
- Weihnachtsmarkt der Hansestadt Lübeck - LTM/S.E. Arndt
Es riecht nach Punsch, nach frisch gebackenen Mandeln und Schmalzgebäck. Überall leuchten Lichterketten. Ob Manager oder Mutter mit Kindern: Auf den Weihnachtsmärkten der Städte im Norden fühlt es sich warm und heimelig an. Egal, welche Temperaturen herrschen. Auf einigen Märkten kommt der Weihnachtsmann aus der Luft, andere erscheinen zu bestimmten Zeiten auf dem Boot, um Kinder zu überraschen. Überall gibt es Traditionelles und auch Neues und Kreatives. Wer in den Adventswochen Zeit hat, sollte auf einen der schönsten Weihnachtsmärkte im Norden gehen. Eine Auswahl in alphabetischer Reihenfolge.
Bremen – Advent vor einem UNESCO-Welterbe
Inmitten der Stadt, auf dem Marktplatz mit seinem 600 Jahre alten Rathaus – es zählt zu den UNESCO-Welterben – erleuchten jedes Jahr weit über 150 Weihnachtsstände die Innenstadt. Ob gebrannte Mandeln oder Glühwein: In Bremen fehlt nichts, was zu einer gelungenen Weihnachtsstimmung gehört. Wer es deftiger und maritimer mag, schlendert auf einem Rundweg in Richtung Weser. Hier steht ein mittelalterliches Dorf. Das Besondere an der Bremer Adventszeit: Täglich finden in der Stadt zahlreiche Ausstellungen, Konzerte, Theater- und Musicalaufführungen statt.
Geöffnet: In der Adventszeit bis zum 23. Dezember täglich von 10 bis 20 Uhr. Sonntags ab 11 Uhr.
Emden – Ideen für Weihnachtsgeschenke
Der Emdener Weihnachtsmarkt – er wird auch Engelkemarkt genannt – ist einmalig. In der Seehafenstadt in Ostfriesland wird der Weihnachtsmarkt im Zentrum der Stadt aufgebaut – teilweise auf schwimmenden Pontons, eingerahmt von weihnachtlich beleuchteten und geschmückten Schiffen. Über zwei Brücken gelangt man auf die Pontons des maritimen Marktes. Das Besondere: Christbaumschmuck, Glas- und Keramikkunst, Holzschnitzarbeiten sowie Edelsteine und allerlei Maritimes. Wer noch ein kleines Weihnachtsgeschenk sucht, wird hier sicher fündig. Und selbstverständlich finden sich hier auch die üblichen Köstlichkeiten wie beispielsweise gebrannte Mandeln, Honig, Waffeln oder Bratwurst und Backfisch.
Geöffnet: In der Adventszeit bis zum 23. Dezember täglich von ca. 11 bis 19 Uhr
Hamburg – Die Hansestadt lockt mit vielen Märkten
Ob beispielsweise auf dem Rathausmarkt, dem Jungfernstieg, in der Mönckebergstraße oder in Sankt Pauli: Hamburg bietet in der gesamten Stadt kleine und große unterschiedliche Weihnachtsmärkte. Der größte und vielleicht auch der aufwändigste wird in jedem Jahr vor dem Hamburger Rathaus aufgebaut. Zu den Ständen mit den üblichen weihnachtlichen Köstlichkeiten kommen Spezialitäten aus der ganzen Welt: zum Beispiel Rentierwurst aus Finnland oder Raclette aus der Schweiz. Dazu gibt es beispielsweise Geschenkideen wie selbst gekochte Seifen oder schöne Kerzen. Dann wieder Holz- und Lederarbeiten. Das Besondere: Es gibt eine Spielzeuggasse, in der Spielzeug aus vielen Ländern dieser Welt angeboten wird. Und: Der Direktor des Zirkus Roncalli, Bernhard Paul, hat die besondere Architektur des Marktes entworfen.
Geöffnet: In der Adventszeit bis zum 23. Dezember, Sonntag bis Donnerstag von 11 bis 21 Uhr, Freitag und Samstag von 11 bis 22 Uhr.
Kiel – weihnachtliches Schlittschuhlaufen auf dem Rathausplatz
Der Kieler Weihnachtsmarkt bietet übliches: schöner Kitsch und sorgfältiges Kunsthandwerk, Glühwein und Gegrilltes. Und das in der Holstenstraße, auf dem Alten Markt und dem Sophienhof. Es ist gemütlich, es ist weihnachtlich beleuchtet, Kinder fahren auf Kettenkarussells, Erwachsene genießen die Stimmung bei einem Punsch. Das Besondere: Der Kieler Weihnachtsmarkt wäre nicht allzu spektakulär, wäre da nicht die riesige Eislaufanlage auf dem Rathausmarkt. Sie zählt zu den größten Norddeutschlands.
Geöffnet: In der Adventszeit bis zum 23. Dezember täglich von 10 bis 20 Uhr.
Lübeck – seit fast 400 Jahren jedes Jahr ein Weihnachts- und Kunsthandwerkermarkt
Auch die Hansestadt Lübeck bietet zahlreiche, auch thematisch unterschiedliche, Weihnachtsmärkte an. In der Altstadt vor dem historischen Rathaus beispielsweise und auf dem Koberg. Rund 200 weihnachtlich geschmückte Stände bieten neben weihnachtlichen Süßigkeiten auch Ideen für Weihnachtsgeschenke: Spielzeug beispielsweise. Oder Christbaumschmuck. Das Besondere: ein historischer Weihnachtsmarkt auf dem Kirchhof der St. Marienkirche. Hier gibt es statt Punsch ein echtes Met, statt Weihnachtsliedern mittelalterliche Musik. Und dazu viele Handwerker wie zum Beispiel Holzschnitzer und Kürschner.
Geöffnet: In der Adventszeit bis zum 23. Dezember täglich von 11 bis 21 Uhr.
Lüneburg – zwei Tage Christmarkt
Natürlich ist der Lüneburger Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus in der ganzen Adventszeit sehenswert. Doch das Besondere bietet sich am 5. und 6. Dezember: An diesen beiden Tagen findet ein historischer Markt statt. Dann bieten Handwerker in historischen Gewändern interessante Waren an: beispielsweise Filztaschen, Geschmiedetes und Getöpfertes.
Geöffnet: Montag bis Samstag 10 bis 20 Uhr, Sonntag 11 bis 20 Uhr.
