Die Kunst zu gewinnen - Moneyball: Brad Pitt im Kino

Die Kunst zu gewinnen - Moneyball - Filmplakat - Sony Pictures
Die Kunst zu gewinnen - Moneyball - Filmplakat - Sony Pictures
Ab 2. Februar 2012 ist Brad Pitt als Baseball-Trainer nach einer wahren Geschichte zu sehen. Mit dabei sind Jonah Hill und Philip Seymour Hoffman.

Michael Lewis schrieb im Jahr 2003 das Buch "Moneyball: The Art of Winning an Unfair Game". Es handelt von Baseball-Spieler und -Trainer Billy Beane und dessen Sicht auf die wirtschaftliche und analytische Seite des Sports. "Die Kunst zu gewinnen - Moneyball" packt diese Geschichte nun in einen Spielfilm, der sich für die Oscar-Verleihung Hoffnungen machen darf, insbesondere dank eines hervorragend aufspielenden Brad Pitt. Der Film startet am 2. Februar 2012 in den deutschen Kinos.

"Die Kunst zu gewinnen - Moneyball" - Die Handlung des Baseball-Films mit Brad Pitt

Die Saison des Jahres 2002 wird für die Baseball-Mannschaft Oakland A´s keine einfache: Gerade erst haben sie das letzte Saisonfinale verloren, die Meisterschaft somit vergeigt. Und aus finanziellen Gründen mussten sie nun drei hervorragende Schlüsselspieler zu anderen Vereinen ziehen lassen. Manager Billy Beane (Brad Pitt), einst selbst Spieler und später Scout, versucht es mit unkonventionellen Mitteln, doch noch Erfolg zu haben: Er engagiert den jungen Yale-Wirtschafts-Absolventen Peter Brand (Jonah Hill), der auf intensive Computer-Statistiken und -Analysen der Spieler und möglichen Transfers setzt. Plötzlich stehen in der Mannschaft von Trainer Art Howe (Philip Seymour Hoffman) keine aktuellen Stars mehr, sondern ausgebootete, teils verletzte Spieler, die ihren Zenit offenbar längst überschritten haben. Der Erfolg bleibt leider lange aus, doch schon bald wendet sich das Blatt.

Bennett Miller - Regisseur von "Die Kunst zu gewinnen - Moneyball" und "Capote"

Nur drei Filme gehen bisher auf das Konto von Regisseur Bennett Miller. Der 1966 geborene New Yorker begann seine Karriere im Jahr 1998 mit der Dokumentation "The Cruise", in dem er einen Tour-Guide eines Doppeldecker-Busses in Manhattan porträtierte. Sein erster Spielfilm schlug gleich kräftig bei den Kritikern ein: "Capote" war ebenfalls ein Porträt, nämlich das des Autors Truman Capote. Fünf Oscar-Nominierungen gab es dafür, eine für Miller, Hauptdarsteller Philip Seymour Hoffman durfte schließlich eine Trophäe in Empfang nehmen. Für "Die Kunst zu gewinnen - Moneyball" setzte Bennett Miller unter anderem erneut auf Hoffman. Als nächstes Projekt für Miller steht das Drama "Foxcatcher" (2013) mit Channing Tatum und Steve Carell an.

Drehbuch für "Moneyball" von Autoren von "Social Network" und "Schindlers Liste"

Sehr packend ist "Die Kunst zu gewinnen - Moneyball" ausgefallen, was am großartigen Drehbuch liegt, das in erster Linie von Aaron Sorkin und Steven Zaillian stammt. Sorkin war zuletzt auffällig mit dem Skript zu "The Social Network" (2010), für das er Oscar und Golden Globe gewann. Er schrieb außerdem die Globe-nominierten Bücher zu "Der Krieg des Charlie Wilson" (2007), "Hallo, Mr. President" (1995) und "Eine Frage der Ehre" (1992). Kollege Zaillian gewann den Drehbuch-Oscar und den Globe für "Schindlers Liste" (1993), wurde außerdem nominiert für "Gangs of New York" (2002) und "Zeit des Erwachens" (1990). Auch für das US-Remake von "Verblendung" (2011) schrieb Zaillian das Skript.

