Die schönsten Leuchttürme an der Georgian Bay in Ontario Kanada

Big Tub Lighthouse bei Tobermory - Monika Fuchs, TravelWorldOnline Ontario Reisen
Big Tub Lighthouse bei Tobermory - Monika Fuchs, TravelWorldOnline Ontario Reisen
Leuchttürme säumen die Landvorsprünge, Inseln und Untiefen der Georgian Bay und zeugen davon, dass das Wetter auf den Großen Seen unberechenbar sein kann.

Eine Fahrt um die Georgian Bay, die östliche Bucht des Lake Huron, die fast wie ein sechster Großer See aussieht, macht deutlich wie riesig die kanadisch-amerikanischen Binnenseen der Great Lakes sind. Gewaltige Wassermassen sammeln sich in vor Tausenden von Jahren von mehrere Kilometer dicken Gletschern ausgegrabenen Becken, die heute die Kette der Großen Seen im Zentrum des nordamerikanischen Kontinents bilden. Die Seen erinnern eher an Ozeane, und nicht selten ertappt man sich dabei, wie man in maritimen Welten schwelgt: sei es bei der Fährüberfahrt zwischen Manitoulin Island und Tobermory, sei es beim Aufenthalt auf einer der zahllosen Inseln im Südostteil der Bucht oder beim Anblick einer der vielen Leuchttürme, die einst gefährdeten Schiffen den Weg in einen sicheren Hafen zeigten oder um ein bedrohliches Hindernis herum wiesen.

Leuchttürme an der Georgian Bay zeigen den Schiffen eine sichere Fahrrinne

Insgesamt säumen 32 Leuchttürme die Bucht im Osten des Lake Huron. Sie unterscheiden sich oft stark voneinander: schlanke, aus Steinen gemauerte hohe Leuchttürme in elegantem Weiß sind genauso darunter wie gedrungene, hölzerne Leuchttürme, die sich eher am Strand zu verstecken scheinen. Einige von ihnen recken sich unübersehbar auf Landvorsprüngen oder Felsküsten in die Höhe, während andere einsam auf winzigen Inselchen mitten im See stehen und auf das kaum zu erkennende Unterwasser-Hindernis aufmerksam machen, auf dem sie errichtet wurden. Wieder andere stehen vor Hafeneinfahrten und unterstützen die Schiffskapitäne mit der Markierung des schützenden Hafens.

Die Leuchttürme der Georgian Bay waren Zeugen zahlreicher Stürme, aber auch von dichten Nebelbänken, die den Kapitänen der Schoner, Dampfer und Segelschiffe in der Bucht die Navigation erschwerten. Mit ihrem Leuchtfeuer und ihrem Nebelhorn halfen sie Booten und Schiffen, gefährliche Sandbänke, Felsvorsprünge und Hindernisse zu umfahren.

Nicht alle dieser Leuchttürme sind leicht zu erreichen. Zu manchen gelangt man nur auf dem Wasserweg, während andere ein schönes Ziel für einen Spaziergang oder eine Wanderung darstellen. Sehenswert sind sie alle. Einige davon werden hier vorgestellt:

Die schönsten Leuchttürme an der Georgian Bay in Ontario, Kanada

  • Der Leuchtturm in Killarney East

Auf einem Felsvorsprung östlich des kleines Ortes Killarney steht der stämmige, leuchtend weiß gestrichene Leuchtturm aus Holz aus dem Jahr 1866. Vom rot gestrichenen Aussichtsbalkon hatte der Leuchtturmwärter bei klarer Sicht einen guten Ausblick auf die Umgebung. Er warnt vor kleinen Felsen, die sich vor der Küste nur knapp aus dem Wasser erheben und daher eine große Gefahr für Boote darstellen, die sich in die Region wagen. Eine Schotterstraße führt von Killarney zum East Killarney Lighthouse. Außerdem gibt es einen Spazierweg von der Killarney Mountain Lodge zum Leuchtturm.

  • Das Haus des Leuchtturmwärters auf Flowerpot Island

Auf Flowerpot Island im Fathom Five Nationalpark gibt es zwar einen modernen Leuchtturm auf einem Felsvorsprung über den berühmten Blumentopf-Felsen, denen die Insel ihren Namen verdankt. Der ursprüngliche Leuchtturm existiert nicht mehr. Dafür ist aber das ehemalige Haus des Leuchtturmwärters heute als Museum zugänglich und informiert über das einsame Leben der Männer, die die Leuchtfeuer in den Türmen überwachten. Zu erreichen ist das Museum mit Ausflugsbooten ab Tobermory.

  • Einer der schönsten Leuchttürme an der Georgian Bay: das Cove Island Lighthouse

Seit 1858 weist der Leuchtturm von Cove Island vorbeifahrenden Schiffen eine sichere Passage. Direkt daneben steht das Häuschen des Leuchtturmwärters. Diesen Leuchtturm kann man nicht besuchen, da der Zugang zu Cove Island verboten ist. Der Turm ist jedoch gut von einem Boot oder der Chi-Cheemaun Fähre während der Überfahrt von Manitoulin Island nach Tobermory zu sehen.

  • Big Tub Lighthouse nahe Tobermory, Ontario

Die Einfahrt zum Big Tub Harbour etwas außerhalb von Tobermory wird bis heute vom hölzernen Turm des Big Tub Lighthouse bewacht. Errichtet wurde der sechseckige Leuchtturm erstmals im Jahr 1881. Der heutige Turm stammt aus dem Jahr 1885. Den schönsten Blick auf ihn ermöglicht eine Bootstour zu den im Big Tub Harbour versunkenen Schiffen oder ein Ausflug mit dem Kajak ab Tobermory. Der Leuchtturm ist aber auch über eine Straße zu erreichen.

  • Der Leuchtturm von South Baymouth auf Manitoulin Island

Aus dem Jahr 1898 stammt der Leuchtturm, der die Hafeneinfahrt nach South Baymouth am Südufer von Manitoulin Island bewacht. Dieser Leuchtturm ist nicht zugänglich, aber man kann ihn von der Marina in South Baymouth gut sehen, und noch besser bei der Ausfahrt der Chi-Cheemaun Fähre auf ihrem Weg nach Tobermory.

Quelle: eigene Recherchen vor Ort mit freundlicher Unterstützung von Tourism Ontario und der Canadian Tourism Commission

Monika Fuchs, Monika Fuchs

Monika Fuchs - Seit 1989 ist Monika Fuchs ganzjährig auf Reisen in den USA, Kanada, Zentralamerika, Australien, Südafrika, Namibia, Zimbabwe, ...

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