Sie haben schon etwas Faszinierendes an sich – diese kleinen bunten Papierflieger. Immer und immer wieder faltet man sie sorgfältig und bedacht nach gleicher Technik und Faltanweisung – und trotzdem fliegen sie nicht alle so, wie man es sich vorstellt. Dem einen fehlt der Schwung, der andere kippt nach links und der nächste scheint zu leicht, um richtig kraftvoll zu fliegen. Doch woran genau liegt es nun, dass manche Papierflieger richtig durchstarten und andere nicht?

Diese Faktoren sorgen für gute Flugstabilität

Natürlich gibt es einige Faktoren, die dafür sorgen, dass gute Papierflieger länger in der Luft bleiben. So ist der erste wichtige Punkt die entscheidende Festigkeit, die das Papier durch gezieltes Falten bekommt. Hierbei sollte so gefaltet werden, dass der Schwerpunkt im vorderen Drittel des Fliegers liegt und die Flügel möglichst dünn sind.

Sehr entscheidend ist es auch, dass der Flieger eine Spitze bekommt. Diese zeigt nicht nur auf den ersten Blick wo hinten und vorn ist – sie gibt zudem auch die Schweberichtung vor. Ein leichtes nach oben biegen der Flügel sorgt für eine gute Flugstabilität und bewahrt vor seitlichem Umkippen des Fliegers. Diese so genannte Y-Stellung wird gerade von Anfängern nur zu gern vergessen und ist damit der am häufigsten gemachte Fehler.

Welches Papier eignet sich am besten?

Sucht man nach dem richtigen Papier zum Falten von Papierfliegern, so sind eigentlich nur einige wenige Faktoren wirklich bedeutsam. Dies ist zum einen die Knickstabilität, die dafür sorgt, dass gezogene Falten erhalten bleiben und nicht wieder auseinander gehen. Zum anderen spielen auch Festigkeit und Gewicht eine entscheidende Rolle. Schweres Papier wie beispielsweise Karton lässt sich nur mit viel Mühe falten und wirkt sehr starr. Dadurch kann der Flieger sich nicht optimal an die Luft anpassen und bleibt durch mangelnde Spannkraft auf der Strecke. Perfekt in puncto Preis und Qualität eignet sich einfaches Kopierpapier mit 80g/m2. Besonders fest wird dies, wenn es bereits bedruckt ist.

Worauf sollte man besonders achten?

Natürlich ist es beim Falten von Papierfliegern sehr wichtig, dass man sorgfältig und genau arbeitet. Jedoch liegt einer der häufigsten Fehler darin, dass das Papier zu stark gefalzt wird. Dies hat zur Folge, dass der Flieger an Stabilität verliert.

Ebenso wichtig ist die Arbeit auf ebenen und festen Unterlagen, da die Faltungen wesentlich exakter werden. Beim Falten sollte man darauf achten, dass sowohl die Hände als auch die Unterlage trocken sind. Denn bereits geringe Feuchtigkeit sorgt für welliges Papier, welches nicht gerade förderlich für die nötige Spannkraft beim Flug ist. Auch bei eventuell verbogenen Ecken des Papiers sollte lieber ein einwandfreies Blatt bevorzugt werden. Denn bereits kleinste Makel können die Ursache für eventuelle Flugmanöver sein.

So wirft man Papierflieger richtig

Es ist kaum zu glauben, dass die häufigsten Ursachen für fehlerhaftes Flugverhalten nicht in der richtigen Falttechnik, sondern eher im richtigen Abwurf liegen. Leider ist es nicht so einfach, kurz und bündig zu sagen, wie man den Flieger mit der besten Technik abwirft. Denn nicht alle Flieger eignen sich für alle Abwurfgeschwindigkeiten.

Neben dem altbewährten Tipp, verschiedene Wurfmethoden geduldig auszuprobieren, kann man sagen, dass sich Flieger mit einer stumpfen Nase besser für langsame Flüge eignen. Flieger mit spitzen Nasen sollten hingegen mit viel Kraft leicht schräg nach oben geworfen werden.

Den richtigen Winkel muss man für jeden Flieger selbst herausfinden, da für jedes Flugmodell eine andere Ausgangsposition die perfekte Startposition ist.