
- Goldene Palme von Cannes - Filmfestival Cannes
Am 13. Mai 2009 beginnen die diesjährigen Filmfestspiele von Cannes. In den letzten Jahren hat die Jury sich bei der Vergabe der Preise nicht immer für die populärsten Beiträge entschieden und war sich auch oft nicht einig.
Die Gewinner der Goldenen Palme – Von „Der dritte Mann“ zu „Die Klasse“
Mit der Goldenen Palme – oder auch Palme d’Or – wird der beste Spielfilm im offiziellen Wettbewerb ausgezeichnet. Damit ist sie der wichtigste Preis des Festivals. In der Geschichte des Festivals wurden schon Filme wie „Der dritte Mann“ (1949), „La dolce vita – Das süße Leben“ (1960), „MASH“ (1970), „Taxi Driver“ (1976), „Apocalypse Now“ und „Die Blechtrommel (beide 1979), „Wild at Heart“ (1990) sowie „Pulp Fiction“ (1994) ausgezeichnet. Zu den Gewinnern der letzten Jahre gehörten: „Dancer in the Dark“ (2000), „Der Pianist“ (2002), „Fahrenheit 9/11“ (2004), „The Wind That Shakes the Barley“ (2006), „4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage“ (2007) und „Die Klasse“ (2008).
Der Große Preis der Jury – Von Romers „Marquise von O.“ bis zu Garrones „Gomorrha“
Mit dem Großen Preis der Jury (Grand Prix du Jury) werden die innovativsten Filme des Wettbewerbs ausgezeichnet. Der Preis wurde erstmals 1959 vergeben und bislang wurden italienische Regisseure mit acht Preisen am häufigsten ausgezeichnet. In dieser Kategorie konnte sich die Jury etliche Male nicht auf einen Preisträger einigen und vergab den Großen Preis daher mehrfach. Zu einem Skandal kam es 1995, als der Grieche Theo Angelopoulos den Preis enttäuscht entgegen nahm und nahezu wortlos die Bühne verließ. Er hatte mit der Goldenen Palme gerechnet, musste aber hier Emir Kusturica mit seinem Film „Underground“ den Vortritt lassen.
Zu den Preisträger der letzten Jahre gehören „Die Marquise von O.“ (1976), „Monty Python’s Der Sinn des Lebens“ (1983), „Cinema Paradiso“ (1989), „In weiter Ferne, so nah“ (1993), „Das Leben ist schön“ (1998), „Die Klavierspielerin“ (2001), „Der Mann ohne Vergangenheit“ (2002), „Broken Flowers“ (2005) und „Gomorrha – Reise in das Reich der Camorra“ (2008).
Der Preis für die beste Darstellerin – Von Isabelle Huppert zu Sandra Corveloni
Seit der Premiere des Festivals im Jahr 1946 wird von der Jury ebenfalls der Preis für die beste Darstellerin vergeben. Bislang waren us-amerikanischen Schauspielerinnen am erfolgreichsten. Über zwei Preise konnten sich Vanessa Redgrave (1966 und 1969), Helen Mirren (1984 und 1995), Isabelle Huppert (1978 und 2001) und Barbara Hershey (1987 und 1988) freuen. In den Jahren 1955 und 2006 wurde sogar das gesamte weibliche Ensemble der Filme „Eine große Familie“ beziehungsweise „Volver“ geehrt. Damit ist auch Penélope Cruz unter den Gewinnerinnen.
Zu den Preisträgerinnen gehören außerdem Sophia Loren (1961), Katharine Hepburn (1962), Sally Field (1979), Isabelle Adjani (1981), Hanna Schygully (1983), Cher (1985), Meryl Streep (1989), Holly Hunter (1995), Björk (2000) und Sandra Corveloni (2008).
Der beste Darsteller – Von Jack Nicholson bis Benicio del Toro
Ebenfalls seit 1946 wird der Preis für den besten Darsteller eines Films vergeben. Auch hier führen die us-amerikanischen Schauspieler mit 20 Preisen die Liste an. Zweimal freuten sich Dean Stockwell (1959 und 1962), Jack Lemmon (1979 und 1982) sowie Marcello Mastroianni (1970 und 1987). Auch bei den Schauspielern konnte sich die Jury nicht immer auf einen Gewinner einigen und zeichnete 1955 und 2006 das männliche Ensemble der Filme „Eine große Familie“ und „Tage des Ruhms“ aus.
Zu den Preisträgern gehören außerdem Marlon Brando (1952), Paul Newman (1958), Anthony Perkins (1961), Jack Nicholson (1974), Michel Piccoli (1980), William Hurt (1985), Forest Whitaker (1988), Gérad Depardieu (1990), Sean Penn (1997), Benoît Magimel (2001) und Benicio del Toro (2008).
Preis für die beste Regie – Von Werner Herzog zu Nuri Bilge Ceylan
Auch der Preis für die beste Regie wird von der Jury seit der Premiere des Filmfestivals vergeben. Über diese Urkunde konnte sich der Amerikaner Joel Cohen bereits dreimal (1991, 1996 und 2001) freuen. Zweimal gewannen René Clément (1946 und 1949), Robert Bresson (1957 und 1983), Sergei Jutkewitsch (1956 und 1966) sowie John Boorman (1970 und 1998).
Zu den Preisträgern gehören weiterhin Luis Bunuel (1951), Ingmar Bergman (1958), François Truffaut (1959), Werner Herzog (1982), Martin Scorsese (1986), Wim Wenders (1987), Emir Kusturica (1989), Joel Coen (1991), Robert Altman (1992), Mike Leigh (1993), Pedro Alomodóvar (1999), David Lynch (2001), Paul Thomas Anderson (2002), Gus von Sant (2003), Alejandro González Inárritu (2006), Julian Schnabel (2007) und Nuri Bilge Ceylan (2008).
Spannung bis zum Schluss - Die Gewinner 2009
Auch in diesem Jahr sind bei den Filmfestspielen in Cannes wieder viele berühmte Filmemacher und Schauspieler vertreten. Deshalb wird es bis zur Vergabe der Goldenen Palme am 24. Mai 2009 spannend bleiben, wer sich in die Liste der Preisträger eintragen darf.
