Im Anschluss an die Olympischen Spiele finden vom 6. bis 17. September 2008 in Peking die Weltspiele der Behindertensportler „Paralympics“ statt. Innerhalb nur weniger Jahrzehnte ist als Folge der Zusammenarbeit des Internationalen Olympischen Komitee IOC mit dem Internationalen Paralympischen Komitee IPC aus einem eher familiären Treffen behinderter Sportler eine Veranstaltung gigantischen Ausmaße in olympischer Umgebung geworden. Dieses bedeutendste Ereignis des internationalen Behindertensports wird seit den Spielen in Sydney 2000 von ARD und ZDF übertragen. Waren es vor acht Jahren noch gerade einmal vierzehn Stunden in längeren täglichen Zusammenfassungen am Nachmittag, soll in diesem September rund hundert Stunden berichtet werden. China bietet ein reichhaltiges Angebot von Direktsendungen von verschiedenen Sportarten.
100 Stunden aus Peking
Darauf greifen die Öffentlich-Rechtlichen Fernsehanstalten zurück. Außer im Hauptprogramm sind längere Sendungen in den digitalen Kanälen ZDFinfo und EinsFestival vorgesehen. Das ERSTE und das ZDF berichten im täglichen Wechsel. Hinzu kommen tägliche Sendungen auf EinsFestival und ZDFInfo. Vor Ort sind rund 4 000 behinderte Sportler aus 125 Nationen. Eine der größten Mannschaften kommt mit 170 Aktiven aus Deutschland. Es gibt 472 Wettbewerbe – davon 160 in der Leichtathletik und 114 im Schwimmen. Die Sender sind bestrebt, von allen Entscheidungen, an denen Deutsche beteiligt sind, unmittelbar zu berichten.
Die Sendungen laufen im ERSTEN ab 13 Uhr, um 18.55 Uhr gibt es eine Zusammenfassung. Kommentiert werden diese im ERSTEN von Andreas Käckell, während die ab 7 Uhr laufenden Übertragungen auf EinsFestival nur Bilder ohne Kommentar zeigen. Die Federführung hat der Norddeutsche Rundfunk.
Die Sendungen des ZDF kommentiert Jana Thiel. Sie wird von Matthias Berg und Stefan Bier unterstützt. Hier wird zwischen 12 und 15 Uhr berichtet, und von 17.40 Uhr bis 18 Uhr gibt es eine Zusammenfassung. ZDFinfo sendet ab 8 Uhr gleichfalls ohne Kommentar.
Rundfunkberichte
Der Rundfunk der ARD übernimmt insbesondere auf den hörerstarken Welle nie NDR 2, WDR 2, Bayern 3 SWR 3 und MDR Jump die Berichte aus. Peking. Erwartet wird eine Reichweite bis zu 30 Millionen Hörer. Außerdem berichtet die ARD über das Internet über das Geschehen vor Ort.
Die Technik wird von beiden Sendern gemeinsam genutzt. Die Eröffnungsfeier am 6. September ist im ZDF, die Schlussfeier am 17. September 2008 in der ARD zu sehen. Beide Anstalten werden rund 150 Mitarbeiter nach Peking entsenden. Wegen des Zeitunterschieds werden die fast rund um die Uhr arbeiten müssen. Die Gestaltung der Sendungen soll sich nur durch das andere Logo von der von den Olympischen Spielen unterscheiden.
Über den Sport hinaus wollen die Fernsehsender „unzensiert und kritisch“ über die aktuellen Geschehnisse in China berichten.
