Die Nase von Sherlock Holmes schlägt alles andere in den Wind

Robert Downey Jr. - Guy Ritchie
Robert Downey Jr. - Guy Ritchie
Im neuen Sherlock-Holmes-Film steht das Hauptgeschehen für manchen weiblichen Zuschauer an zweiter Stelle. Der Grund dafür: Die Nase des Mannes ...

Wen in dem neuen Film über den berühmtesten Detektiven der britischen Literaturgeschichte nicht die Actionszenen am meisten interessieren, sitzt hier gerade richtig. So mancher weibliche Besucher hat sich nämlich vor dem Kinobesuch das Filmplakat angesehen. Und etwas entdeckt, was auch die Autorin dieses Artikels keinesfalls ignorieren durfte.

Die Nase von Robert Downey Jr. in "Sherlock Holmes. Spiel im Schatten" ist der rote Faden

Die freche Nase in den Wind gerichtet, dampfende Pfeife in den Mund geschoben und über beidem runde braune Kinderaugen, die Frauenherzen brechen und männliche Feinde auf die falsche Fährte treiben, reichen aus, um den weiblichen Zuschauer des Sherlock-Holmes-Films des Jahres 2011 zu absoluter Reglosigkeit im Kinosessel zu verdammen.

Nein? Sie haben Recht.

Es ist die Nase, und nichts anderes an Sherlock Holmes Körper, die die Gewalt dieses Mannes, wenn er Schienbeine zertrümmert und Wirbelsäulen auseinanderschlägt oder auf andere Weise einen Massenmörder und Waffenhändler in den Exitus prügeln, verzeihen lässt und selbst der toughsten Humanistin ein Seufzen des Entzückens entlockt. Dass Holmes die Bösewichte jagt und tötet der ausgleichenden Gerechtigkeit wegen, ist zweitrangig.

Nein. Einer mit so einer Nase darf sich alles! leisten.

Wie muss eine männliche Nase beschaffen sein, damit sie die Welt erobert?

Diese Nase hat das gewisse Etwas. Sie ist weder ein Macho-Zinken wie die von Bruce Willis noch hat sie etwas Rebellisches wie die von Johnny Depp, mit großen Löchern wie geblähte Nüstern, wenn der Pirat mal wieder gejagt wird oder gedopt ist. Und die von George Clooney ist einfach zu klassisch schön, ergo langweilig.

Nein, das Besondere hier ist die Stupsigkeit am Ende einer durchschnittlich männlich langen Nase. Sie verpasst ihm jenes freche Auftreten, vor dem Strichcode-Erkennungssysteme sich ehrfürchtig verneigen und Tresorverschlüsse Silikon-weich werden. Mit einer solchen Nase kommst du überall rein. Wäre die Nase kürzer, was bei einem eher femininen Nasenende leicht zu erwarten ist, würde die Welt über Mister Holmes herzhaft lachen und Robert Downey Jr. hätte die Rolle niemals gekriegt.

"Sherlock Holmes. Spiel im Schatten": Ein kurzer Blick aufs Filmgeschehen

Dass die Nase des Mannes … will frau gar nicht wissen, denn jede aufmerksame Zuschauerin weiß: Holmes trauert in diesem Film um … ja, leider, und das schon nach den ersten Filmminuten. Er wird einer dieser ehrgeizigen Berufsmänner, die Frischvermählte scheiden, wenn es der Sache, also dem Auftrag, dient. Selbst eine attraktive Sintizza kann ihm nichts „anhaben“.

So bleibt ihm nur, die schöne Nase in den Wind zu halten, um auf die sekundenaffine Eingebung zu warten, die ihn jeweils sämtliche Engpässe der Actionhandlungskette durchlaufen lässt. Und immer der menschlichen Sache wegen. Frieden auf Erden. Und immer mit britischem Understatement, will heißen: leiser Spott am laufenden Band, während Körperglieder grausam knacken und Wirbelsäulen mal wieder auseinanderbrechen.

Die wichtigste Frage der Sherlock-Holmes-Zuschauerin im Kinosessel

Da weiß frau doch, was frau für ein Hirn vor sich hat. Und die Frage nach dem … ist schnell vergessen?

Von wegen! Ganz im Gegenteil. Die nächste und gar wichtigste Frage, die sich jede angetane Zuschauerin stellt, lautet: Wenn ein Mann mit einer solchen Nase auf diese Weise sein Geld verdient, wie wird, egal wie das Teil da unten aussieht, erst der Sex mit Sherlock sein? Nimmt er sich denn Zeit für die Verhütung? Liebt er es in Handschellen vor geöffneter Zugtür (und -luft)? Oder gar: Hat er noch Sex, während du schon tot bist?

"Die Nase des Mannes ist sein Johannes", ist das denn wahr?

Sie lassen ja doch nicht locker. Zu besagtem Spruch um den Johannes des Mannes gibt es verschiedene Theorien. Forscher aus den USA fanden heraus, dass ein Blick auf die Füße der Frau einen diesbezüglichen Hinweis gibt. Nein, nicht der Plattfuß ist entscheidend für die Beschaffenheit des besten Stückes, sondern die Fußgröße. Hingegen gibt es aus dem asiatischen Raum, genau geschrieben, aus Korea, die ebenfalls von Forschern verbreitete These, dass die Größe der ersten drei Finger Eindeutiges verraten. Eigene Feldforschungen der Autorin bestätigen Letzteres.

Asta Hemmerlein, Foto: privat

Asta Hemmerlein - Studium der Politikwissenschaft in Freiburg im Breisgau, Madrid und Berlin. Praktika bei Simon Wiesenthal in Wien, am Zentrum für ...

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