Einige Interpreten sind sogar mit mehreren Titeln vertreten, die regelmäßig auf Feten gespielt wurden, wenn die Lichter gedämpft wurden und anschließend Klammerblues getanzt wurde. Phil Collins beispielsweise veröffentlichte die langsamen Nummern "Against all odds" (1983), "If leaving me is easy" (1984), "A groovy kind of love" (1988) und "I wish it would rain down" (1990). Whitney Houston veröffentlichte 1985 den Kuschel-Klassiker "The greatest love of all", 1992 folgte die Ballade "I will always love you" aus dem Film "Bodyguard" mit ihr und Kevin Costner in den Hauptrollen.

80er-Jahre-Pop und Klammerblues

Frisch Verliebte und Teenager auf Feten legten zum Kuscheln und Blues tanzen besonders gerne die folgenden Titel auf:

  • George Michael: "Careless Whispers" (1984),
  • Frankie goes to Hollywood: "The Power of Love" (1984),
  • Lionel Richie: "Hello" (1985),
  • Living in a box: "Room in your heart" (1988),
  • Bonnie Tyler: "Total Eclipse of the heart" (1983),
  • Richard Marx: "Right here waiting" (1989).
Ähnlich wie Phil Collins und Whitney Houston war auch Lionel Richie mit einem weiteren Titel vertreten, der zum Kuscheln einlädt: "Say you, say me" aus dem Jahr 1984.

Balladen der härteren Gangart: Rock, Hardrock und Heavy Metal

Auch Künstler und Bands, die sonst eher für harte, schnelle Töne bekannt sind, veröffentlichten wunderschöne Balladen, die bis heute zu den absoluten Klassikern für die schönsten Stunden zu zweit zählen. Hierzu zählen neben Metallicas "Nothing Else Matters" (1991) auch zwei Titel von Guns n Roses, nämlich "November Rain" (1992) und "Don't cry" (1993). Wenn Metallica ihre Ballade vom Schwarzen Album live spielen, singen die Fans jedes Mal ergriffen mit, so dass die Gesänge oft noch weit über die jeweilige Konzerthalle hinaus zu hören sind.

"November Rain" wurde bereits von vielen Menschen als der Song bezeichnet, der sich am besten eignet, um die schönsten Stunden zu zweit einzuleiten.

Der irische Gitarrist Gary Moore, der in den 80er Jahren hauptsächlich Hardrock-Scheiben veröffentlichte, bevor er sich Anfang der 90er dem Blues zuwandte, hat eine Reihe von schönen Balladen geschrieben, die jedoch oft eher von Liebeskummer und Trennungen handelte. Zu den bekanntesten seiner Schmusesongs zählen: "Empty Rooms (Summer 85 Version)", "Crying in the shadows" (1987) und "Falling in love with you" (1984).

Weitere Rockbands, die zwischen 1978 und 1995 wunderschöne Balladen veröffentlicht haben, waren:

  • Foreigner: "I wanna know what love is" (1983),
  • Judas Priest: "Before the dawn" (1978),
  • Foreigner: "Waiting for a girl like you" (1984),
  • Nazareth: "Love hurts" (1979).

Love-Songs aus Filmen wie "Bodyguard" und "Dirty Dancing"

Insbesondere auf den Soundtracks zu Filmen der 80er Jahre finden sich eine Reihe von Schmuse-Songs. "A groovy kind of love" von Phil Collins stammt aus dem Film "Buster" (1988), Whitney Houstons "I will always love you", wie bereits erwähnt, aus dem Film "Bodyguard".

Auf dem Soundtrack zum Filmhit "Dirty Dancing" finden sich neben Patrick Swayzes "She's like the wind" einige Balladen aus den 60er Jahren wie etwa Solomon Burkes "Cry to me", das während der Liebesszene im Film gespielt wird oder auch Otis Reddings "These arms of mine", das kurz zuvor im Hintergrund läuft, als Baby sich bei Johnny für das Benehmen ihres Vaters entschuldigen möchte.

Aus den beiden französischen Teenager-Komödien "La Boum" stammen ebenfalls zwei sehr schöne Love-Songs, die gerne auf Feten beim Klammerblues gespielt wurden. Im ersten Teil handelte es sich dabei um Richard Sandersons "Reality", das erst durch die Ausstrahlung des Films im deutschen Fernsehen 1987 ein Hit wurde, im zweiten Teil sorgten Cook da Books mit "Your Eyes" für kuschelige, romantische Stimmung.

Der Klassiker "Unchained Melody" von den Righteous Brothers, der ebenfalls aus den 60er Jahren stammt, erlebte durch den Film "Ghost - Nachricht von Sam" eine Renaissance.