
- Rathaus in Templin - Harald Rossa
Die Märkische Eiszeitstraße ist ein 340 Kilometer langer touristischer Rundkurs durch den Nordosten des Landes Brandenburg. Hier haben die letzten Eiszeiten ganz besonders deutliche Spuren in der Landschaft hinterlassen. Sie formten die Hügelketten der Endmoränen und zahlreichen Seen. An der Route liegen Orte mit beachtlichen Sehenswürdigkeiten.
Der Verlauf der Märkischen Eiszeitstraße
Von Berlin aus bietet sich Bernau im Landkreis Barnim als Startpunkt an. Schon Bernau ist eine sehr geschichtsträchtige Stadt. Es gibt hier eine noch gut erhaltene mittelalterlichen Stadtmauer mit dem spätgotischen Steintor, 300 Jahre Fachwerkhäuser und die Marienkirche mit ihren Kunstschätzen. Durch den Bernauer Ortsteil Schönow geht es dann in den Naturpark Barnim.
Via Schönwalde und Basdorf führt die Tour nach Wandlitz. Weiter geht es via Klosterfelde mit dem Internationalen Artistenmuseum und Zerpenschleuse am Oder-Havel-Kanal nach Groß Schönebeck. Hier lohnt ein Besuch des Wildgeheges. Das Schorfheidemuseum im ehemalige Jagdschloss in Groß Schönebeck zeigt Ausstellungen zum Thema Jagd und stellt das Biosphärenreservat vor. In einer ausgebauten Scheune gibt es die Dauerausstellung „Jagd und Macht“ zur Jagdgeschichte der DDR. Weiter führt dann die Märkische Eiszeitstraße durch das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin über Eichhorst bis Joachimsthal u. a. am Werbellinsee entlang.
Dann geht es in die Uckermark und via Milmersdorf und Ahrensdorf führt die Märkische Eiszeitstraße nach Templin, wo Angela Merkel aufwuchs, mit seinem historischen Zentrum und der gut erhaltenen Stadtmauer. Die nächste Station ist die Flößerstadt Lychen. Dort wurde die Reißzwecke erfunden.
Via Hardenbeck geht es in das Landstädtchen Boitzenburg mit dem Schloss Boitzenburg. Über Gollmitz geht es dann in die Kreisstadt Prenzlau mit ihren historischen Kirchen und großen Teilen der Stadtmauer. Die Marienkirche in Prenzlau gehört zu den bedeutenden Bauwerken der Norddeutschen Backsteingotik.
Über Grünow, Schmölln, Penkun und Tantow geht es in das Städtchen Gartz an der Oder. Durch den Naturpark Unteres Odertal geht es nach Schwedt. Hier bietet sich ein Abstecher über die Oder in die polnische Woiwodschaft Westpommern an. Am anderen Ufer der Oder locken u. a. das „Tal der Liebe“ und das an historischen Bauten reiche Zentrum von Chojna.
Dann geht es über Passow nach Gramzow mit der Ruine der Klosterkirche und dem Eisenbahnmuseum. Über Ringenwalde geht es in das kleine Landstädtchen Greiffenberg mit seiner interessanten Burgruine. Via Schmiedeberg geht es in die Stadt Angermünde mit ihrem historischen Zentrum.
Durch den Erholungsort Parstein am Parsteiner See geht es nach Oderberg mit der Ruine der Festung Bärenkasten und dem Burgwall Albrechtsberg. Sehenswert ist das Binnenschifffahrtsmuseum mit Freiluftausstellung und Raddampfer.
Via Schiffmühle geht es in den Wintersportort und das Moorheilbad Bad Freienwalde, Hier lohnt ein Abstecher in das Oderbruch mit dem Freilichtmuseum in Alt Ranft. Weiter führt der Weg über Falkenberg nach Hohenfinow mit dem Schiffshebewerk.
Dann wird die Eberswalde, die Kreisstadt des Barnim, erreicht. Der Forstbotanische Garten lohnt einen Besuch. Eine Reihe von Industriedenkmalen ist im Stadtgebiet zu finden. Selten zu sehen sind die O-Busse. In Eberswalde, wo sie Strippenbusse genannt werden, fahren sie noch.
Ein weiterer Abstecher führt zum Kloster Chorin. Hier ist der Parkplatz direkt auf der Endmoräne angelegt. Über Spechthausen geht es dann in den Naturpark Barnim. Über Biesenthal wird Bernau, der Ausgangspunkt des Rundkurses, erreicht.
Literatur
- Hans Domnick, Werner Ebert und Gerd Lutze: Die Märkische Eiszeitstrasse: Das Barnimer Land, Uckermark und Märkisch-Oderland, 2. Auflage, Findling Verlag Neuenhagen 2003, ISBN 978-3-93360-322-7
Quellen
- Märkische Eiszeitstraße
- Städte und Gemeinden an der Märkischen Eiszeitstraße