Brad Pitt als Billy Beane in "Die Kunst zu gewinnen - Moneyball"

Die Regie von "Moneyball" ist erstklassig, das Drehbuch ebenso – und mit Leben gefüllt wird beides von den tollen Darstellern. Allen voran brilliert hier wieder einmal Brad Pitt. Der 1963 geborene Schauspieler erhielt bereits den Golden Globe und eine Oscar-Nominierung für den großartigen "Twelve Monekys" (1995) und glänzte unter anderem zudem in "Thelma & Louise" (1991), "Kalifornia" (1993), "Sieben" (1995), "Sleepers" (1996), "Fight Club" (1999), "Snatch" (2000), der "Ocean´s Eleven"-Trilogie (2001–2007), "Babel" (2006), "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford" (2007), "Der seltsame Fall des Benjamin Button" (2008), "Inglourious Basterds" (2009) und "The Tree of Life" (2011).

Jonah Hill, Philip Seymour Hoffman und Robin Wright in "Die Kunst zu gewinnen - Moneyball"

Brad Pitt steht in "Moneyball" über allen anderen, aber auch die Nebendarsteller wissen zu überzeugen. Jonah Hill ist hier in einem der letzten Auftritte vor seiner gewaltigen Gewichtsabnahme für "21 Jump Street" (2012) zu sehen. Der 1983 geborene Schauspieler hatte seine erste Rolle im Film "I Heart Huckabees" (2004) und hat sich seitdem auf Komödien spezialisiert. So trat er bereits auf in "Jungfrau (40), männlich, sucht" (2004), "Klick" (2006) und "Beim ersten Mal" (2007), ehe ihm mit "Superbad" (2007) der große Durchbruch gelang. Für den Produzenten Judd Apatow spielte Hill ansonsten noch in sechs weiteren Filmen. Wie immer klasse ist Philip Seymour Hoffman, der unter Regisseur Bennett Miller bereits den Oscar und den Golden Globe gewann. Weitere Nominierungen erhielt er für "Der Krieg des Charlie Wilson" (2007), "Die Geschwister Savage" (2007) und "Glaubensfrage" (2008), einen kultigen Auftritt legte er darüber hinaus in "The Big Lebowski" (1998) hin. Robin Wright, die 14 Jahre lang mit Sean Penn verheiratet war, ist in erster Linie bekannt als Globe-nominierte Nebendarstellerin in "Forrest Gump" (1994), "Die Braut des Prinzen" (1987) und fast 400 Episoden der Serie "California Clan" (1984–1988). Ab 12. Januar 2012 ist sie im US-Remake "Verblendung" zu sehen.

Film-Kritik - "Die Kunst zu gewinnen - Moneyball" mit Brad Pitt als Baseball-Trainer

Einen klaren Oscarkandidaten hat Regisseur Bennett Miller inszeniert. Wenn es nicht für eine Nominierung als bester Film reicht, dann vielleicht für Brad Pitt, denn der liefert einmal mehr eine große Vorstellung ab. Man nimmt ihm den Baseball-Trainer perfekt ab, zittert, leidet und freut sich mit ihm mit. Jonah Hill ist wie immer für die Humorpunkte des Films gut, Philip Seymour Hoffman glänzt als störrischer Trainer, der Angst um seine berufliche Zukunft hat, sollte er die Pläne des Managers unterstützen. "Moneyball" zeigt das harte Geschäft Baseball auf, die schnelle Weise, auf die Spieler plötzlich ihren Job verlieren oder zu einem anderen Verein transferiert werden. Gepaart mit realen Aufnahmen der echten Oakland A´s und ihren Spielen, ist eine authentische Filmversion der Geschichte um Manager Billy Beane entstanden, die in Deutschland zwar durch das Baseball-Thema mit all den Fachbegriffen keinen einfachen Zugang bietet, dann aber mit seiner soliden Inszenierung und klasse Darstellern zu überzeugen weiß.

Filmangaben

  • Titel: Die Kunst zu gewinnen - Moneyball
  • Originaltitel: Moneyball
  • Land, Jahr: USA, 2011
  • Verleih: Sony Pictures
  • Genre: Drama
  • Regie: Bennett Miller
  • Drehbuch: Steven Zaillian, Stephen J. Rivele, Aaron Sorkin, Christopher Wilkinson, Stan Chervin
  • Buchvorlage: Michael Lewis
  • Darsteller: Brad Pitt, Jonah Hill, Philip Seymour Hoffman, Robin Wright, Chris Pratt, Stephen Bishop
  • FSK-Freigabe: ohne Altersbeschränkung (beantragt)
  • Kinostart: 2. Februar 2012

Quellen

Mathias Wagner, Christine Wagner

Mathias Wagner - Ich bin seit dem 23. April 2010 Mitglied von Suite101 und weiß inzwischen die Möglichkeiten zu schätzen, die mir dieses ...

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