Ein unerfüllter Kinderwunsch ist nicht selten. Ungefähr in jeder siebenten Partnerschaft sind einer der Partner oder beide von Fruchtbarkeitsstörungen betroffen. Für Paare, die sich ein eigenes Kind wünschen, ist es oft nicht leicht, die Kinderlosigkeit zu akzeptieren. Schwer wird es besonders, wenn diese betroffenen Menschen Eltern und deren Kinder auf der Straße oder gar auf einem Spielplatz sehen. Immer wieder keimt bei ihnen die Hoffnung auf, dass vielleicht doch noch eine Schwangerschaft eintritt.
Es gibt Wege und eine Lösung für ein Wunschbaby
Unterschiedliche Wege bieten sich an, mit diesem Problem umzugehen. Eine Möglichkeit kann sein, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Methoden der Fruchtbarkeitsmedizin können eine Chance sein, für manche Paare vielleicht sogar die einzige um ein eigenes Kind zu bekommen. Sie sind jedoch aufwendig und belasten den Körper und auch die Seele. Das sollte man vorher wissen. Auch gibt es keine Garantie für den Erfolg solch einer medizinischen Behandlung. So hilfreich Sterilitätsbehandlungen auch sein mögen, sie verlangen von den Paaren oft sehr viel Geduld und Durchhaltevermögen.
Immer wieder aufkommende Fragen, die geklärt werden können
Und weiterhin gibt es einen Haufen Fragen die die Köpfe quälen. Welche Therapie ist gerade für uns geeignet? Wie lange wird es dauern, bis sich der Erfolg einstellt? Was macht man nur, wenn es denn überhaupt nicht klappt? Wie viel kann oder wollen wir uns überhaupt zumuten? Ethische Überlegungen sind ebenfalls sehr wichtig. Diese Überlegungen entstehen meistens durch die Behandlungsmöglichkeiten. Wollen wir wirklich alles, was medizinisch machbar ist, in Anspruch nehmen? Wo liegen denn eigentlich unsere Grenzen, wo sagen wir Stopp, bis hierher und nicht weiter? Auch Angst und Unbehagen vor einer medizinischen Behandlung können sich einstellen. Das ist völlig normal.
Was wäre ein erster Schritt zum Wunschkind?
Wenn Monat um Monat vergeht, ohne dass sich eine Schwangerschaft einstellt, entsteht die Sorge, ob körperlich etwas nicht stimmt. Aber ruhig bleiben, auf Anhieb schwanger werden, das ist reine Glückssache. Das wird nicht jeder gleich. Der erste Ansprechpartner im Falle der nicht einstellbaren Schwangerschaft wäre der Frauenarzt. In speziellen Praxen und Zentren für Sterilitätsbehandlung, die auch in einer Klinik stattfinden kann, finden betroffene Paare fachkundige Beratung und Hilfe. Es werden dort die nötigen Voruntersuchungen gemacht, um die Ursache der Kinderlosigkeit festzustellen. Für die Kinderwunschbehandlung ist es wichtig, dass Paare gemeinsam zur Beratung gehen. Es geht einfach immer beide an, Mann und Frau.
Beim Erstgespräch zu einer Behandlung, um ein Wunschkind zu bekommen.
Das Erstgespräch und die Abklärung von Ursachen ist sehr wichtig. Aber die meisten sind grade vor dem Erstgespräch sehr nervös. Viele fühlen sich euphorisch, denn endlich kann etwas unternommen werden. Andere hingegen haben Angst. Das Erstgespräch ist sehr ausführlich. Fragen zu früheren Erkrankungen, bisherigen Schwangerschaften, bisherigen Untersuchungen und Behandlungen, Partnerschaft und Kinderwunsch, Belastungen durch die Kinderlosigkeit und Sexualität in der Partnerschaft sind hier mit bestem Wissen und auch wirklich sehr ausführlich notwendig. Für viele Paare ist das aber sehr unangenehm und peinlich, dass muss es aber nicht sein. Ein Paar bestimmt immerhin selbst, inwieweit und vor allem was es bereit ist zu erzählen. Am besten man bringt an diesem Gesprächstag alle Untersuchungsbefunde und gegebenenfalls auch OP-Berichte mit.
Mögliche Therapien gegen Kinderlosigkeit
Ist die Ursache der Kinderlosigkeit bekannt geworden, kann ein Therapieplan aufgestellt werden. Aber es muss auch dazu gesagt werden, dies kann etwas dauern. Sind verschiedene Voruntersuchungen abgeschlossen, kann eine medizinische Therapie endlich beginnen. Es gibt verschiedene Therapien. Ein Teil der Behandlungsmethoden greift stark den weiblichen Körper an, auch wenn die Ursache beim Mann liegt. Beide Partner sollten sich daher eingehend informieren. Methoden wie Zyklusmonitoring, Hormontherapie, Samenübertragung, IVF, ICSI, TESE/MESA, GIFT, Samenspende sind diejenigen die momentan angeboten werden. Zum Beispiel das Zyklusmonitorin erfasst den Eisprung im nicht stimulierten Zyklus. Die Hormontherapie bringt den Körper ins Hormongleichgewicht, verhindert die Eireifungsstörung und die Gelbkörperschwäche. Weitere Informationen geben Internet und Frauenärzte bereitwillig weiter.
Achtung es gibt auch Schattenseiten
Wie auch sonst im Leben gibt es auch hier Schattenseiten. Viele Paare fühlen sich belastet, besonders die Frauen. Diese Therapien greifen stark den Körper an. Bei hormoneller Behandlung können unangenehme Nebenwirkungen und ernsthafte Komplikationen auftreten. Sex nach Plan kann auch zu Lustlosigkeit führen und manche Paare wollen die medizinische Behandlung geheim halten und isolieren sich völlig. Auch die partnerschaftliche Beziehung kann sehr unter einer medizinischen Therapie leiden. Das ist besonders schlimm, wenn der Durchhaltewille bei den beiden unterschiedlich groß ist. Mit Sicherheit kann eine Hoffnung auch in eine Enttäuschung übergehen. Endlose Wartezeiten sind nervenaufreibend.
Kosten, die entstehen können bei einer Wunschkindbehandlung
Die Kosten für die Voruntersuchungen werden von der jeweiligen Krankenkasse übernommen. Aber die Kosten der Behandlung zum Beispiel der ICSI muss selbst getragen werden. Nähere Auskünfte auch im Internet und bei jedem Frauenarzt beziehungsweise Kinderwunschzentrum. Pro familia kann helfen oder aber auch folgende Internetadressen: www.wunschkind.de und www.familienplanung.de..
