Die Kleinhaussiedlung in Essen-Altendorf

Typisch für die Kleinhaussiedlung in Altendorf - Hamfel, Pixelio
Typisch für die Kleinhaussiedlung in Altendorf - Hamfel, Pixelio
Die Siedlung im Essener Westen ist nicht nur in architektonischer Hinsicht als Einheit zu verstehen, sondern bildet als Ganzes ein Denkmal.

Die Siedlung erstreckt sich entlang der Hirtsieferstraße, die die Verbindung zwischen der Altendorfer Straße (B231) und der Nöggerathstraße bildet, sowie in den dazugehörigen Nebenstraßen, namentlich

  • Bockmühlenweg
  • Gaußstraße
  • Graßmannstraße
  • Hedwig-Dransfeld-Platz
  • Heinrich-Strunk-Straße
  • Dreesweg
  • Riemannstraße
  • Martin-Volmar-Straße
  • Lichterweg
  • Mercatorstraße
  • Möbiusstraße
  • Nöggerathstraße.

Die Gründung der Siedlung in Altendorf

Die Siedlung ging aus der 1914 gegründeten Kleinhaussiedlung GmbH hervor. Zu den führenden Gründungsmitgliedern zählten Heinrich Hirtsiefer und Christian Kloft, die der katholischen Arbeiterbewegung angehörten. Die Anmietung der Wohnung war nicht nur auf eine bestimmte Bevölkerungsgruppe beschränkt, allerdings wurde auf eine christliche Lebensführung Wert gelegt.

Da Altendorf auch schon zu früheren Zeiten ein dicht besiedelter Stadtteil Essens war, wollte der federführende Architekt, Theodor Suhnel, die Siedlung durch die Anlage von Grünflächen, Gärten und kleinen Parks aufwerten. Insbesondere in den Nebenstraßen, von denen mehrere Einbahnstraßen sind, ist dieses Konzept heute noch erkennbar.

Ausstattung der Wohnungen und Häuser in der Kleinhaussiedlung

Eine Anmietung einer Wohnung in der ehemaligen Kleinhaussiedlung im Süden Altendorfs ist heute über die Wohnungsbaugesellschaft Essen-Nord eG möglich, die ihren Sitz mitten in der Siedlung am Hedwig-Dransfeld-Platz hat – sofern freie Wohnungen in dem Komplex aufgrund von Weg- und Umzügen vorhanden sind.

Die Häuserzeilen sind einheitlich gelblich oder beige gestrichen und verfügen vielfach noch über Fensterläden, wobei die wenigsten Bewohner diese jedoch aktiv nutzen, sondern stattdessen moderne Rollos und Rollladen als Licht- und Einbruchsschutz verwenden. Je nach Straßenzug sind auch die Fensterläden in unterschiedlichen Farben gestrichen, meist grün, gelb oder rot.

Die meisten Wohnungen verfügen über eine Loggia, also nicht über einen Balkon im klassischen Sinne. Die Balkone sind eher direkt in die Fassade eingelassen, statt einen Vorsprung zur Fassade zu bilden, deshalb ist die Bezeichnung Loggia in diesem Fall zutreffender.

Die Flure sind zwar vielfach noch mit Holztreppen und -dielen ausgestattet, sind jedoch trotz ihres Alters sauber, gepflegt und frisch gestrichen. Im Allgemeinen bieten die Altbauwohnungen in der ehemaligen Kleinhaussiedlung eine moderne Ausstattung (zum Beispiel doppeltverglaste Iso-Fenster, Öl- und Gasheizungen), wie sie auch in Häusern neueren Datums zu finden ist.

Ruhiges Wohnen in der ehemaligen Kleinhaussiedlung abseits der Altendorfer Straße

Sofern man nicht gerade an der Hirtsieferstraße und/oder in unmittelbarer Nähe der Altendorfer Straße wohnt, auf der die Buslinien 160 und 161 Richtung Stoppenberg im Essener Nordosten verkehren, ist das Wohnen in der ehemaligen Kleinhaussiedlung eher ruhig.

Die B231, von der die Altendorfer Straße ein Teil ist, bildet die Verbindung zwischen Oberhausen, dem Essener Nordwesten (Frintrop, Bedingrade, Borbeck, Altendorf) und der Essener City. Neben hohem Verkehrsaufkommen durch Autos und Motorräder fahren dort mehrere Straßenbahnlinien, sodass die Hauptverbindung zwischen Oberhausen und Essen-Mitte eher als laut und unruhig zu bezeichnen ist. In den Nebenstraßen selbst ist die Nähe zur Altendorfer Straße und zum Verkehrsknotenpunkt Bockmühle jedoch nicht oder kaum zu spüren.

Alexandra Döll, Autorin, Marina Hong, Düsseldorf

Alexandra Döll - Persönliche Daten: geboren 1974 in Essen, wohnhaft ebendaFamilienstand: ledig, keine KinderAbitur 1993, anschließend ...

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