Die Macarones von Paris

Kleine Reise durch die süßesten Geschäfte der Seine-Metropole

Einfach köstlich: Macarones aus St. Germain - Wilhelm Ruprecht Frieling
Einfach köstlich: Macarones aus St. Germain - Wilhelm Ruprecht Frieling
Sie gehören zu Paris wie der Eiffelturm, Moulin Rouge, Notre Dame und Père Lachaise: die köstlichen Makronenkekse "macarones".

Ohne einen Besuch bei einem der berühmten Patisseure von Paris sollte kein Reisender die französische Hauptstadt verlassen. Denn die zuckersüßen „Macarones“ stellen alles in den Schatten, was sich Leckermäuler erträumen.

Was sind „Macarones“?

Bei den berühmten französischen Macarones handelt es sich um schmale Rundkekse, die an der Außenseite kross, innen jedoch butterweich sind. Jeden Morgen werden sie in den „Laboren“ der Patisseure frisch hergestellt. Dabei versuchen sich die Zuckerbäcker wechselseitig mit ausgefallenen Geschmackskreationen zu übertreffen. Aktuell ist beispielsweise eine Komposition aus Feige und Dattel der große Hit.

Die besten Makronen gibt es in St. Germain

Optimal ist das Viertel St. Germain für einen Ausflug in die Welt der Süßigkeiten geeignet. Kaum 200 Meter von der gleichnamigen U-Bahnstation entfernt lädt das alt eingesessene Ladurée zum Besuch ein.

Hinter der unauffälligen minzgrünen Fassade verbirgt sich ein prunkvoller Salon de Thé aus dem 19. Jahrhundert. Vor Ort kann man zum Tee die hauchzarten Makronenkese verkosten und dabei die reich bemalte Decke des Geschäfts bewundern.

Man kann sich aber auch eine Kollektion des in seiner farbigen Vielfalt unvergleichlichen Gebäcks zusammenstellen und mitnehmen, um dann noch den nächsten und übernächsten Zuckerbäcker aufzusuchen.

Von Ladurée zu Pierre Hermé

Nur wenige Schritte vom Traditionspatisseur Ladurée entfernt lädt Pierre Hermé ein, seine filigranen Kunstwerke zu verkosten. Hermé zählt zu den jüngeren und innovativen Zuckerbäckern von St. Germain.

Hier gibt es neben hauchzarten Macarones in schrillen Farben und teils gewagten Geschmackskompositionen verschiedene Obsttörtchen und Küchlein, die teilweise rund um den Globus geschickt werden, so berühmt und begehrt sind sie. Angeboten werden auch Schokoladen und Konfitüren aus eigener Produktion.

Wer sich ob der Fülle oder mangels Sprachkenntnissen nicht entscheiden kann, ist mit einer Degustationsbox (12 verschiedene Macarones zu € 24,00) optimal bedient.

Schokoladen für Könige

Seit 200 Jahren gelten „Debauve & Gallais“ als Schokolieferanten des französischen Königshauses. Sulpice Debauve, Pharmazeut von König Ludwig XVI, eröffnete im Jahre 1800 mit seinem Neffen Antoine Gallais eine Schokoladenfabrik in der Nähe der Abtei Saint-Germain-des-Près. Aufgrund seines exzellenten Rufes wurde er bald zum dauerhaften Lieferanten von Ludwig XVIII, dann Charles X und Louis-Philippe.

Von Brillat-Savarin bis Balzac, von Proust bis Anatole France ist das Ladengeschäft der Treffpunkt begeisterter Schokoladenliebhaber. Und auch heute noch gibt sich in dem altehrwürdigen Geschäft in St. Germain eine wohlhabende und feinschmeckende Kundschaft die Klinke in die (behandschuhte) Hand.

Der französische Literaturnobelpreisträger Anatole France beschrieb den Laden in der Rue des Saints Pères anno1919 in seiner Erzählung „Le petit Pierre“: „die Bogenfenster mit ihrem gefächerten Oberlicht, das Innere des Ladens abgerundet wie ein kleiner Tempel, die halbkreisförmige Theke (...), die renommierten Fensterpfeiler, die sowohl Arcole und Lodi feiern konnten als auch die Kakaosahne und die Pralinésschokoladen“.

Wilhelm Ruprecht Frieling, © Wilhelm Ruprecht Frieling

Wilhelm Ruprecht Frieling - Wilhelm Ruprecht Frieling aka Prinz Rupi ist seit 40 Jahren als Autor und Verleger aktiv. Er veröffentlichte in deutschen und ...

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