In Mittelamerika – der Landbrücke, die Nord- und Südamerika verbindet – liegen insgesamt sieben Staaten mit vergleichsweise geringer Fläche und Bevölkerungsdichte. Es sind Guatemala, Belize, El Salvador, Honduras, Nicaragua, Costa Rica und Panama. Mexiko wird gewöhnlich nicht zu Mittelamerika gezählt.

Infos zu Panama, dem südlichsten Land Mittelamerikas

Die Reise im Süden der mittelamerikanischen Landbrücke beginnend, liegt die Republik Panama mit seiner Hauptstadt Panama-Stadt am Anfang. Das kleine Land mit 3,4 Millionen Einwohnern, von denen etwa 1,5 Millionen in der Hauptstadt leben, verbinden viele Menschen hauptsächlich mit Hüten und dem Panama-Kanal. Das präsidialdemokratisch regierte Land aber ist eines der wirtschaftlich am besten gestellten Staaten Zentralamerikas und auch immer mehr Reisende entdecken die abwechslungsreiche Landschaft für sich. Panama ist in neun Provinzen gegliedert. Es wird Spanisch als Amtssprache gesprochen, Englisch als Zweitsprache ist sehr verbreitet. Zusätzlich existieren im Land fünf autonome Verwaltungsgebiete von indigenen Volksgruppen, wo noch verschiedene indianische Sprachen lebendig sind.

Panama kann gut individuell bereist werden. Busse führen in alle Teile des Landes. Lediglich die südliche Provinz Darién sollten Reisende unbedingt meiden, wenn sie nicht auf Begegnungen mit bewaffneten Drogenschmugglern aus sind. Wichtige Reiseziele sind der Panama Kanal, die San Blas Islands, wo man Dörfer der indigenen Kuna besuchen kann und der karibische Inselarchipel Bocas del Toro.

Infos zu Costa Rica, dem beliebtesten Reiseziel in Mittelamerika

Die Republik Costa Rica mit der Hauptstadt San José liegt westlich von Panama und grenzt wie das Nachbarland an das karibische Meer und an den Pazifik. Amtssprache für die 4,5 Millionen Einwohner ist Spanisch. Staatsoberhaupt der Präsidialregierung ist seit 2006 der Friedensnobelpreisträger Oscar Arias Sánchez.

Costa Rica ist das touristisch am besten erschlossene Land Mittelamerikas und vor allem für Besucher aus den USA ein verhältnismäßig nahes Reiseziel. Mit seinen zahlreichen Stränden, Vulkanen und Regenwäldern ist die Landschaft äußerst abwechslungsreich. 26 mehr oder weniger gut zugängliche Nationalparks haben ein Forum für den Ökotourismus geöffnet. Gut ein Viertel der Fläche Costa Ricas steht unter Naturschutz.

Durch seinen verhältnismäßig guten wirtschaftichen Status wird es auch als die "Schweiz Mittelamerikas" bezeichnet.

Nicaragua, das größte Land Mittelamerikas

Im Norden grenzt die Republik Nicaragua an Costa Rica. In der Hauptstadt Managua leben 1,5 der etwa 5,5 Millionen Einwohner. Neben Spanisch wird in der Karibik das Creol, eine Form des Englisch, gesprochen, ebenso wie verschiedene indigene Sprachen. Nicaragua ist das größte Land Mittelamerikas.

Nach Haiti ist Nicaragua das zweitärmste Land Lateinamerikas. Fast 80% der Bevölkerung muss mit weniger als 2 US-Dollar am Tag auskommen (Stand 2008). Der Tourismus gehört zu den wachsenden Wirtschaftszweigen Nicaraguas. Kolonialstädte wie Granada ziehen ebenso wie die karibischen Corn Islands oder die verschiedenen Nationalparks immer mehr Besucher an. Kaum ein Land in Zentralamerika hat eine so hohe biologische Vielfalt wie Nicaragua.

Infos zum Staat Honduras - Mittelamerikas Tauchparadies

Die Republik Honduras ist etwa so groß wie England und das zweitgrößte Land Mittelamerikas. Etwa 7,6 Millionen Einwohner leben hier, davon etwa eine Million in der Hauptstadt Tegucigalpa. Spanisch ist Amtssprache.

Besucher werden vor allem von den alten Maya-Ruinen Copáns angezogen, aber auch von der wunderschönen Natur. Die Bay Islands gelten als eines der besten Tauchgebiete Mittelamerikas.

Porfirio Lobo Sosa von der Nationalen Partei (Partido Nacional) wurde bei den Wahlen vom 29. November 2010 zum Staatsoberhaupt gewählt. Sein Amt trat er am 27. Januar 2010 an.

Der vorherige Präsident José Manuel Zelaya war in einem Staatsputsch am 28. Juni 2009 außer Landes gebracht worden.

El Salvador, das kleinste Land Mittelamerikas

Nur etwa so groß wie Hessen ist die Republik El Salvador. 1,1 Millionen der 5,8 Millionen Einwohner leben in der Hauptstadt San Salvador. Auch wird als Amtssprache Spanisch gesprochen. Landschaftlich kann es mit den südlichen Nachbarn nicht ganz mithalten, doch wird es durch seine wilde Pazifikküste und die von Vulkanen dominierte Landschaft für Touristen interessant. Eher abschreckend ist die Kriminalitätsrate, die zu den höchsten weltweit gehört. Insgesamt ist die touristische Infrastruktur in El Salvador noch schwach entwickelt.

Guatemala, das Land der Maya

Während die südlichen Länder Mittelamerikas hauptsächlich durch Natur und Landschaft bestechen, ist Guatemala ein Land, wo die faszinierende Kultur der Maya sowohl in der heutigen Bevölkerung als auch in uralten Ruinen noch lebendig ist. Von den 14 Millionen Einwohnern sind 40% indigen, 22 Mayasprachen sind neben Spanisch die Landessprachen. In der Hauptstadt Guatemala-Stadt leben etwa 3,5 Millionen Menschen. Im Norden grenzt Guatemala an Mexiko.

Obwohl Guatemala eine der höchsten Kriminalitätsraten Lateinamerikas hat, zieht es viele Besucher in die Regenwälder und das Hochland. Die frühere Hauptstadt Antigua gilt nicht zu Unrecht als schönste Stadt Zentralamerikas, auch dem Zauber des Atitlán-Sees kann sich kaum jemand entziehen. Im Norden des Landes liegen die Maya-Ruinen von Tikal mitten im tropischen Regenwald.

Belize - Kreolische Kultur in Mittelamerika

Belize ist erst sein 1981 unabhängig. Mit einer Fläche von gut 22.966 km² ist es knapp größer als El Salvador. Es gehört zum britischen Commonwealth und Englisch ist offizielle Landessprache. Häufiger gesprochen wird jedoch Spanisch und auch verschiedene Mayasprachen sind noch lebendig. Die Hauptstadt Belmopan hat lediglich 8.000 Einwohner.

Dem Besucher bietet Belize Ruinen der Maya, türkisblaues Wasser in karibischen Buchten und eines der größten Riffe der Welt. Berühmt bei Tauchern ist vor allem das kreisförmige dunkelblaue Blue Hole.

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