Die Prater Hauptallee in Wien

Ein Erholungsgebiet für Wiener und Touristen

Ententeich - Jürgen Heimlich
Ententeich - Jürgen Heimlich
Wien hat mehr zu bieten als Kaiserschmarren und Lipizzaner. Die Prater Hauptallee bietet Erholung, Sport und Spiel.

Nicht wenige Menschen haben noch die alte Sichtweise auf Wien. Die ehemalige Kaiserstadt mit den zahlreichen Attraktionen, die besichtigt werden müssen: Stephansdom, Belvedere, die Ehrengräber am Zentralfriedhof, Museen und die hübschen alten Häuser. Da ist aber noch etwas, das ein Anziehungspunkt sein könnte und eher selten frequentiert wird: Die Prater Hauptallee.

Das Riesenrad ist für Touristen eine beliebte Aussichtsplattform, die sich noch dazu dreht. Vom romantischen Aspekt her gesehen zweifellos dem Donauturm eher vorzuziehen, dessen Restaurant einen Rundumblick garantiert. Besonders schön ist die Aussicht auf Wien vom Kahlenberg aus. Doch nur wenige Meter vom Riesenrad entfernt verläuft die Prater Hauptallee, welche Aufmerksamkeit absolut verdient.

Vom Praterstern zur Hauptallee ist es ein Katzensprung

Ausgehend vom Praterstern, der bequem mit mehreren U-Bahn-Linien erreicht werden kann, ist die Hauptallee nur einen Katzensprung Fußweges entfernt. Wer nicht gleich direkt die Hauptallee betreten will, sondern zunächst ein klein bisschen Flair des Praters aufnehmen mag, kann den wie eine altertümliche Filmkulisse wirkenden „Riesenradplatz“ in Augenschein nehmen. So früh wie möglich in einen Weg nach rechts auszuscheren und damit den zahlreichen Vergnügungsbetrieben zu entgehen, ist dem Erholungsuchenden zu empfehlen.

Republik Kugelmugel, Liliputbahn, Lauftraining und Müßiggang

Auf der linken Seite der Hauptallee ist in unmittelbarer Nähe des Riesenrades das berühmte „Kugelmugel“ situiert. Der kugelförmige Koloss ist Bestandteil der Republik Kugelmugel und leider nicht zu betreten. Eine Station der Liliputbahn ist von hier nur einen Steinwurf entfernt.

Links und rechts gibt es wohlbekannte Pfade, die von Läufern, Nordic-Walkern und Müßiggängern bevorzugt benutzt werden. Dazwischen verläuft eine asphaltierte Straße, auf der Radfahrer unterwegs sind. Zum Lauftraining ist diese Straße ebenso geeignet. Für Fußgänger und insbesondere für Müßiggänger ist dieser Teil der Allee Gift. Der wahre Genuss des Müßiggangs wird jenen Menschen zuteil, welche die äußeren Pfade beschreiten.

Zirkuswiese und Ententeich

Vier Kilometer können bis zum Lusthaus gegangen werden. Die geradlinige Strecke ist Touristen weniger zu empfehlen. Zudem bieten saftige Wiesen insbesondere im Sommer die Möglichkeit den Alltag zu vergessen und auf dem Gras liegend die Atmosphäre festzuhalten. Auf der Zirkuswiese kann dem Fußballspiel oder dem Frisbeespiel gefrönt werden. Sie ist unmöglich zu übersehen und erstreckt sich auf der rechten Seite wenige Meter nach einer BMX-Bahn.

Unmittelbar an die Zirkuswiese schließt sich ein Teich an, der leicht übersehen werden kann. Dort tummeln sich Enten und gerne auch Schwäne. Es konnten sogar schon Schildkröten gesichtet werden. Einige entlang des Teiches platzierte Holzbänke ermöglichen es hier zu rasten und vielleicht ein gutes Buch zu lesen. Die stille Betrachtung der Enten und Schwäne mag der inneren Einkehr dienlich sein.

Die Jesuitenwiese bietet Spiel, Spaß, Geselligkeit und Sonnenbäder

Es ist über die gesamte Länge von vier Kilometern möglich nach links und rechts auszuscheren und weniger betretene Wege als Orte des Müßigganges zu wählen. Für Kinder finden sich einige Spielplätze, einige Hydranten dienen dazu den möglichen Durst von Vorbeischlendernden, Radfahrern oder Läufern zu stillen.

Die Jesuitenwiese liegt etwas versteckt am äußeren Rand der Hauptallee. Spiel und Spaß sind dort garantiert. Fußball wird allerorts gespielt und Sonnenbäder mögen unter Beachtung von Sonnenschutzmaßnahmen genossen werden. Einmal im Jahr findet hier das Volksstimmefest statt, mehrmals jährlich gibt es kleinere Feste und noch häufiger Familienzusammenkünfte.

Ein längerer Aufenthalt ist zu empfehlen

Bis zum Lusthaus erstreckt sich die Hauptallee. Die Prater Hauptallee ist all jenen Touristen und Erholungsuchenden zu empfehlen, die das Gehen unter herrlichen Bäumen lieben und überhaupt der Natur Tribut zollen. Einige Gaststätten vermögen es für das leibliche Wohl zu sorgen, sodass der Spaziergänger bei längerem Aufenthalt auch eine Mahlzeit oder Zwischenmahlzeit einnehmen kann.

Jürgen Heimlich, Jürgen Heimlich

Jürgen Heimlich - Geboren im Zeichen des Wassermanns im Jahre 1971. Schon in der Volksschule Niederschrift eines kleinen Erzählbandes („Das ...

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