
- Ausgewachsene Kartäuser - Mike McCune
Die Kartäuser, auch Chartreux genannt, gehört zu den ältesten Rassekatzen Europas. Es handelt sich dabei um eine Naturrasse aus den Bergen Syriens, was bedeutet, dass nicht der Mensch, sondern einzig die Natur für das Aussehen dieser Katze verantwortlich ist. Dank ihres besonderen blauen Fells zählt diese unkomplizierte Katze zu den beliebtesten Rassen der Welt.
Die Herkunft der Kartäuser
Über die genaue Herkunft dieser Katzenrasse ist wenig bekannt. Im 13. Jahrhundert brachte man die sogenannte Syrerkatze über Seewege aus den Bergen Syriens nach Europa. Die aus dem 16. Jahrhundert stammende detailreiche Beschreibung der Syrerkatze entspricht sowohl dem Erscheinungsbild, als auch dem Charakter der Kartäuser. Im Jahre 1925 begannen die Geschwister Léger sie in der Bretagne systematisch zu züchten.
Der Name Kartäuser
Hinsichtlich des Begriffes "Kartäuser" gibt es zwei Theorien. Der ersten Theorie zufolge benannte man die Katze nach der grauen Kartäuserwolle aus Spanien, die dem Fell des Tieres auffallend ähnelte. Der anderen Theorie nach erhielt die Katze ihre Bezeichnung aufgrund des französischen Kartäuserklosters, in dessen Nähe eine große Gruppe dieser Katzenrasse gelebt haben soll.
Das Erscheinungsbild der Kartäuser
Bei der Kartäuser handelt es sich um eine mittelgroße bis große Katzenrasse. Ein ausgewachsener Kater kann bis zu 7 kg, eine Katze bis zu 5 kg wiegen. Eine Hauskatze dagegen wiegt zwischen 4 und 5 kg.
Der Körperbau dieser Katzenrasse ist kräftig und muskulös. Die kräftigen Beine sind mittellang und lassen die Katze zusammen mit den großen Pfoten stämmig aussehen.
Der im Vergleich zum Körper relativ große Kopf ist trapezförmig und sollte laut FIFé-Standard breit und nicht gewölbt sein. Die mittelgroßen Ohren liegen hoch am Schädel, wodurch ein aufgeweckter Eindruck vermittelt wird. Anders als bei der Maine Coon sind Luchspinsel nicht erwünscht.
Die Augen der Kartäuser sind groß und offen, sollten allerdings nicht zu rund sein. Ihr äußerer Rand ist leicht nach oben gezogen. Bei der Zucht wird viel Wert auf eine reine Augenfarbe gelegt.
Das besondere Fell der Kartäuser
Ein wichtiges Merkmal der Kartäuser ist ihr sogenanntes Doppelfell, ein Gemisch aus langen und kurzen Haaren. Gezüchtet wird ausschließlich in der Farbe Blau, wobei alle Blautöne zugelassen sind. Im Unterschied zur Bengalkatze sind bei dieser Rasse alle Fellzeichnungen unerwünscht. Das blaue Fell sollte keine Farbunterschiede aufweisen.
Das Wesen der Kartäuser
Die Kartäuser zeichnet sich durch ihren besonders friedliebenden Charakter aus. Diese Katze ist meist von ruhigem Gemüt und meidet hektische Orte. Außerdem miaut sie eher selten.
Die richtige Haltung und Pflege der Kartäuser
Das Fell ist sehr pflegeleicht und muss nicht täglich gebürstet werden. Da es sich um eine sehr gesellige Katzenrasse handelt, sollte sie im Optimalfall nicht einzeln gehalten werden. Sie lebt gern in einem ruhigen Haushalt mit geregeltem Tagesablauf, weswegen sie gerade für ältere Menschen einen treuen Gefährten darstellt. Eine reine Wohnungshaltung ist gut möglich, allerdings freut sich diese Rassekatze auch über einen Ausflug in den Garten.
