Saftige grüne Wiesen vor einem herrlichen Bergpanorama: Dass in dieser oberbayerischen Idylle jede Woche ein Mord geschieht, kann man sich kaum vorstellen. Es ist aber eine Tatsache, dass die Kriminalhauptkommissare Korbinian Hofer (Joseph Hannesschläger) und Christian Lind (Tom Mikulla) regelmäßig am Dienstag in Rosenheim zum Einsatz kommen.
Bayerische Gemütlichkeit
Die Serie „Die Rosenheim-Cops“ vermittelt bayerische Gemütlichkeit, denn wirklich furchterregend wird es nicht. Es geschieht zwar am Anfang jeder Folge ein Mord, der in 45 Minuten aufgeklärt werden muss, doch die herrliche Landschaft und die teilweise humorvollen Alltagsprobleme der Kommissare und ihres Teams lassen meist vergessen, dass es um einen Mordfall geht.
Seit der fünften Staffel, in der es einige Änderungen in der Stammbesetzung gab, spielen folgende Personen eine mehr oder weniger wichtige Rolle bei der Ermittlung der Mordfälle. Hauptfigur ist der schwergewichtige Korbinian Hofer, der neben seiner Arbeit als Kriminalhauptkommissar mit seiner Schwester Marie (Karin Thaler) einen Bauernhof in der Nähe von Rosenheim bewirtschaftet. Er verkörpert den Typen „gemütlicher Urbayer“, während sein Kollege Christian Lind, der ursprünglich aus Göttingen kommt, das Klischee des „Preußen“ bedient.
Das Team im Polizeipräsidium
Unterstützt werden die beiden von dem hochmotivierten, aber etwas trottelig wirkenden Polizeiobermeister Michael Mohr (Max Müller), der in der Regel die unangenehmen Ermittlungsarbeiten übernimmt. Außerdem versteht er sich ziemlich gut mit der Sekretärin Miriam Stöckl (Marisa Burger), die lieber telefoniert, Zeitung liest oder den neuesten Tratsch verbreitet als zu arbeiten. Eine wichtige Rolle spielt noch die attraktive Gerichtsmedizinerin Dr. Ursula Kern (Maren Schumacher). Sie stellt den Todeszeitpunkt und die Todesursache fest und liefert damit entscheidende Informationen für die Ermittlung. Daneben gibt es zwei weitere Personen im Präsidium, deren Auftritte meist Ärger ankündigen: den Polizeidirektor Gert Achtziger (Alexander Duda) und die Controllerin Patrizia Ortmann (Diana Staehly).
Kommissar beim Kühemelken
Die einzige Person, die zur Stammbesetzung gehört, aber nicht im Präsidium arbeitet, ist Korbinians Schwester Marie Hofer. Als Mitglied des Gemeinderats kommt sie jedoch häufig mit Korbinians Vorgesetzten in Kontakt. Ein häufiger Streitpunkt zwischen den Geschwistern ist die Hofarbeit, für die beide aufgrund ihrer beruflichen Verpflichtungen eigentlich keine Zeit haben. So wurde Korbinian von Polizeidirektor Achtziger schon beim Kühemelken erwischt, wenn er sich eigentlich um einen Mordfall kümmern sollte.
Neben dem Polizeipräsidium, das in Wirklichkeit das Rosenheimer Rathaus ist, ist noch ein weiteres Gebäude recht häufig in der Serie zu sehen: das Bistro „Times Square“. Hier treffen sich die Arbeitskollegen häufig nach Feierabend, gelegentlich muss der Wirt „Jo“ Caspar (Christian K. Schaeffer) auch zur Aufklärung eines Falles beitragen.
"Weekly" seit 2007
Weil die Serie seit ihrem Start im Januar 2002 konstant hohe Einschaltquoten hat, wurde sie mit Beginn der siebten Staffel im Herbst 2007 zu einer sogenannten „Weekly“ befördert. Das bedeutet, dass jede Woche eine neue Folge ausgestrahlt wird, der Zuschauer muss sich also zwischen den Staffeln nicht mehr über Wiederholungen ärgern. „Die Rosenheim-Cops“ ist die erste Serie, die das ZDF aufgrund ihres Erfolges zu einer „Weekly“ gemacht hat.
Zwei weitere Kommissare als Vertretung
Da nun im Raum Rosenheim, München und im Chiemgau ständig neue Folgen gedreht werden müssen, hat man sich zur Entlastung der beiden Hauptdarsteller etwas einfallen lassen. Die Hauptkommissare Hofer und Lind werden einfach abwechselnd für einige Zeit auf Fortbildung oder Urlaub geschickt und von anderen Ermittlern ersetzt. Den Platz von Korbinian Hofer nahm in der siebten Staffel für einige Folgen Kriminalhauptkommissar Florian Prantl (Andreas Giebl) aus Straubing ein, die Vertretung für Christian Lind übernahm Kriminalkommissar Thorsten Voß (Robert Lohr) aus Bielefeld.
Nicht nur das ZDF, sondern auch Rosenheim kann sich über die erfolgreiche Serie freuen, da sie viele Touristen in die Stadt bringt. Inzwischen gibt es sogar Stadtführungen, bei denen Fans auf den Spuren der Rosenheim-Cops wandeln können.
