Die Männerrechtsbewegung

Mehr Rechte für Männer - OCAL
Mehr Rechte für Männer - OCAL
Sie heißen Maskulisten, Maskulinisten oder einfach Männerrechtler. Feminismus und Frauenrechte sind politisch akzeptiert. Die Männerbewegung steht am Anfang

Den Feminismus und ihre Protagonistinnen kennt man in Deutschland und weltweit. Den wenigsten ist aber bekannt, dass es mittlerweile auch eine Männerbewegung gibt. Noch weniger verbindet man mit Männerrechten irgendwelche Gesichter oder Namen. Das mag daran liegen, dass diese Bewegung erst am Anfang steht oder vielleicht auch daran, dass es politisch nicht korrekt ist, sich über die Benachteiligung von Jungen und Männern in der Gesellschaft Gedanken zu machen.

Familienrecht als Ausgangspunkt

Für viele, die sich in der Männerbewegung engagieren, wird das Familienrecht Ausgangspunkt ihres Engagements sein. Nicht von ungefähr ist die Bundesrepublik mehrfach vom europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wegen der Benachteiligung von Vätern bei Kindern mit Partnerinnen, mit denen sie nicht verheiratet waren, verurteilt worden.

Daneben, zumindest nach dem subjektivem Empfinden vieler Männer, ist aus einem Kampf der Feministinnen gegen die Benachteiligung von Frauen, ein Einfordern und Durchsetzen von Privilegien für Frauen geworden. Viele haben den Eindruck, dass das Pendel seit einiger Zeit zu sehr zu Gunsten der Frauenförderung ausschlägt und eine Gegenbewegung erforderlich ist.

Männerrechtler - rechtsextrem?

Immer wieder wird den Männerrechtlern vorgeworfen, sie seien rechtsextrem, weil sie dem nationalsozialistischen Ideal der Frau als Mutter an Heim und Herd nachhängen. Die Männerbewegung ist aber weit aufgefächert und reicht von durchaus frauenfeindlichen und auch sexistischen Gruppierungen hin zu anderen, die sich ein gleichberechtigtes Zusammenleben der Geschlechter jenseits von Frauenquoten und spezieller Frauenförderung auf die Fahnen geschrieben haben.

Benachteiligung von Jungen

Es ist ein Verdienst der Männerrechtsbewegung, dass auch die Bildung und Förderung von Jungen in den Focus der Öffentlichkeit gerät. Es gibt nämlich durchaus Bereiche, in denen das männliche Geschlecht benachteiligt wird. Nur wird das häufig als individuelles Problem und nicht als strukturelles Problem gesehen. Etwas pauschal ausgedrückt: Brechen überwiegend Jungen die Schule ab, dann waren sie eben zu dumm dafür. Sind in einem Bereich, etwa bei der Technik, die Mädchen unterrepräsentiert, liegt das daran, dass sie diskriminiert werden und es werden besondere Förderprogramme aufgelegt.

Manndat und Agens

Zwei der größten deutschsprachigen Vereinigung zur Förderung der Männerrechte beziehungsweise eines gleichberechtigten Miteinander von Mann und Frau (ohne Frauenförderung) sind Manndat und Agens. Dort kann man weitere Informationen auch zu regionalen Gruppen finden. Viele Daten und Fakten zu Benachteiligung von Jungen und Männern werden auf Wikimannia gesammelt.

Maskulinismus - eine Gegenbewegung zum Feminismus?

Es fragt sich, ob es die Männerrechtsbewegung überhaupt ohne die Frauenrechtsbewegung geben würde oder hätte geben müssen. Vieles, etwa das Interpretieren von Statistiken, wird nun von der Männerseite vorgenommen, wie es zuvor als Argument von der Seite der Feministinnen herangezogen wurde. Beide Bewegungen haben das Problem, dass vorhandenen Unterschiede zwischen den Menschen, bei allgemein anerkannt gleichen Rechten, auf den Unterschied Mann und Frau zurückgeführt werden. Das Geschlecht sollte aber schlicht und ergreifend kein Differenzierungsmerkmal sein, denn Menschen sind sowohl Männer als auch Frauen.

Alexander Benra, Alexander Benra - privat

Alexander Benra - Alexander Benra, Jahrgang 1966, ist Jurist mit langjähriger Erfahrung in dem Fachgebiet Arbeitsrecht. Wichtiger Hinweis: Die ...

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