Die passende Immobilie finden

Wohnungen und Häuser im Internet und in der Presse

Geldwerte Tipps, im riesigen Immobilienangebot das passende Objekt zu finden. Und was es beim Kauf oder der Anmietung von Häusern und Wohnungen zu beachten gilt.

Wenn man mit Maklern spricht, kann man oft hören, die Leute wüssten nicht, was sie wollen. Sich vorher klar zu werden, was man wirklich will, hilft beim Finden der passenden Immobilie. Denn der Immobilienmarkt in Deutschland ist riesig und für Laien unüberschaubar. Doch es gibt einige nützliche Tipps, wie man vorgehen sollte, damit die Wunschimmobilie, die ins Budget passt, in dem großen Angebot entdeckt wird.

Welche Immobilie soll wo gesucht werden?

Zunächst ist die Grobeinteilung wichtig: Will man eine Wohnung oder ein Haus kaufen oder mieten? Welche Orte kommen in Frage? Wenn man das weiß, kann man schon mal in den großen Immobilien-Portalen im Internet, also bei Immoscout 24, bei Immonet oder bei Immowelt checken, was da so angeboten wird. Je größer eine Stadt ist, desto umfangreicher ist in der Regel das Immobilienangebot und in diesen Fällen ist es auf jeden Fall erforderlich, die Suche einzugrenzen. Also beispielsweise nach der Größe der Fläche, nach den Kosten oder der Anzahl der Zimmer. Bei den Millionenstädten kann auch nur die Bezirke mit einem Häkchen versehen, die in Frage kommen.

In den Internet-Portalen findet man größtenteils Angebote von Maklern, die provisionspflichtig und wenige Angebote von Bauträgern oder Privatleuten, die provisionsfrei sind. Die Immobilienmakler geben in der Regel und wenn sie keinen Alleinauftrag haben, die Anschrift des Objektes nicht an. Sie begründen das oft damit, dass der Vermieter oder Verkäufer nicht öffentlich in Erscheinung treten will, dahinter steckt jedoch auch die Befürchtung, die Provision zu verlieren, weil der Mieter oder Käufer sich sonst direkt an den Besitzer der Immobilie wenden könnte. Wenn man den Makler anruft, um mehr zu erfahren, muss man meistens seine eigene Adresse angeben und er schickt dann Unterlagen, die manchmal umfangreicher sind als das, was ohnehin im Internet sichtbar ist. Wie auch immer, die Internet-Angebote sind in der Regel bebildert und man kann Karten aufrufen und in immer mehr Fällen die Gegend aus der Vogelperspektive betrachten, während Kleinanzeigen in der Zeitung nur wenig Text und eine Telefonnummer bieten. Dennoch ist der Immobilienteil in den überregionalen Zeitungen wie SZ, FAZ, Welt, WAZ interessant, weil die Anbieter damit einen größeren Kreis potenzieller Käufer ansprechen als in den Lokalblättern.

Wie bewertet man Immobilien-Angebote?

Die meisten Leute wollen ruhig und sonnig wohnen sowie trotzdem fußläufig zu Einkaufsquellen. Diese guten bis sehr guten Lagen sind folglich am teuersten und seltensten. Die Makler kennen diese Kriterien natürlich und man kann davon ausgehen, wenn sie diese Adjektive nicht verwenden, dann werden diese wichtigen Punkte auch nicht vorhanden sein. Die Lage des Grundstücks ist in jedem Fall immer bei der Bewertung einer Immobilie der wichtigste Faktor. Ein als traumhaft bezeichnetes Haus oder die traumhafte Wohnung müssen noch lange nicht in dieser hervorragenden Lage sein, denn sonst würde das dort mit Sicherheit im Text stehen. Man kann also schon anhand der Beschreibung erkennen, ohne dass es extra erwähnt wurde, ob Verkehrslärm wahrscheinlich zu hören ist oder nicht.

Wie der Zustand des Hauses oder der Wohnung ist, lässt sich aufgrund von Bildern nicht wirklich erkennen, auch nicht wie der Ausblick ist. Wenn jemand sein Haus oder seine Wohnung verkaufen oder vermieten will, dann sollte er beides möglichst in renoviertem Zustand anbieten. Das ist für den Mieter oder Käufer besser, weil Renovierungskosten oft schwer zu kalkulieren sind, gerade bei älteren Objekten. Inzwischen müssen zwar Energiepässe vorliegen, aber zumindest beim Kauf von Immobilien empfiehlt sich die Beauftragung eines vereidigten Bausachverständigen mit einem Gutachten. Die Kosten dafür sind im Vergleich zur Kaufsumme minimal und lohnen sich oft, zumal der Gutachter auch Hinweise auf kleinere Mängel geben kann, die leicht zu beseitigen sind.

Weder der Mietpreis, noch der Kaufpreis stehen bei Immobilien fest, sondern sind Verhandlungssache. Ist das Objekt schon länger am Markt, sind Vermieter, Verkäufer und Makler eher bereit, Nachlässe zu gewähren als wenn es gerade erst angeboten wird und die Nachfrage noch nicht eingeschätzt werden kann. Deshalb lohnt sich die Marktbeobachtung über mindestens einige Monate, es sei denn, man hat sein absolutes Traumobjekt gefunden und will es sich nicht von anderen wegschnappen lassen. Dann ist schnelles und zugleich überlegtes Handeln geboten, gerade beim Kauf, wo es um weit höhere Summen als bei der Anmietung geht und oft erst die Finanzierung stehen muss. Was eine Überprüfung des Objektes durch die Bank zur Folge hat und einige Zeit in Anspruch nehmen kann.

Joachim Kath, Joachim Kath

Joachim Kath - Neben meinem Brotberuf als Strategy Consultant habe ich als freier Journalist und Buchautor gearbeitet. Ein Dutzend meiner Sachbücher ...

rss