
- Silvretta Classic Rallye mit VW 1302 - Volkswagen AG
Eines der schönsten Täler, dass das Land Österreich zu bieten hat, ist das Montafon. Es erstreckt sich über 39 Kilometer und gehört zum Gebiet des Vorarlbergs. Das Montafon wird durch die Ill durchflossen, im Norden von der Verwallgruppe und im Süden vom Rätikon und der Silvretta begrenzt. Die höchste Erhebung in der Umgebung ist der 3312 m hohe Piz Buin in der Silvretta-Gruppe. Die Silvretta-Hochalpenstraße L188 verbindet das Montafon mit dem Paznaun im Bundesland Tirol. Eben diese Traumroute ist der Schauplatz der alljährlich stattfindenden Silvretta Classic Rallye, deren Start in diesem Jahr auf den 08. Juli 2010 gelegt wurde.
Die Silvretta Classic Rallye 2010
Über 180 Teams wurden für die Rallye des Jahres 2010 gemeldet. Der Start erfolgt vom Montafoner Dorf Partenen aus: Für den frühen Donnerstagmorgen haben sich die Mannschaften die Inangriffnahme der ersten, insgesamt 185 Kilometer langen Tagesetappe über Liechtenstein nach Schrunz vorgenommen. Die zweite Tagestour am Freitag führt über die Silvretta-Hochalpenstraße durch Tirol und den Bregenzer Wald zurück ins Montafon. 250 Kilometer werden dabei absolviert. Am Tag darauf folgt die 90 Kilometer lange Schlussetappe von Vandanz durch die schönsten Seitentäler des Montafon.
Volkswagen bei der Silvretta Classic 2010
Der Wolfsburger Autohersteller war nicht nur Partner der 1. Auto Zeitung Youngtimer Tour von Euskirchen, sondern hat sich auch für die Unterstützung und Teilnahme der Silvretta Classic Rallye entschieden. Insgesamt stellte Volkswagen bei der diesjährigen Silvretta Classic acht Teams mit ganz besonderen Automobilen. Darunter sind zwei Karmann Ghia der Baureihen 14 und 34, ein VW K70 – mit dem Volkswagen vor 40 Jahren die Frontantriebsära einleitete – zwei Käfer sowie ein VW Porsche 914. Hinter dem Steuer eines zeitgenössisch getunten 1302 sitzt Rennlegende Hans-Joachim Stuck.
Zum Team von Volkswagen gehörten auch Dr. Ulrich Hackenberg, der Vorstand im Bereich Technische Entwicklung und Dr. Rudolf Krebs, der Werkleiter von Volkswagen Salzgitter und künftiger Generalbevollmächtigter für Elektrotraktion innerhalb des Konzerns. Krebs kam bei der 1. Auto Zeitung Youngtimer Tour vom 3. Juli 2010 auf VW K70 und mit Beifahrer Volker Koerdt als Gesamtdritter ins Ziel. Die Strecke der Silvretta Classic 2010 erstreckt sich über 569 Kilometer mit 21 Wertungsprüfungen und 15 Zeitkontrollen.
Weitere Marken bei der 13. Silvretta Classic 2010
Zu sehen waren unter anderem ein DeLorean DMC 12 aus 1981 und Hauptdarsteller aus dem Film "Zurück in die Zukunft", ein Citroen SM aus 1972, ein Land Rover der Serie II aus den 1960er Jahren, ein Stutz Bearcat von 1923 als ältester Teilnehmer auch unter den 35 mitfahrenden Vorkriegsfahrzeugen sowie ein Bugatti T51Grand Prix aus dem Jahr 1936. Fünf verschiedene Bentley aus den 1920er Jahren, ein Horch 853, ein Jensen Interceptor III Convertible (1979), ein Mercedes 710 SSK von 1928 und ein Mercedes 720 SSK aus dem Folgejahr wurden ebenfalls für die 13. Silvretta gemeldet.
Neu bei der Silvretta: Ein gesondertes Feld von Elektroautos
Zum ersten Mal starten bei der Silvretta Classic Rallye auch Fahrzeuge mit Elektroantrieb. Für sie wurde die 1. Silvretta E-Auto Rallye Montafon ins Leben gerufen. Darunter ist ein Wettbewerb rein für elektrisch angetriebene Fahrzeuge zu verstehen. Sie starteten im Anschluss ans Feld der Hubkolben-Motorisierten und absolvieren zwischen 40 und 70 Kilometer pro Tag. Volkswagen schickte einen elektrisch angetrieben Golf blue-e-motion auf die Strecke und präsentierte beim Abschlusskorso in Partenen die wichtigsten Konzern-Elektrofahrzeuge der letzten Jahrzehnte – angefangen beim Bugatti T56 von 1931 bis zum Golf 3 CityStromer.
Die Daimler AG schickte bei der Silvretta E-Auto Rallye 2010 Elektroautos der Marken Mercedes-Benz und smart an den Start: Mit dabei waren drei smart fortwo electric drive und zwei B-Klasse F-CELL. Auch das durch die Presse bekannte Vorserienfahrzeug des neuen Mercedes-Benz eSLS AMG ging an den Start. Mit der Teilnahme an der Silvretta Classic Rallye, die von den Zeitschriften auto motor und sport und Motor Klassik veranstaltet wurde, will der Autohersteller die Alltagstauglichkeit und Zuverlässigkeit seiner Elektrofahrzeuge sowohl mit Brennstoffzelle als auch mit Batterie unter härtesten Rahmenbedingungen unter Beweis stellen. Audi war mit dem Prototyp des etron auf R8-Basis dabei.
Luciano Viaro gewann die 13. Silvretta Classic
Die Italiener Luciano Viaro und Enrico Mussinelli gewannen auf ihrem Audi Ur-Quattro von 1988 mit nur 1,34 Sekunden Abweichung bei 21 Wertungsprüfungen die Silvretta Classic 2010. Den zweiten Platz mit vier Strafpunkten oder 0,4 Sekunden Rückstand belegten Gianmaria Aghem und Rossella Conti auf einem BMW 328 aus dem Jahr 1938 vor den Ungarn Zoltàn und Csilla Erdèlyi. An die Ungarn Zoltàn und Csilla Erdèlyi ging der dritte Platz. Sie kassierten mit ihrem 1968er Jaguar Sovereign 420 insgesamt 268 Strafpunkte, holten bei hochsommerlichen Temperaturen und bestem Wetter aber neben dem dritten Rang im Gesamtklassement auch noch den Sieg in der Sanduhrklasse, bei der nur mit mechanischen Zeitmessern gefahren werden darf.
