
- Zwei Lachmöwen - Jetti Kuhlemann / Pixelio. de
Die Persönlichkeit der Lachmöwe
Die Lachmöwe, Larus ridibundus, gehört zur Ordnung der Wat- Alken- und Möwenvögel sowie zur Familie der Möwen. Als Standvogel erreicht sie eine Größe bis zu 40 Zentimeter. Sie hat etwa die Größe einer Türkentaube. Sie wiegt bis zu 300 Gramm. Ihre Flügelweite kann bis zu 110 Zentimeter betragen. In der Gefiederfärbung unterscheiden sich das Weibchen und das Männchen nicht. Allerdings ist das Männchen wesentlich größer als das Weibchen. Das Gefieder ist überwiegend weiß gefärbt. Der kurze abgerundete Schwanz wird beim Fliegen als Steuerruder benutzt und kann flächenartig ausgebreitet werden. Die Oberflügel sind hellgrau gefärbt. Sie sind lang und schmal und enden spitz zulaufend. Die Flügelspitzen weisen eine schwärzliche Färbung auf. Die Beine sind rötlich und der Schnabel tiefrot. Während des Sommers, zur Brutzeit, sind die Köpfe der Lachmöwen braun gefärbt. Jungvögeln fehlt diese typische Färbung. Die Beobachtung der Lachmöwen ist relativ einfach und kann das gesamt Jahr über erfolgen. Die Lachmöwe ist sehr anpassungsfähig und hat sich an die Nähe zum Menschen gewöhnt.
Das Verbreitungsgebiet der Lachmöwe
Die Lachmöwe ist weit verbreitet, in Europa bis nach Sibirien und Kamtschatka. Neuerdings brütet die Lachmöwe auch in Kanada und im Osten Nordamerikas. Diese Vögel leben vor allem im Küstenbereich, an Gezeitenmündungen und an Binnenseen. Aber auch an großen Flussläufen und in sumpfigen Wiesen und Mooren. Im Winter ziehen die nördlichen Populationen in den Süden. Die Europäischen Populationen überwintern meist im Binnenland oder in Südeuropa.
Fortpflanzung und Brutpflege der Lachmöwe
Lachmöwen sind Koloniebrüter in zum Teil sehr großen Kolonien, mit bis zu 10.000 Brutpaaren. Dadurch können sie leichter den Gefahren eines Nesträuber entgehen wirken. Sie bilden dichte Schwärme über den Nesträuber und versuchen den Eindringling mit ihren schrillen Rufen zur Umkehr zu bewegen. Mit zwei bis drei Jahren erreicht die Lachmöwe die Geschlechtsreife. Die Brutzeit beginnt im April. Das Nest besteht aus einer Anhäufung von Pflanzenteilen. Das Nest wird auf trockener Unterlage oder auch schwimmend gebaut. In der Mitte weist das Nest eine Kuhle auf. Das Lachmöwenweibchen legt gegen Ende April zwei bis drei olivbräunliche Eier. Oftmals sind diese mit schwärzlichen Punkten versehen und etwa 45 Millimeter lang. Die Brutdauer kann bis zu 25 Tage betragen. Die geschlüpften Jungvögel sind bräunlich gefärbt und geben ihnen eine gewisse Tarnung. Nach 35 Tagen sind die Jungen flügge und nach einer weiteren Woche bereits selbständig. In Gefangenschaft kann eine Lachmöwe 30 Jahre alt werden.
Die Nahrung der Lachmöwe
Lachmöwen haben ein sehr breites Nahrungsspektrum. Sie bevorzugen tierische, nehmen aber pflanzliche Kost zu sich. Hauptsächlich fressen sie Regenwürmer und Schnecken sowie weitere am Boden oder an der Wasseroberfläche lebende Insekten. Als sehr gute Flieger fangen Lachmöwen auch fliegende Insekten. Im Wasser jagen sie sogar kleinere Fische und Krebstiere. Auch Aas wird nicht verschmäht.
Quellen:
- Axel Gutsjahr - Vögel zu Gast im Garten – NGV
- Einhard Bezzel – Vögel - blv
- Pierandrea Brichetti Vögel in Garten, Park und freier Natur – Neuer Kaiser Verlag
- Faltblätter Atlas Verlag
- Hans-Heiner Bergmann – Die Biologie des Vogels -Aula
Nachweis der Bilder: Bild 1 © Jetti Kuhlemann / Pixelio.de * Bild 2 © Wollewe / Pixelio.de * Bild 3 © Karl-Heinz Liebisch / Pixelio.de * Bild 4 © Karl-Heinz Liebisch / Pixelio.de * Bild 5 © Karl-Heinz Liebisch / Pixelio.de
