöpft sind und der Krankheitsprozess bereits vorangeschritten ist. "Energetisch arbeitende Heiler und Lehrer können dabei Wegbegleitung, Stütze, Richtungsweiser, Vertrauter, Freund und auch Türöffner sein. Doch um Heilung erfahren zu dürfen, muss der Patient selbst durch die Türe gehen", so der Begleittext des Films. Gestützt wird diese Aussage durch erfahrene Geistheiler wie Horst Krohne oder den Arzt und Gesundheitscoach Harald Daub, der sich sehr intensiv mit alternativen Verfahren auseinander gesetzt hat. "Es macht ja gar keinen Sinn, wenn man immer abhängig ist von Arzt, einem Heiler, wenn der mal nicht da ist, was dann?", so der Bewusstseinsforscher Bruno Württemberger. "Was uns fehlt ist oft das Wissen und das Vertrauen in uns selbst."
Gegensteuern, bevor eine Krankheit ausbricht
Wer sich selbst nicht wichtig nimmt, eigene Bedürfnisse nicht lebt und Wünsche nicht verwirklicht, wird krank. Selbst in der Wissenschaft gilt es als erwiesen, dass manche körperlichen Symptome ihren Ursprung in der Seele genommen haben. Die Heiler des Films weisen immer wieder darauf hin, dass es besser wäre, die Menschen kämen nicht erst als kranke Patienten zu ihnen, sondern würden schon vorher ein Bewusstsein dafür entwickeln, wenn in ihrem Leben etwas nicht stimmt. So könnte sich jeder durch lichtvolle Gedanken und Liebe wieder selbst ins Gleichgewicht bringen.
Der Film richtet sich an Menschen, die sich mit diesem Thema vertraut machen wollen. "Mit meinem Film möchte ich die Menschen in der Seele berühren, sie nachdenklich machen und dazu bringen, die geistigen Gesetze und ihre Mitmenschen danach vielleicht anders zu betrachten", so der Filmemacher.
Ein Film für Neulinge auf dem Gebiet der energetischen Heilung
Insgesamt ist "Die Heiler" ein gelungener Dokumentarfilm, der allerdings eine kritische Auseinandersetzung scheut. Krankheit kann seelisch bedingt sein, muss es aber nicht. Genetik und Umwelteinflüsse werden während des Films nicht thematisiert. Auch fehlt eine Auseinandersetzung der Heiler mit eigenen Erfahrungen von Krankheit. Über lange Interviewstrecken sagen viele Heiler inhaltlich das Gleiche. Auch der im Untertitel angekündigte "Weg vom Heiler zu Heilung", der die eigene Entwicklung der Heiler ankündigt, ist auf der Strecke geblieben. An solchen Stellen wäre eine tiefergehende Betrachtung wünschenswert. Am Rande fallen viele Begriffe, die einer genaueren Erklärung bedürfen. So tauchen Begriffe wie "Karma", "geistige Welt" oder "Wesenheiten" auf, deren Erklärung gerade für spirituelle Einsteiger wichtig wäre. All dies kommt sicherlich im nächsten Film von Wolfgang T. Müller vor.
Die Heiler - Der Film. Der Weg vom Heiler zur Heilung. Wolfgang T. Müller, Lanakila. 26,99 €