
- Die Nacht von Berlin - Gmeiner Verlag
Der Autor des historischen Romans "Die Nacht von Berlin" Herbert Beckmann hat bereits etliche Hörspiele und Geschichten für Erwachsene und Kinder sowie mehrere Sachbücher veröffentlicht. Sein erster historischer Roman mit dem Titel "Die indiskreten Briefe des Giacomo Casanova" wurde im Jahr 2010 für den Walter-Scott-Preis nominiert. "Die Nacht von Berlin" ist sein dritter Roman, der im Gmeiner Verlag erscheint. Seit dem 8. August 2011 ist der historische Roman in den Buchhandlungen erhältlich.
Das Metropol-Theater als Mord-Kulisse
Zu Anfang des 20. Jahrhunderts war das Berliner Metropol-Theater das bekannteste Varieté-Theater der Großstadt Berlin und gehörte zum Pflichtprogramm eines jeden Touristen. In dem historischen Roman "Die Nacht von Berlin" zeigt die Spur einer perversen Mordserie direkt ins Metropol-Theater. Dort läuft die beliebte Revue "Die Nacht von Berlin" und alle Mordopfer stellen die Figuren dieser Revue auf groteske Art und Weise nach.
Ein junger Ermittler geht seinen Weg
Im Herbst 1911 wird in Berlin eine junge Frau tot aus dem Wasser gezogen. Die Polizei vermutet einen Selbstmord und geht der Sache nicht weiter nach. Kurze Zeit später findet man die Familie des Juweliers Stoltze makaber drapiert in seinem Schaufenster. Ein potenzieller Mörder ist schnell gefunden, doch der junge Kommissar Edmund Engel glaubt nicht an die Schuld des Tatverdächtigen. Wenige Tage später wird eine Künstlerin aus dem Metropol-Theater tot auf einer Parkbank vorgefunden. Sie ist offensichtlich kostümiert worden. Engel ist sich jetzt sicher, dass ein Serienmörder für die Taten verantwortlich ist, aber seine Vorgesetzten wollen davon nichts wissen. Von höchster Polizeistelle verbietet man dem jungen Polizisten weitere Ermittlungen. Einzig der Nervenarzt Dr. Muesall glaubt dem Kommissar und bietet seine Hilfe an. Engel ermittelt jetzt auf eigene Faust weiter.
Ein Blick hinter die Kulissen
Der Autor Herbert Beckmann beschreibt in seinem historischen Roman "Die Nacht von Berlin" eindrucksvoll die Welt des Theaters und lässt den Leser einen Blick hinter die Kulissen der Glitzerwelt des Metropol-Theaters werfen. Eine ganz besondere Note erhält der Roman durch die Auftritte damals real existierender Personen. Der Leser lernt zum Beispiel die Sopranistin Fritzi Massary kennen, die als Sopranistin im Metropol-Theater auch im echten Leben auftrat. Auch der deutsche Schriftsteller und Arzt Alfred Doeblin kommt in diesem historischen Roman vor. Der Schreibstil des Autors ist für Nicht-Berliner allerdings etwas gewöhnungsbedürftig, da einzelne Passagen im Berliner Dialekt formuliert sind.
Fazit
Der historisch gelungene Kriminalroman "Die Nacht von Berlin" zeichnet ein lebhaftes Bild der Großstadt Berlin Anfang des 20. Jahrhunderts. Berlin-Kenner werden in diesem Buch viele beschriebene Sehenswürdigkeiten und Straßen wiedererkennen. Der Kriminalroman ist spannend angelegt und zeigt auch die düsteren Seiten einer pulsierenden Großstadt. Für Fans regionaler Krimis, die historisch eingefärbt sind, sehr empfehlenswert!
"Die Nacht von Berlin" von Herbert Beckmann, erschienen am 8. August 2011 im Gmeiner Verlag, Taschenbuch, 326 Seiten, 12,90 Euro, ISBN 978-383921215-8
Die Autorin bedankt sich beim Gmeiner Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Bildnachweis: copyright Gmeiner Verlag
