
- Strandabschnitt unterhalb der Sansibar - Barbara Kunick-Wünsche
Wer nach Sylt kommt, möchte es wenigstens einmal gesehen haben – die legendäre Sansibar, Tummelplatz der Reichen und Schönen oder auch derjenigen, die sich dafür halten, aber ebenso der der Durchschnittsbürger, die den unvergleichlichen Flair auch genießen möchten.
Herbert Seckler – Gastronom und Unternehmer
Die Sansibar unterscheidet sich äußerlich nicht von anderen einfachen Strandbuden und trotzdem gehört sie zu den In-Treffpunkten auf Sylt überhaupt. Das Geheimnis des großen Erfolges des Gastronomiebetriebes ist wohl in der Person Herbert Seckler zu finden. Der gelernte Koch, der mit 22 Jahren nach Sylt kam, unter anderem einen Campingplatz pachtete und auf Butterschiffen jobbte, hat mit der Sansibar nicht nur einen exklusiven Treffpunkt für die High Society geschaffen, sondern heißt jedermann willkommen. Sylt`s berühmtester Strandwirt ist bodenständig geblieben. Der gebürtige Schwabe hält sich selbst überhaupt nicht für einen Meisterkoch, eher für einen begnadeten Essen- und Speisevermittler. Weit lieber als an den Herd zieht es ihn hin zu seinen Gästen, um mit seiner unkomplizierten, herzlichen Art nicht nur Gaumenfreunden sondern auch Menschlichkeit und Zuneigung zu servieren. Unvorstellbare 3.000 Menschen soll die Gaststätte in der Hochsaison jeden Tag bewirten. Saison ist übrigens immer und selbst im Winter wird die Sansibar nicht geschlossen Die Gäste sitzen in traumhafter Dünenlage an Holztischen, Kinder sind herzlich willkommen und können an den für sie im Sand aufgestellten Spielgeräten toben. Neben exquisiten Speisen wie beispielsweise Steinbutt mit Zitronengras oder mit Steinpilzen gefüllte Ravioli werden ebenso Pommes frites mit Ketchup und Mayo angeboten.
Der Weinkeller der Sansibar
Unter dem Dünenrestaurant hat Herbert Seckler einen Weinkeller, in dem rund 30.000 Flaschen beziehungsweise über 1.000 Sorten des Rebensaftes gelagert sind, deren Wert mehrere Millionen Euro beträgt. Der bei den Gästen beliebteste Wein soll ein Petrus Pomerol für 990 Euro sein, der teuerste ein 2006er Romanée Conti aus Burgund für 4000 Euro. Die günstigste Flasche ist allerdings auch schon für 24 Euro zu haben. Auf dem Festland bei Flensburg hat Herbert Seckler ein weiteres Weinlager mit einem derzeitigen Fassungsvermögen von 100.000 Flaschen, denn nicht nur die direkten Gäste der Sansibar können den edlen Saft verkonsumieren. Sansibar-Wein rollt mit der Deutschen Bahn durch Europa, fliegt mit der Air Berlin und LTU durch die Welt und schippert mit der MS Europa über die Meere.
Modelabel Sansibar
Tausendsassa Herbert Seckler bietet auch eine hauseigene Modekollektion für Damen, Herren und Kinder an, zu der auch Taschen, Uhren, Schuhe und Accessoires gehören. Alle Artikel sind mit dem Sansibarsymbol versehen, den unverkennbaren überkreuzten Piratensäbeln. Die Kollektion ist nicht nur in Sylt, sondern in ausgewählten Stores in ganz Deutschland erhältlich oder aber auch über die hauseigene Homepage zu beziehen.
Das Strandrestaurant Sansibar befindet sich zwischen den Sylter Orten Rantum und Hörnum, Hörnumer Str. 80, Telefon: 04651/964646. Öffnungszeiten täglich ab 10.30 Uhr. Tischreservierung nur telefonisch möglich ab 12 Uhr.
