Die Spendenmafia. Schmutzige Geschäfte mit unserem Mitleid

Die Spendenmafia - Droemer Knaur
Die Spendenmafia - Droemer Knaur
Stefan Loipfinger deckt Betrügereien gewissenloser Organisationen unter dem Vorwand der Wohltätigkeit auf.

Der Betreiber der Internetseite CharityWatch.de Stefan Loipfinger hat ein Buch verfasst, das Spendenwilligen die Augen öffnen möchte. Er durchleuchtet Spendenorganisationen und geht mit ihren Iniatiatoren hart ins Gericht. Schonungslos zeigt der Journalist Fälle auf, in denen mit Spendengeldern Missbrauch getrieben wird. Aber auch ehrliche Organisationen werden namentlich genannt. "Die Spendenmafia. Schmutzige Geschäfte mit unserem Mitleid" heißt das Buch, welches am 10. Oktober 2011 im Droemer Knaur Verlag veröffentlicht wurde.

Prominente als Zugpferde

Viele Spendenorganisationen werben mit bekannten Gesichtern aus Film und Fernsehen. Aber leider ist auch ein prominenter Werbeträger kein Garant für ein seriöses Unternehmen. Viele Organisationen, die mit Prominenten werben, sind nicht bereit, Einblick in ihre Geschäftsberichte zuzulassen. Daher ist es unklar, inwieweit die gesammelten Spenden wirklich den Bedürftigen zu Gute kommen. Zu den angeprangerten Institutionen gehören auch sogenannte Charity-Events wie die Unesco-Gala oder die jährlich in Berlin stattfindende Cinema for Peace-Gala.

Transparenz der Spendenverwendung

Der Verbraucherschützer Stefan Loipfinger fordert vor allen Dingen Transparenz bei der Verwendung von Spendengeldern. Oft stehen die Ausgaben in keinem Verhältnis zu den Einnahmen. Das ist oft bei Organisationen, die mit Agenturen wie zum Beispiel der SAZ-Gruppe zusammenarbeiten, der Fall. Viele gemeinnützige Organisationen verweisen auf ihre Satzung und bestehen darauf, dass die gespendeten Gelder gemäß den Satzungsvorgaben ausgegeben werden. So ist es legitim, einen großen Teil der Gelder in Werbebriefe zu investieren, mit denen neue Spender geworben werden.

Wie findet man eine seriöse Organisation?

Stefan Loipfinger gibt den Tip sich, vor dem Zahlen einer Spende, ausgiebig mit der ausgewählten Organisation zu befassen. Wohltätige Organisationen sollten auf Nachfragen offenlegen, welcher Prozentsatz der Spenden wirklich bei den Bedürftigen ankommen und welcher Teil für Verwaltungsaufgaben verwendet wird. Merkwürdigerweise drohten viele von Loipfinger angeschriebene Organisationen gleich mit Anwälten und Klageerhebungen. Gerade vor Weihnachten werden viele Menschen auf der Straße und an der Haustür angesprochen und um Spenden gebeten. Man sollte sich von diesen Drückerkolonnen nicht einwickeln lassen, da die gesammelten Gelder oft den Drücker-Chefs aber selten den Bedürftigen zu Gute kommen.

Fazit

"Die Spendenmafia. Schmutzige Geschäfte mit unserem Mitleid" ist ein Buch, das wachrüttelt. Kriminelle Hilfsorganisationen verwenden große Beträge der gespendeten Gelder für ihre eigenen Zwecke statt sie den Bedürftigen zukommen zu lassen. Jeder, der daran denkt, etwas Gutes mittels Spenden zu tun, sollte vorher unbedingt dieses Buch lesen. Mit Stefan Loipfingers Buch ist es möglich, etwas Licht in den Dschungel der Spendensammler zu bringen.

"Die Spendenmafia. Schmutzige Geschäfte mit unserem Mitleid" von Stefan Loipfinger, erschienen im Oktober 2011 im Droemer Knaur Verlag, Taschenbuch, 272 Seiten, 8,99 Euro, ISBN 978-3-426-78498-3

Die Autorin bedankt sich beim Droemer Knaur Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Bildnachweis: copyright Droemer Knaur Verlag

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Gabriele Pagenhardt von Mainberg - Vor einigen Jahren war ich für ein Berliner Internet-Magazin im Bereich Veranstaltungs- und Ausflugstipps tätig und für ...

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