
- Office-Assistent Karl Klammer - Sabrina Sann
Kennen Sie ihn? Den Office-Assistenten von Microsoft? Schreiben Sie mal einen Brief! Einfach Word öffnen und loslegen „Sehr geehrter Herr xy“, Zeilenumbruch – und schwupps – schon taucht er auf Ihrem Bildschirm auf: Karl Klammer! Mit extravagantem Charme wird die blinzelnde Büroklammer sich umgehend in Ihr Vorhaben einmischen, etwa mit: „Anscheinend möchten Sie einen Brief schreiben. Brauchen Sie Hilfe? Ihre Optionen:
- Hilfe zur Erstellung eines Briefes anfordern.
- Brief ohne Hilfe erstellen.
Klugscheißer! Schon eine Frechheit, wenn man bedenkt, dass Sie als Fachmann am Werk sind.
Aber Herr Klammer meint es nur gut. Und wenn man ihn eine Weile beobachtet, wie er sich am Kopf kratzt, während er darauf wartet, ob Sie Fragen haben oder wie er die Augenbrauen aufmerksam hochzieht, sobald Sie nur ansatzweise auf ihn zukommen: Man kann ihm doch nicht wirklich böse sein.
Im Übrigen arbeitet er unentgeltlich! Ohne neidischen Blick auf die übertriebenen Manager-Gehälter. Rund um die Uhr! Ohne jemals krank zu sein oder einen Urlaubsantrag zu stellen!
Liest man sich die Forendiskussionen um den Office-Assistenten durch, stellt man schnell fest: Seine zuverlässige und hilfsbereite Art wird nicht ausreichend wertgeschätzt. „Ausschalten“ wollen sie „den nervigen Clippy“, „durch nackte Frauen ersetzen“ und „dauerhaft beseitigen“. Und das, obwohl das Geschrei nach besserem Kündigungsschutz im Allgemeinen größer ist als je zuvor.
Karl Klammer: Ein Recht auf Urlaub
Statt über die Entlassung von Karl Klammer nachzudenken, sollte man in Zeiten sprießender Work-Life-Balance-Konzepte lieber darüber nachdenken, dem Office-Assistenten angemessene Urlaubszeiten zuzugestehen. Vertretungskollegen gibt es ja genug! Mit rechtem Mouseclick kommen Sie direkt zum Personal-Pool von Microsoft Office und können sich dort einen „Assistenten auswählen“, zum Beispiel „den Professor“: Sein Geist arbeitet mit Lichtgeschwindigkeit und er kann bei der Arbeit in der elektronischen Sphäre behilflich sein, so sein Profil. Oder „Mutter Natur“, die Sie mit Weisheit aus Jahrhunderten bei der Erfüllung Ihrer Aufgaben unterstützen will.
Personal-Pool der Office-Assistenten
Neben Mutter Natur und dem Professor gibt es natürlich noch zahlreiche andere Assistenten-Profile; für jeden Chef den richtigen Office-Assistenten: „Minki“, die Office-Katze, schleicht auf Samtpfoten über Ihren Bildschirm, während „Rocky“ speziell zum Office-Hund ausgebildet ist. Der „Hüpfer“ ist in seinem Einsatz besonders flexibel und „F1“, der erste Office-Roboter der 300M-Serie „in ständigem Bereitschaftsmodus“, „auf Office optimiert“ und „auf Service programmiert“. Suchen Sie sich einen aus – und schicken Sie Klammer mal in Urlaub. Ihre Briefgestaltung ist gesichert.
Und nicht vergessen: Betriebsfeiern fördern das Arbeitsklima
Wenn Sie am Jahresende Ihre weihnachtliche Betriebs(system)feier ausrichten: Denken Sie daran, die Office Assistenten einzuladen! Ein gutes Arbeitsklima ist unbezahlbar.
