Die schönsten Filme zu Ostern - von wegen: Mein Name ist Hase

Der Osterhase freut sich: Die schönsten Osterfilme - torugo/photoxpress.com
Der Osterhase freut sich: Die schönsten Osterfilme - torugo/photoxpress.com
Weihnachtsklassiker wie die "Muppets-Weihnachtsgeschichte", "Die Geister, die ich rief" und "Der Grinch" kennt jeder. Doch wie sieht es mit Osterfilmen aus?

Täglich grüßt das Murmeltier, und jährlich der Osterhase. Doch während sich sein rotbewandeter Kollege, auch bekannt als der Weihnachtsmann, über zahlreiche Filmklassiker zum Fest freuen kann, sieht es für den Hoppler auf der Mattscheibe eher düster aus. Doch auch zu Ostern gibt es natürlich thematisch passende Filme – selbst, wenn man dafür manchmal etwas um die Ecke denken muss. Drei "hasige" Produktionen und ein weniger putzig-pelziger Film stehen im Blickpunkt dieses Artikels.

Für die Kleinsten: "Felix ein Hase auf Weltreise"

Der Hase Felix erlebt ein Abenteuer nach dem anderen, seitdem er von Kinderbuchautorin Annette Langen geschrieben und von Constanza Droop illustriert wird. Längst schon ist der niedliche Mümmelmann mit der roten Schleife zur Marke aufgestiegen; die entsprechenden Filme (bis dato zwei an der Zahl) gehören einfach dazu. Bei "Felix – ein Hase auf Weltreise", einer animierten Produktion ohne Altersbeschränkung, hatte ebenso wie bei "Felix 2 – Der Hase und die verflixte Zeitmaschine" Giuseppe Laganà den Regieposten inne.

"Felix – ein Hase auf Weltreise" führte den Kuschelhasen 2005 ins Ausland, wo er einen Campingurlaub mit Sophie macht. Doch bei der Rückreise geht etwas schief und der kleine Freund muss sich plötzlich alleine nach Hause durchschlagen. Dabei trifft er auf allerhand seltsame, aber auch sehr liebenswerte Gestalten. Der Animationsfilm "Felix – Ein Hase auf Weltreise" ist kinderfreundlich gemacht und kommt laut filmstarts.de "derart unbescholten und grundsympathisch daher, dass er auch manches Elternherz erwärmen wird".

Spaß für die ganze Familie: "Wallace & Gromit Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen"

Irgendwo im ländlichen englischen Idyll: Hier verdienen sich Tüftler und Junggeselle Wallace und sein cleverer Hund Gromit mit dem Kaninchenfangen ihren Unterhalt – das schöne Zuchtgemüse der Nachbarn muss schließlich geschützt werden. Doch irgendetwas ist faul im Staate Dänemark, pardon, England, und die Plage mit den kleinen Nagern scheint dabei das geringste Problem zu sein. Kurz vor der alljährlichen Gemüseschau treibt nicht der Osterhase sein Unwesen in den beschaulichen Gärten, sondern ein ausgewachsener Monsterriesenhase, der alles wegfuttert, was einer Karotte auch nur im Geringsten ähnlich sieht.

Der Animationsfilm "Wallace & Gromit – Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen" ("OT: Wallace & Gromit In The Curse Of The Were-Rabbit") von Nick Park und Steve Box ist ein Knetmännchen und -hasenabenteuer für die gesamte Familie. Während sich Kids ab 6 Jahre über die schrulligen Charaktere und niedlichen Tiere amüsieren können, die dem mysteriösen Riesenkaninchen teils die Show stehlen, können sich Erwachsene auf zahlreiche Querverweise und Veralberungen von Horrorklassikern sowie einen trockenen, britischen Humor freuen. Die Kritiken der 2005 im Kino angelaufenen Produktion um Wallace & Gromit waren durchweg gut. Wer hier nicht lacht, hat auch sonst im Leben sicher nicht viel zu lachen.

Romantic Comedy aus Deutschland: "Keinohrhasen"

Seit Til Schweigers Romantic Comedy "Keinohrhasen" aus dem Jahr 2007 ist der Osterhase um einen weiteren pelzigen Verwandten und die deutsche Filmszene um einen hausgemachten Blockbuster reicher. Diesem folgte 2009 die Fortsetzung "Zweiohrküken".

Journalist Ludo (Til Schweiger) wird zu 300 Arbeitsstunden im Kinderhort verdonnert, obwohl er bis dato nichts mit Kindern am Hut hatte. Doch die lieben Kleinen erwärmen das Herz des Karrieremenschen ebenso wie die zunächst ziemlich spröde Anna (Nora Tschirner), die mit Herz und Schnauze über die Mädchen und Jungen wacht. Der Funke springt in alle Richtungen über, als Ludo mit den Kids basteln soll, er aber nur einen sinnbildlich betitelten "Keinohrhasen" hinbekommt. Auf den ungläubigen Einwurf, was das denn sei, antwortet er: "Das ist ein Keinohrhase. Der hat keine Ohren, weil der eben keine braucht, weil der durch die Nase hört." Nicht nur die Kinder machen daraufhin große Augen. Die Liebeskomödie ist für alle Romantiker sehr empfehlenswert.

Umstrittenes Werk von Mel Gibson: "Die Passion Christi" – ohne Hase

Dem jährlichen Gedächtnisfest zur Auferstehung Christi geht die Passionszeit voran, die an den Leidensweg von Jesus von Nazaret erinnert. Diesem widmet sich der Film "Die Passion Christi" (OT: "The Passion of the Christ") von Mel Gibson aus dem Jahr 2004 mit Jim Caviezel, Christo Jivkov, Monica Bellucci und anderen. Hierin nimmt sich der aus Produktionen wie der "Mad Max"- und "Lethal Weapon"-Reihe bekannte Schauspieler als Drehbuchautor und Regisseur in sehr dramatischen und plastischen Bildern den letzten Stunden des Gottessohns an. Nicht umsonst ist "Die Passion Christi", die mit Gewaltdarstellungen nicht geizt, FSK 16 – Die Zeit warf dem Werk sogar eine "Pornografie der Gewalt" vor. Auch Stimmen, die befürchteten, der polarisierende Blockbuster könnte Antisemitismus schüren oder für dessen Zwecke instrumentalisiert werden, wurden laut. Andererseits fanden und finden sich auch Befürworter der realitätsnahen Darstellung, die den Umgang ohne Gnade mit Jesus auch ohne Schönfärberei zeigt. Letztlich muss der Zuschauer selbst ein Urteil fällen. Ähnlich kompromisslos in seiner Machart ist übrigens auch Mel Gibsons Film "Apocalypto" aus dem Jahr 2006.

Elisa Reznicek - Ich interessiere mich für die unterschiedlichsten Themenbereiche und möchte immer noch etwas mehr wissen. Wenn am Ende dabei ein ...

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